Batterie oder Akku?

Batterie oder Akku?
Am 1.Januar 2021 ist das neue Batteriegesetz (BattG2) in Kraft getreten. Für die Verbraucherinnen und Verbraucher ändert sich hinsichtlich der Rückgabe von Altbatterien nichts. Diese können unentgeltlich bei den Vertreibern, bei kommunalen Sammelstellen oder freiwilligen Rücknahmestellen abgegeben werden. In Baesweiler finden Sie die Sammelboxen zum Beispiel im Rathaus, auf dem Recyclinghof und in Supermärkten.


Batterie ist ein Sammelbegriff für elektrochemische Speichersysteme. Es wird unterschieden zwischen Primärbatterien (im allgemeinen Sprachgebrauch als Batterie bezeichnet) und wiederaufladbaren Sekundärbatterien, sogenannten Akkus. Es gibt Gerätebatterien, Industriebatterien und Fahrzeugbatterien.


Im Haushalt nutzen wir vor allem Gerätebatterien. In Fernbedienungen, Spielzeugen, Mobiltelefonen, schnurlosen Werkzeugen, usw. kommen sie zum Einsatz. Doch nur die Hälfte der verkauften Batterien wird ordnungsgemäß bei den Sammelstellen entsorgt. Eine unsachgemäße Entsorgung bringt allerdings große Probleme mit sich. Batterien enthalten Wertstoffe wie Zink, Eisen, Lithium und Schwermetalle wie Quecksilber, Cadmium oder Blei. Endverbraucherinnen und Endverbraucher sind gesetzlich dazu verpflichtet, Altbatterien an den dafür vorgesehenen Sammelstellen zu entsorgen. Eine Entsorgung über die Restmülltonne ist nicht zulässig. Nur so kann gewährleistet werden, dass Wertstoffe recycelt werden und Schwermetalle nicht in die Umwelt gelangen können. Die Schwermetalle schädigen Tiere und Pflanzen und können über die Nahrungskette in den menschlichen Körper gelangen. Cadmium kann z.B. Nierenschäden hervorrufen, während Blei das zentrale Nervensystem beeinträchtigt. Eine verantwortungsvolle Entsorgung von Batterien ist daher sehr wichtig. Geben Sie Ihre Alt-Batterien deshalb unbedingt im Supermarkt, Elektrogeschäft, beim Schadstoffmobil, im Rathaus oder im Recycling-Hof ab! Fassen Sie ausgelaufene Batterien möglichst nicht mit bloßer Hand an und entsorgen Sie diese eingepackt bei einer Sammelstelle.


Batterien, die nicht wieder aufgeladen werden können, haben eine schlechte Energiebilanz. Für die Herstellung einer Batterie wird bis zu 500-mal mehr Energie benötigt, als sie dann zur Verfügung stellt. Anschaulicher wird es, wenn man sich die Kosten vor Augen hält. Eine Kilowattstunde (kWh) Strom aus dem Netz kostet derzeit rund 30 Cent. Für 1 kWh Strom aus Batterien benötigt man circa 250 AA-Batterien. Bei einem durchschnittlichen Preis von 25 Cent pro Batterie, kostet eine Kilowattstunde Strom dann also 62,50 €, über 200-mal mehr als aus dem Netz. Der Umwelt und dem Geldbeutel zu Liebe ist es also sinnvoll zu Akkus zu greifen, wenn der Hersteller dies erlaubt.

Förderung von Ladesäulen und Wallboxen für Privatpersonen
In Elektrofahrzeugen kommen Lithium-Ionen-Akkus zum Einsatz. Sie besitzen eine hohe Energiedichte, eine hohe Lebensdauer und ein geringes Gewicht, was sie für den Einsatz im E-Auto prädestiniert. Im Gegensatz dazu steht die Gewinnung der Batterie-Rohstoffe, die immer wieder für negative Schlagzeilen sorgt.
Ein heute angeschafftes Elektrofahrzeug schneidet in der Treibhausgasemissions-Bilanz von Herstellungs-, Nutzungs- und Verwertungsphase bereits besser ab als ein konventioneller Pkw. Mit vorschreitender Energiewende, steigenden Batterie-Recyclingquoten und weitergehender Forschung an alternativen Batteriematerialien wird sich die E-Auto-Ökobilanz noch verbessern. Zurzeit fördert die Bundesregierung den Kauf von Ladestationen oder Wallboxen für Privatpersonen mit 900 € pro Ladepunkt. Schnell sein lohnt sich hier: der Förderbank KfW liegen bereits zahlreiche Anträge vor.

Wenn Sie mehr Informationen zur Förderung benötigen, wenden Sie sich gerne an die Klimaschutzmanagerin der Stadt Baesweiler unter karina.vonhoegen@stadt.baeweiler.de oder 02401/800-375.