Spielzeit 2011/2012
Schön, dass es in einer immer unübersichtlicher werdenden Welt solche Konstanten gibt wie das Grenzlandtheater Aachen. Da weiß man, was einen erwartet - auch in der kommenden Saison: Theater für das Publikum - eine ausgewogene Stück-Mischung von Klassiker, Komödie und Kammerspiel.
Das Grenzlandtheater kehrt nach dem Umbau in das PZ des Gymnasiums zurück. Beginn ist jeweils um 20.00 Uhr. Es wird auch dort reservierte Plätze geben, die beim Kartenkauf ausgewählt werden können. Abonnements zum Preis von 50,00 € (Teilzahler 25,00 €) sowie Tageskarten für einzelne Veranstaltungen zum Preis von 15,00 € (Teilzahler 8,00 €) sind an der Infothek im Rathaus Baesweiler erhältlich.
Programm
23.09.2011 - Genug ist nicht genug
Komödie von Nick Walsh
Erich treibt es gerne auf die Spitze. Mit Vorliebe lässt er seine Umgebung spüren, dass er es besser weiß als alle Anderen. Gleich, ob es sich um geschäftliche Dinge, das Verhalten im Straßenverkehr oder Familiäres handelt: Erich hat für jeden ein sarkastisches Wort übrig. Besonders seine um den lieben Frieden bemühte Frau und sein ungeschickter Schwager Hagen haben unter ihm zu leiden. So treibt Erich auch sein Geburtstagsfest, zu dem neben der Familie wichtige Geschäftsfreunde eingeladen sind, zielsicher auf eine Eskalation hin. Als immer mehr und mehr Absagen eintreffen, bleibt nur noch ein Paar übrig – Helgas Schwester Evelyn und ihr Mann Hagen. Nicht-Gesagtes, Immer-Verschwiegenes gewinnt die Oberhand: Aus dem geplanten netten Beisammensein entwickelt sich ein für den Zuschauer komödiantisches Inferno …
Eine glänzende Komödie – voller Bosheit, voller Zynismus, mit tollen Rollen und vor Pointen nur so strotzenden, scheinbar leichten Dialogen. Eine Komödie voller Komik und dabei eben immer spürbarer Tragik, voller Hilflosigkeit und Menschlichkeit!
14.12.2011 - Alle sieben Wellen
Schauspiel von Daniel Glattauer
Sie mailen wieder - nach dem dramatischen Ende des ersten Buches geht die Geschichte von Emmi Rothner und Leo Leike weiter!
Nach knapp einem Jahr kehrt Leo aus Boston zurück, wohin er quasi geflohen war. Emmi hat in der Zwischenzeit immer wieder versucht, ihn zu kontaktieren – allerdings ohne Erfolg. Aber plötzlich ist Leo wieder da – und antwortet. Und obwohl jeder in der Zwischenzeit sein Leben ohne den anderen einzurichten versucht hat – Leo hat sogar eine Freundin, wenn auch in Bosten -, sind die beiden ihre Gefühle für einander nicht losgeworden und sich schon bald wieder ganz nah. Und diesmal kommt es zur Begegnung, aber die reale Welt macht es den beiden nicht wirklich einfacher ...
Wer „Gut gegen Nordwind“ gelesen hat, sollte den zweiten Teil schon sehnsüchtig erwartet haben. Die spannende und mitreißende Liebesgeschichte zwischen Emmi und Leo wird mit viel Charme, Witz und Intelligenz weitererzählt. Ein Leckerbissen für alle die (außergewöhnliche) Liebesgeschichten mögen!
22.01.2012 - Der Mann von La Mancha
Musical von Dale Wasserman, Musik von Mitch Leigh, Gesangstexte von Joe Darion
Der Dichter Miguel de Cervantes und sein Diener sind der Gotteslästerung angeklagt und warten in einem Verließ der spanischen Inquisition auf ihr Verfahren. Der Anführer der Insassen nimmt ihnen alle Habe weg, darunter ein Romanmanuskript. Um zu beweisen, dass es sein künftiges Buch ist, überredet er die Mitgefangenen zu einem Spiel. Sie schlüpfen in die Rollen eines Theaterstücks, in dem der Landjunker Quijana dem Wahn verfallen und unfähig ist, zwischen der Realität und seiner Phantasie zu unterscheiden.
Er zieht als fahrender Ritter Don Quijote de la Mancha mit seinem Knappen Sancho aus, das Unrecht in der Welt zu besiegen. Cervantes schlüpft selbst in die Figur des „Ritters von der traurigen Gestalt” und sein Diener spielt den Sancho. Neben dem Kampf mit den Windmühlen und dem Bestehen anderer Abenteuer, geht es auch um die Verehrung der Hure Aldonza, die den Augen von Don Quijote als Dame Dulcinea erscheint …
„Der Mann von La Mancha“ gehört zu den Klassikern des Broadwaymusicals. Die New Yorker Originalproduktion wurde 1966 mit fünf Tony Awards ausgezeichnet, darunter die Preise für das beste Musical und die beste Musik.
11.03.2012 - Das Verhör
Kammerspiel von John Wainwright
- Uraufführung -
Rechtsanwalt Adam Barklay ist der wichtigste Zeuge in einem Mordfall. Von dem Täter fehlt jede Spur. Als Chief Inspector Parker den Anwalt noch abends aufs Polizeirevier bestellt, braucht er lediglich noch schnell ein paar Informationen. Aber im Laufe des Gesprächs kommt ihm immer mehr der Verdacht, dass Barklay selbst der Mörder ist. Die Fragen des Inspectors werden bohrender, haken bei Unklarheiten nach, provozieren Barklay bei widersprüchlichen Aussagen und Antworten. Parker ist fest entschlossen, den Fall noch in dieser Nacht zu lösen. Durch die Aussagen von Barkleys Frau wird sein Verdacht zunächst bestätigt. Doch dann nimmt der Fall plötzlich eine dramatische Wendung …
„Das Verhör” ist ein raffiniertes, packendes Kammerspiel, das sich durch geschliffene und messerscharfe Dialoge auszeichnet und den Protagonisten Gelegenheit bietet, sich in einem atemberaubenden, nervenzerreißenden Psychoduell zu messen.
22.06.2012 - Mörderische Phantasien
Krimi von Bernard Slade
Der erfolgreiche Kriminalautor Arthur Putnam schreibt einen neuen Roman. Jedoch keinen Krimi, sondern eine erotische Liebesgeschichte. Die Hauptfigur erinnert Putnams Frau Julia stark an ihren Mann, auch scheint ihr die Handlung viel zu lebensnah. Sie zweifelt an seiner Treue. Dann taucht mit Brenda die Protagonistin des Liebesromans auf, die sich als Arthurs Geliebte ausgibt. Brenda droht, die Familie Putnam zu erpressen, doch keiner glaubt ihr die Affäre, und die Familie fragt sie bis ins kleinste Detail aus. Da geschieht das Unglaubliche: Brendas Antworten stammen Wort für Wort aus Arthurs neuem Liebesroman, dessen Manuskript bisher nur Arthur und seine Lektorin haben. Kurz darauf verschwindet Brenda, und alles deutet darauf hin, dass Arthur sie beseitigt hat. Aber die Dinge liegen anders …
Das intelligente Kriminalstück überzeugt durch pointierte Dialoge und Spannung bis zum Schluss: Es zeigt das gesamte Spektrum menschlichen Seins: Abgründe, Schwächen, verbotene Leidenschaften, Einsamkeiten und Enttäuschungen.