EuRegionale Projekte![]()
Die
Idee der Regionalen erwächst aus dem Erfolg der internationalen Bauausstellung (IBA) Emscher Park. Mit der IBA ist es gelungen, in den Jahren 1989 bis
1999 zu beweisen, dass es möglich ist, die strukturellen Defizite einer Region zu
erneuern und einen Imagewechsel herbeizuführen. Die Landesregierung hat als
Konsequenz aus dem Erfolg IBA auch anderen Regionen des Landes mit der
Veranstaltung von Regionalen ein vergleichbares Instrument geboten. Die regionalen "Kultur- und Naturräume" in Nordrhein-Westfalen geben anderen NRW-Regionen die Möglichkeit, sich alle zwei Jahre in einer Leistungsschau zu präsentieren. Hierbei sollen touristische und kulturelle Highlights verknüpft
werden mit der regionalen Wirtschaftsentwicklung. Ziel ist es, der jeweiligen
Region nachhaltig neue Impulse zu geben.
Anfang 2002 entschied sich die Landesregierung der grenzübergreifenden Regionale im Raum Aachen den Zuschlag für das Jahr 2008 zu geben. Die EuRegionale 2008 wurde vom NRW-Städtebauminister Dr. Michael Vesper ausdrücklich dafür gelobt, dass die Trinationalität betont wird und das Motto "Grenzen überschreiten" in praktischen Projekten umgesetzt werden soll.
Projekt "Strukturwandel in der Industriellen Folgelandschaft"
Eines der Leitprojekte der EuRegionalen 2008 ist der Umgang mit den industriellen Folgelandschaften. Hier schlägt der Gewinner des internationalen Wettbewerbs Prof. Henri Bava vor, die ehemaligen Steinkohlegebiete von Behringen (in Belgien) über niederländisch Limburg bis ins Aachener Steinkohlerevier mit zwei Routen zu verbinden. Entlang dieser thematischen Routen sollen sowohl Natur- und Landschaftsbestandteile miteinander verbunden werden (Grünroute) als auch die ehemaligen Zechenstandorte als Entwicklungspole für die zukünftige Entwicklung der Region (Metropolroute) verbindende Wirkung erzeugen.
Die Stadt Baesweiler verfügt mit dem ehemaligen Zechengelände Carl-Alexander über einen dieser Entwicklungspole entlang der internationalen Routenverbindung. Dieser Zechenstandort soll auch nach Vorstellung von Henri Bava einen der Schwerpunkte entlang der von ihm vorgeschlagenen Route bilden. Die Stadt Baesweiler hat bereits im Vorfeld dieser regionalen Überlegungen einen städtebaulichen Wettbewerb für die Zechenbrache Carl-Alexander durchgeführt und entsprechende Konzepte für die Entwicklung des Carl-Alexander-Parks erarbeitet.
Projekt "Tourismus und Freizeitwirtschaft"
Ein weiterer Bereich der EuRegionalen 2008 ist der Tourismus und die Freizeitwirtschaft. Auch hier ist die Stadt Baesweiler mit einem Projekt beteiligt, und zwar mit der Römerstraße Via Belgica.
Via Belgica ist der internationale Projektname für die kulturtouristische und wirtschaftliche Inwertsetzung der ehemaligen Römerstraße von Boulogne sur Mer nach Köln. Früher wie heute wird sie als eine Entwicklungsachse verstanden. Ziel ist, im EuRegionale 2008-Raum (Landgraaf, Übach- Palenberg und Baesweiler) mit vorwiegend landschaftsplanerischen Mitteln die Römerstraße und daran gelegenen römerzeitliche Siedlungen als „Archäopark“ zusammenzufassen. Weiteres Ziel ist in Zusammenarbeit mit der Regionale 2010 eine ähnliche Entwicklungsperspektive zu formulieren, wie die Niederländische Provinz Limburg dies für den Abschnitt Maastricht-Rimburg gemacht hat. Das soll Grundlage bilden für ein von der EU gefördertes internationales Projekt mit niederländischen, belgischen und französischen Partnern.
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Baesweiler, 07.09.2010 15:12:25
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