Römerstrasse wiederentdeckt
von Hans Kunnes
Nördlich des abgerissen ehemaligen Kraftwerkes Setterich-Siersdorf
ist auch heute noch nach langen, starken Regenfällen der Verlauf der ehemaligen
Römerstraße Köln – Jülich – Tongern an den Kieselsteinen
im Löss-boden erkennbar. 1999 wurde hier ein Pflasterstein vom Belag der
historischen Römerstrasse gefunden und von einem Jülicher Archäologen
bestimmt und zugeordnet. Die hier abgebildete Skizze aus dem Jülicher Heimatkalender
1962 zeigt den Verlauf des römischen Heerweges, der auch als "Heerbahn"
bezeichnet wurde.
Skizze zeigt den Verlauf des römischen Heerweges
Es ist davon auszugehen, dass unsere Heimat von unseren fränkischen
Vorfahren über diese Strassse erschlossen wurde; es handelte sich damals
um ein nahezu undurchdringliches Waldgebiet. Durch Rodungen größeren
Stils wurden die fruchbaren Ackerböden in der sogenannten "Jülicher
Börde" gewonnen. Eine weitere Skizze zeigt den Verlauf dieser alten
Strasse in unserer Gegend nördlich der Güter der ehemaligen Siersdorfer
Commende des Deutschen Ordens Ungerhausen und Röttgen an Setterich vorbei
über Rimburg nach Tongern.
Verlauf dieser alten Strasse in unserer Gegend nördlich der Güter