800 Jahre Deutscher Orden![]()
Der Baesweiler "Busch" und der "Zehnte" zu Oidtweiler im Vermögens- und Pachtregister der Commende Siersdorf im Jahr 1585
von Hans Kunnes Baesweiler
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Die Geschichte des Deutschen Ordens im deutsch-niederländisch-belgischen Gebiet begann im Jahre 1219 mit der Annahme der Schenkung der "Veste" Bergstein und den Kirchen in Nideggen und Siersdorf mit "allem Zubehör". Graf Wilhelm III. von Jülich übertrug dem Orden das Eigentum an seinen bisherigen Besitzungen zum Dank für die aufopfernde Pflege aufgrund einer Erkrankung die er bei einer Kreuzzugsteilnahme erlitten hatte.
Infolge weiterer Schenkungen kam es zu einem immer größer werdenden Landbesitz. Im Jahre 1264 begann der Deutsche Orden in Siersdorf eine große Niederlassung zu bauen. Von dieser Commende aus verwalteten die Ritter ihren Besitz. Dieser war im Jahre 1585 beträchtlich angewachsen. Allein die 6 Ordenshöfe zu Siersdorf Welz Röttgen Ungershausen Dürboslar und Schleiden bearbeiteten jeweils 200 bis 600 Morgen Ackerland. Zusätzlich bestanden die Zehntabgaben zu Siersdorf und Oidtweiler sowie erhebliche Ansprüche an Pacht und Sachleistungen wie aus dem Register hervorgeht. Nicht zuletzt hatte die Commende Anrechte an den damals noch größeren Waldgebieten in unserer Gegend: Probsteierwald Übacher Busch Baesweiler Busch Wauricher Busch Lohebusch (zwischen Siersdorf und Freialdenhoven) sowie dem Broicher Busch.
Das Register gibt auch Auskunft darüber daß die Commende selber aus ihren Wiesen und Weiden aus der Schafzucht sowie aus der Fischerei gewisse Einnahmen erzielte. In Zülpich hatte sie Weinberge und im ganzen Kirchspiel Siersdorf und zwar "soweit die Kirchen-glocken klangen" übte der Commendeur der Siersdorfer Commende die Jagd aus.
Das Vermögens- und Pachtregister der Siersdorfer Commende ist noch erhalten
geblieben und befindet sich im Staatsarchiv des Landes Nordrhein-Westfalen in
Düsseldorf und hat folgenden Wortlaut:
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Index oder Registrum uff welchem Die große Zehndten zu Sierstorff |
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Baesweiler, 10.03.2010 21:16:45
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