Umbau des Kirchplatzes vor dem Abschluss: Außengastronomie in Vorbereitung

Die Umbauarbeiten am Kirchplatz in Baesweiler werden in Kürze beendet sein, und schon laufen die Vorbereitungen für mögliche Nutzungen in den warmen Monaten auf Hochtouren.

Wie alljährlich werden Markt, Straßenfeste, Konzerte und Veranstaltungen hier ihren Platz haben. Zusätzlich beabsichtigen die angrenzenden Gastronomiebetriebe den Kirchplatz mit Außengastronomie zu beleben. Hierzu werden gerade erste Vorbereitungen getroffen. Die Mehrnutzung des Platzes durch Bürger jeden Alters war erklärtes Ziel der Umbaumaßnahme. Dies ermöglicht mehr als früher das neue Zwischenpodest und die weitläufige Treppenanlage, die im Sommer gerne auch zum Sitzen genutzt werden darf.

Vom Feuerwehrturm kommend fallen Podest und oberer Kirchplatz über die heute deutlich flacher ausgebildete Neigung mehr in den Blick; die Baesweiler Kirche rückt mehr in den Ort. Dieser Bereich öffnet sich erstmalig auch zur Nutzung für die Öffentlichkeit. Hierfür ist die Stadt Baesweiler der Kirchengemeinde als Eigentümer des gesamten oberen Kirchplatzes für ihre Kooperation sehr dankbar.

Die ehemals steilen Treppenaufgänge wurden durch bequem begehbare, flachere Freistufen ersetzt. Handlaufe, die zurzeit während der Baumaßnahme nur provisorisch da sind, werden für Rechts- und Linkshänder an verschiedenen Stellen noch errichtet.

Bei den zurückliegenden zahlreichen Bürgerbeteiligungen wurde insbesondere immer auch der Aspekt Barrierefreiheit erläutert: Vor dem Umbau war die Kirche selbst nur durch drei sehr steile Treppenanlagen erreichbar. Nur über die Straße Im Sack konnte der obere Kirchvorplatz, nicht aber die Kirche stufenlos erreicht werden. Der immense Höhenunterschied zwischen oberen und unteren Kirchplatz ließ die vollständige vordere Verbindung durch eine barrierefreie Rampe leider nicht zu. Dies wurde seitens der Stadt, aber auch der Kirchengemeinde planerisch untersucht.

Eine Rampe darf eine maximale Neigung von sechs Prozent aufweisen. Einschließlich der erforderlichen Zwischenpodeste wäre eine durchgängige barrierefreie Verbindung zwischen dem unteren und oberen Kirchplatz wegen des Höhenunterschieds so lang geworden, dass keine andere Nutzung des Platzes mehr möglich gewesen wäre. Sowohl der untere als auch der obere Kirchvorplatz wären dann auch baulich erheblich beeinträchtigt gewesen. Deshalb bestand leider nicht die Möglichkeit, eine vollständige vordere Verbindung zu schaffen. Nach allen Bürgerbeteiligungen bestand aber allseits der Anspruch, dass wenigstens das neu gestaltete Podest, das demnächst öffentlich genutzt werden kann, und auch der Kirchenraum – über die Straße „Im Sack“ - barrierefrei zu erreichen sind.

Dieser Anspruch wurde mit vereinten Kräften durch Stadt und Kirchengemeinde nun über die beiden neu gestalteten Rampen vom oberen Kirchplatz aus erfüllt. Mehr Barrierefreiheit war hier leider nicht möglich, aber gegenüber früher wurde doch eine ganze Menge erreicht. Im Bereich der Parkplätze Im Sack werden zudem am unteren (Kirchstraße) und oberen Ende (Kirche) jeweils ein Behindertenstellplatz ausgewiesen.

Um auch Radfahrer zu Einkäufen, Essen oder zum Verweilen an den Kirchplatz zu locken, werden mit den sonst noch fehlenden Ausstattungselementen (z.B. Mülleimer, Bank auf dem oberen Kirchplatz) sowohl an der Kirchstraße, Im Sack, als auch auf dem oberen Kirchplatz noch Fahrradständer und auch Schließfächer zur Zwischenlagerung von Helm oder Einkäufen aufgestellt. Nachgerüstet werden kann auch eine E-Bike-Ladestation.

Hoffen wir auf einen schönen Sommer und launige gemeinsame Stunden am Kirchplatz.

 

Bushof: Zwei Lösungen für den Knotenpunkt disktuiert

Die Planungen für den Umbau des Bushofes In der Schaf in Baesweiler schreiten zügig voran. Die Bedenken und Anregungen, die in den vergangenen Monaten von Baesweiler Bürgerinnen und Bürgern, politischen Gremien und Fachbehörden eingebracht wurden, wurden ausgewertet und in die Planungen einbezogen.

Die gegenwärtigen Diskussionen zur Mobilitätswende verdeutlicht, dass eine Steigerung der Nutzung des ÖPNV mit dessen Attraktivierung einhergehen muss. Barrierefreie Ausbauten, moderne dynamische Fahrgastinformationsanzeigen, wettersichere Haltestellen und verlässliche Fahrpläne sind erforderlich. Es besteht Handlungsbedarf, um den heutigen und künftigen Anforderungen gerecht zu werden.

Nicht nur die Situation des Öffentlichen Personennahverkehrs an sich soll optimiert werden, sondern auch die Aufenthaltsqualität am Bushof. Ein wichtiger Punkt der geplanten Umgestaltung im Bereich In der Schaf ist es, ordnend in den Verkehr einzugreifen, eine deutlich höhere städtebauliche Qualität zu schaffen und dem ansässigen Handel und den Gastronomiebetrieben eine größere Aufenthaltszone vorzulagern, sodass der Gesamtbereich zum Verweilen einlädt und auch dazu auffordert, in die nahegelegene Innenstadt zu gehen. Gehwege werden verbreitert, Barrieren für Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung abgebaut und die Verkehrssicherheit wird erhöht, z.B. mit Spuren für Radfahrer, einem Fußgängerüberweg an der Einmündung von der Straße In der Schaf in die Aachener Straße und durch verkehrsberuhigende Maßnahmen auf der Aachener Straße.

Aufgrund der beengten Platzverhältnisse erforderte vor allem der Knotenpunkt Aachener Straße/In der Schaf das Geschick der Planer. Die Planungsgruppe MWM, die mit der Planung des Umbaus beauftragt ist, hat den politischen Gremien nun zwei Lösungen präsentiert, die an dieser Stelle denkbar seien. Variante 1: Ein überfahrbarer, 22 Meter großer Mini-Kreisverkehr wird an diesem Knotenpunkt eingerichtet. Das hätte den Vorteil, dass der Busverkehr ohne Verzögerungen auf die Aachener Straße einbiegen kann, jedoch müssten sich dann die Radfahrer an dieser Stelle die Fahrbahn mit Bussen und Autos teilen. Variante 2: eine neu gestaltete Einmündung mit Linksabbiegerspur für den Individualverkehr auf der Aachener Straße aus Richtung Setterich. Der ÖPNV und auch der Radverkehr wären dann an diesem Knotenpunkt bei der Ausfahrt aus der Straße In der Schaf vorfahrtsberechtigt.

Beide Varianten haben in Hinblick auf den Verkehrsfluss, die Radwegeführung, die Verkehrssicherheit und die Nutzung für den ÖPNV Vor- und Nachteile. Die Entscheidung, welche Variante umgesetzt wird, wurde in den zuständigen Ausschüssen sehr intensiv und mit großem Zeiteinsatz beraten. Eine Entscheidung wurde in einer gemeinsamen Sitzung des Umwelt – und Verkehrsausschusses mit dem Bauausschuss Mitte Januar getroffen. Mehrheitlich wurde entschieden, dass Variante 1 umgesetzt werden soll.

Auch der bereits beschlossene vorgezogene Umbau des unteren Bereiches der Kirchstraße (zwischen Aachener Straße und Einmündung Peterstraße/In der Schaf) gehört zu der Maßnahme. Noch im Frühjahr beginnen dort die Bauarbeiten, die bis August abgeschlossen sein werden. Mit dem Umbau in diesem Bereich wird als erstes begonnen, weil bei dem Erhalt von Fördermitteln Fristen für den Baubeginn eingehalten werden müssen und so die Möglichkeit für einen größeren organisatorischen Vorlauf zur komplexen Umgestaltung des eigentlichen Bushofes besteht.

Zu der weiteren Baumaßnahmen In der Schaf und deren Anbindung an die Aachener Straße (Variante 1), deren Umsetzung erst ab dem Jahreswechsel 20/21 geplant ist, wird es im weiteren Verlauf dieses Jahres auch noch eine ausführliche Bürgerinformation und Beteiligungsmöglichkeit auch der ansässigen Händler geben.

Im Rahmen des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes der Stadt Baesweiler erhält die Stadt von Land und Bund 70 Prozent Fördermittel sowie für die darin enthaltenen Maßnahmen für den ÖPNV 90 Prozent von Nahverkehr Rheinland.

Zur o.a. weiteren Bürgerinformationsveranstaltung informieren wir rechtzeitig und laden Sie herzlich dazu ein. Auch über die weitere Entwicklung in dieser Angelegenheit werden wir hier und im Stadtinfo weiter berichten.

 

 

Hallenbad nimmt Anfang 2020 den Probebetrieb auf

Anfang kommenden Jahres wird das erneuerte Baesweiler Hallenbad an der Parkstraße den Probebetrieb aufnehmen. Voraussichtlich ab Frühjahr 2020 wird das Bad dann von der Öffentlichkeit genutzt werden können.

Vor rund eineinhalb Jahren wurde mit dem Umbau des Hallenbads begonnen. Wegen der konjunkturellen Situation, dem mangelnden Angebot geeigneter Fachbetriebe und Lieferschwierigkeiten in allen Bereichen hat der Umbau länger gedauert als ursprünglich geplant war. So mussten beispielsweise die Dachdeckerarbeiten dreimal europaweit ausgeschrieben werden. Auch personelle Engpässe bei den Baufirmen führten zu Verzögerungen. Da der gesamte Anbietermarkt aufgrund der wirtschaftlichen Situation ausgelastet ist, stiegen auch die Preise deutlich an.

Künftig werden das öffentliche Hallenbad und das Lehrschwimmbecken an einem Standort zusammengelegt - aus energetischen, betriebsorganisatorischen und wirtschaftlichen Gründen. Neueste Technik trägt zu einer Senkung der Betriebsfolgekosten bei. Das Hauptbecken hat einen flachen Teil, der im Bereich der Rutsche jedoch die erforderliche Eintauchtiefe sichert, und den Schwimmerbereich mit einer Tiefe von 3,55 Metern. Die Wasseroberfläche des Lehrschwimmbeckens beläuft sich auf circa 128 Quadratmeter. Das Becken wurde so geplant, dass alle Wassertiefen vorhanden sind, die nötig sind, um Wassergymnastik sowie Schwimmabzeichen zu machen und Kinderschwimmen anzubieten. Für kleine Kinder wird darüber hinaus separat ein neues Kinderplanschbecken mit angrenzendem Babywickelraum angelegt.

Die Umkleiden werden sich im Erdgeschoss und im Obergeschoss befinden. Unisex-Umkleiden, die von Menschen jeden Geschlechts genutzt werden können, eine Behinderten- bzw. Familienumkleide, zwei Sammelumkleiden und separate Kabinen für Lehrer, Betreuer und Trainer werden eingerichtet.

Damit auch körperlich eingeschränkte Menschen das Hallenbad problemlos erreichen können, wird es barrierefrei erschlossen – ebenso wie der Sportplatz. Eine Rampenanlage mit Zwischenpodesten an der Treppenanlage geht in einen rollstuhlgeeigneten Fußweg über. Damit die Verkehrsführung vor dem Schwimmbad und Sportplatz für alle Fußgänger sicherer ist, wurde an der Verkehrsführung in diesem Bereich der Parkstraße einiges geändert. Die Fahrspur wurde optisch verengt, das führt zu einer höheren Aufmerksamkeit und einer Drosselung des Tempos der Verkehrsteilnehmer. Die Parkplätze für Autofahrer werden neu geordnet und im Parkplatzbereich werden Fußwege ausgewiesen. Der Eingangsbereich zum Sportpark und Schwimmbad wird transparenter gestaltet, so dass man ihn von der Straße aus besser einsehen kann. Auch Grünbeete und Bäume werden angelegt. Geplant ist, dass die Arbeiten am Vorplatz der Schwimmhalle und an der Parkstraße im Dezember abgeschlossen sind.

Sowohl die Arbeiten am Hallenbad als auch die Straßen- und Landschaftsbauarbeiten im Bereich der Parkstraße werden im Rahmen des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) zu 70 Prozent von der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Nordrhein-Westfalen gefördert.

 

 

Der Kirchplatz wird insgesamt attraktiver und erhält bessere Bedingungen für Außengastronomie

Die bisher bereits in Bürgerbeteiligungen erarbeitete und im Ausschuss beschlossene Entwurfsplanung für den Kirchplatz trifft auf sehr positive Resonanz und vor allem auch großes Interesse bei Menschen aller Generationen. 

Der Wunsch nach Außengastronomie und einer Verbesserung der drei „B´s“ - Beleuchtung, Bäume, Begrünung – erreicht uns immer wieder. 

Die Planung sieht daher vor, die zur Zeit starre Trennung zwischen oberem und unterem Kirchplatz im Bereich der Brauerei etwas aufzulösen, hier eine Zwischenebene, die von dort bewirtet werden könnte, einzuplanen und so sowohl mehr und ruhigere Außensitzplätze zu schaffen als auch die Kirche zur Straße hin freier zu stellen und damit mehr in das Straßenbild zu integrieren. 

Die alten, zu hohen Bäume werden gegen kleinkronige Bäume mit Kronen in Augenhöhe ersetzt, die nicht mehr tauglichen grauen Pflastersteine in der Fahrbahn gegen gefärbten Asphalt getauscht. Die neuen Bäume werden auf der Seite des Pfarrhauses errichtet, so dass der gesamte Kirchplatz als größere zusammenhängende Einheit erfahrbar wird. 

Eine barrierefreie Erreichbarkeit der Zwischenebene könnte aufgrund der Topographie allerdings leider nur über die Straße Im Sack zum oberen Kirchplatz erstellt werden.

Beide Brunnen werden erhalten und durch eine Lichtachse miteinander auch optisch verbunden. Der runde Brunnen wird mit attraktiven Sitz-Holz-Decks ausgestattet. Der ganze Platz erhält neue Leuchten. 

Positiv ist, dass sowohl die umliegenden Gastronomen, als auch die Kirche sich mit eigenen Überlegungen und teilweise auch Investitionen an der Umsetzung eines Gesamtkonzeptes beteiligen wollen. 

Herzlichen Dank an dieser Stelle an alle Bürger, Händler und Eigentümer, die sich mit Engagement, Ideenreichtum, aber auch Eigenleistungen in unsere Umgestaltungsprozesse einbinden. 

Wir hoffen nun, noch in diesem Herbst eine Bewilligung zu erhalten, damit wir die Planung vorantreiben und vorstellen können. Eine bauliche Umsetzung könnte dann 2019/2020 erfolgen.

 

 

Fassaden- und Hofprogramm: Gemeinsam Stadt gestalten!

Eine attraktive Innenstadt gestalten, das ist das wesentliche Ziel des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes Baesweiler Innenstadt. Im Zuge dieses Programmes sollen unter anderem der zentrale Omnibusbahnhof Baesweiler In der Schaf (ZOB), der Kirchvorplatz und die Kückstraße neu gestaltet sowie die Kirchstraße punktuell aufgewertet werden. Es ist unerlässlich, eine Innenstadt zu attraktiveren, um so neben der Aufwertung der Aufenthaltsqualität den Wirtschaftsstandort zu sichern und konkurrenzfähig zu bleiben.

Doch allein die Umgestaltung des öffentlichen Raumes allein reicht nicht aus. Ebenso unerlässlich sind Maßnahmen an privaten Gebäuden und Flächen, umso den Gesamteindruck der Innenstadt entscheidend mitzuprägen.

Mit Fördermitteln durch Bund- und Landesmittel möchte die Stadt Baesweiler nun auch die Haus- und Grundeigentümer unterstützen, ihre Haus- und Hofflächen, die dem öffentlichen Raum zugewandt sind, anzugehen. Mit dem speziell aufgelegten Fassaden- und Hofprogramm, gültig für den dazu festgesetzten Geltungsbereich (siehe Abbildung), sollen Ideen ideell und finanziell unterstützt werden.

Unter anderem können Maßnahmen zur Instandsetzung und Sanierung privater Hausfassaden oder der Rückbau von Fassadenverkleidungen aber auch die Gestaltung von Vorgärten oder Innenhöfen gefördert werden. Es kann ein Zuschuss in Höhe von 50% der maßnahmenbedingten nachzuweisenden Aufwendungen gewährt werden, d. h. max. 30 €/m² bei einem Aufwand von 60 €/m² umgestalteter Fläche.

Hierzu muss im Vorfeld und vor Maßnahmenbeginn ein entsprechender Antrag mit Kostenaufstellung, Flächenermittlung und drei Vergleichsangeboten an das Stadtentwicklungsamt eingereicht werden. Gerne unterstützen wir Sie bei der Planung, Umsetzung, Stellung des Förderantrages und der Finanzierung.

Beispiel für Berechnung der Fassadenfläche:

Fassadenhöhe x Fassadenbreite = Fassadenfläche
7,00 m x 6,50 m = 45,50 m²
Ohne Fenster– und Türfläche: 6 x (1,25 m x 2,00 m) = 15 m²
Zuschussfähige Fläche: 45,50 m² - 15 m² = 30,50 m²
Zuwendungshöchstbetrag: 30 €/m² bei einem Aufwand von 60€/m²
Höchstmögliche Zuwendung: 30,50 m² x 30 €/m² = 915 €
Fenster- und Türflächen dürfen nur bei ihrer Verbesserung mit berechnet werden.

Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit Ihnen das Gesicht unserer Innenstadt positiv zu verändern. Machen Sie mit und gestalten Sie mit uns unsere Heimatstadt!

Die Richtlinie sowie der genaue Geltungsbereich können hier oder im Rathaus Mariastraße 2, Zimmer 309 eingesehen werden.