Regionale Grünzüge
Mit dem Naturschutzprogramm Aachener Revier (NSPAR) sollen
Naturpotentiale der Aachener Industrieregion entwickelt und unter dem Aspekt
der für die Bergbaufolgelandschaft eigenen Landschaftsästhetik im
Aachener Revier aufgewertet werden.
Ziele sind hierbei die Verbindung von Landschaftsplanung und regionaler Stadterneuerung sowie der Wiederaufbau von Landschaft innerhalb von Strukturwandel und regionaler Entwicklung. Insbesondere sind Maßnahmen wie naturnahe Gestaltung von Fließgewässern, Rekultivierung von Industriebrachen und Halden sowie gestaltende und ökologische Aufwertung des Landschaftsbildes vorgesehen.
Im Auftrag der ZAR (Zukunftsinitiative Aachener Revier) und mit finanzieller Unterstützung des Ministeriums für Umwelt, Raumordnung und Landwirtschaft NRW (MURL) wurde 1992 eine Studie durch ein Ing.-Büro für Landschaftsplanung erstellt, die ein Gerüst regionaler Grünzüge entwickelte und diese dann durch Maßnahmenvorschläge in einen mittel- bis langfristigen Orientierungsrahmen beschreibt.
Schwerpunkte sind u. a. Biotopverbund und Schaffung ortsnaher Erholungsbereiche. Langfristig sollen zwischen den einzelnen ZAR Gemeinden grüne Verbindungsstrukturen entstehen.
Auf der Grundlage dieser Studie wurden von der Stadt einzelne Förderanträge zwecks Grunderwerb und Bepflanzung gestellt.
Insgesamt konnten bisher 30.297 qm Ackerfläche erworben
und bepflanzt werden. Die einzelnen Pflanzflächen befinden sich in den
Bereichen der Ortsränder Floverich, Setterich, Oidtweiler, im Bereich
zwischen Beggendorf und Loverich sowie entlang des Beeckfließes, südlich
der K 27.
Neben 929 hochstämmigen Bäumen wie Ahorn, Eiche, Buche, Linde, Eberesche, Birke wurden 10.300 heimische Strauchgehölze wie Feldahorn, Hainbuche, Weißdorn, Hartriegel, Schlehe, Hundsrose, Schneeball, Spindelstrauch und Wald-Hasel gepflanzt.