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Warum wurde das "Zechengelände Carl-Alex" zum CarlAlexanderPark ausgebaut?

 

Nach der Zechenschließung im Jahre 1975 wurde der 80 ha große Zechen­standort Carl-Alexander mit der imposanten Abraumhalde (80 Meter hoch) am Westrand der Stadt Baesweiler über viele Jahre weitgehend einer natürlichen Entwicklung überlassen. Doch bereits Mitte der 80-er Jahre gab es Überlegungen, die industrielle Brachfläche der Zeche Carl-Alexander zu städtebaulichen Zwecken zu nutzen. Ziel war es seinerzeit, insbesondere auch die Terrassenlage der Halde, aber auch das Haldenvorgelände zu Wohnbauzwecken zu erschließen.
Diese Absichten waren jedoch nicht realisierbar, da insbesondere die aufkommende Altlastendiskussion Anfang der 80-er Jahre erheblichen Untersuchungs- und Sanie­rungsbedarf im Bereich des ehemaligen Zechengeländes erwarten ließ. Mitte der 90-er Jahre wurden die Umnutzungsbemühungen der immer noch im Eigentum des EBV stehenden Zechenflächen wieder aufgegriffen. Aufgrund des zwischenzeitlich unter Landschaftsschutz stehenden Haldenkörpers wurde ein Nutzungsmix aus naturbelassenen Flächen auf der Halde sowie einer Aufteilung des Haldenvor­geländes in Flächen für Freizeitnutzung und gewerbliche Nutzung vorgeschlagen. Ein entsprechender Bebauungsplan ist seit 1996 rechtskräftig, wurde jedoch vom Eigentümer nicht umgesetzt.   

Eine neue Chance zur Revitalisierung der alten Zechenbrache bot die Landes­initiative EuRegionale 2008. Ein wesentliches Schwerpunktthema der EuRegionalen ist die Umstrukturierung und Neuausrichtung der Bergbaufolgelandschaften in der Aachener Nordregion, wobei insbesondere die Halden und angrenzenden ehemali­gen Betriebsflächen städtebaulich aufgewertet und neuen Nutzungen zugeführt werden sollten.

Die Stadt Baesweiler hat zur Vorbereitung der Standortplanungen für die Halde Carl-Alexander einen städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerb im Jahre 2002 durchgeführt, an dem 15 namhafte Arbeitsgemeinschaften (bestehend aus Architekten, Stadtplanern und Landschaftsplanern) aus Deutschland, Holland und Belgien teilgenommen haben. Der Sieger dieses Wettbewerbs - die Arbeits­gemeinschaft PASD Feldmeier + Wrede und Davids/Terfrüchte + Partner aus Hagen Essen - verfügen über erhebliche Erfahrungen aus entsprechenden Umstrukturierungsprozessen im Ruhrgebiet.

Der zwischenzeitlich umgesetzte Konzeptvorschlag sah vor, unter der Überschrift `Der Zauber des schwarzen BergesA weite Teile des Haldenkörpers als einzige größere zusammenhängende Waldfläche im Stadtgebiet der natürlichen Entwick­lung vorzubehalten und lediglich durch interessant gestaltete, lokal begrenzte Aufstiegsmöglichkeiten und Anlage eines Aussichtsplateaus eine gelenkte Besu­cherführung zu ermöglichen. Auch das Haldenvorgelände sollte unter weitgehen­der Berücksichtigung der vorhandenen Waldbestände vorsichtig um Baufelder erweitert werden, die eine zurückhaltende Erschließung dieser Flächen ermöglichen.

Neben der Freiraum- und Erholungsnutzung und der Naturbelassung der Halde  sollen auf dem Haldenvorgelände Forschungs-, Ausbildungs- und Ausstellungs­bereiche aus dem Bereich Life - Science entstehen.

Auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Carl-Alexander in Baesweiler wird also ein Beitrag zur Förderung der wirtschaftlichen Nutzung geleistet. Ziel ist die integrative Konversion mit Raum für Wohnen, Gewerbe und Freizeit. Der Naturraum wurde aufgewertet, unter anderem durch einen Haldenaufgang und einen Rundweg um die Halde. Der Haldenfuß wurde infrastrukturell erschlossen. Jetzt ist die Halden­landschaft mit der Aussichtsplattform als Landmarke erlebbar.

Die offizielle Eröffnung des CarlAlexanderParks "Gipfeltreffen" findet vom 21. Mai - 25. Mai 2008 mit zahlreichen Veranstaltungen statt. Insoweit wird Baesweiler die erste Stadt mit einem fertig gestellten Projekt im Rahmen der EuRegionale 2008 sein.

  
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