Unterstützung für Unternehmen und Gewerbetreibende während der Corona-Krise

Das Corona-Virus gefährdet unser aller Gesundheit und stellt unser Gesundheitssystem und die Solidarität in unserer Gesellschaft auf eine harte Probe.

Existenzbedrohende Auswirkungen hat die Verbreitung des Virus aber auch für Wirtschaft und Gewerbe. Den Firmen und Gewerbetreibenden in Baesweiler stehen in den nächsten Wochen schwierige Zeiten bevor. Bürgermeister Dr. Willi Linkens und die Wirtschaftsförderung stehen allen Akteuren bei Fragen, für Informationen und Anregungen zur Verfügung - mit dem Ziel, gemeinsam Lösungen und Unterstützungsmöglichkeiten für jeden Einzelfall zu finden. Die Stadt ist bemüht, die Einzelhändler umfassend über die Entwicklung zur finanziellen Unterstützung durch den Staat zu informieren.

Die von der Bundes- und Landesregierung angekündigten und bereits nutzbaren Fördermöglichkeiten und Sofortmaßnahmen sind vielschichtig und werden fast täglich um neue Komponenten ergänzt.

Wir alle hoffen, dass diese schwierige Zeit bald überstanden ist, und werden Sie mit den Auswirkungen, die diese Krise für Ihre Firma hat, nicht alleine lassen!

Die NRW-Landesregierung plant eine Rekordhilfe für die Wirtschaft, um die Folgen abzufedern und Arbeitsplätze zu sichern. Insgesamt 25 Milliarden Euro Wirtschaftshilfe sollen dafür bereitgestellt werden. Die Bundesregierung plant angesichts von Existenznöten ein Hilfspaket. Mehr als 40 Milliarden Euro stehen für Kleinunternehmen und Gewerbetreibende zur Verfügung. Geplant sind direkte Zuschüsse und Darlehen.

 

Soforthilfe: Am 23. März hat das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie und das Ministerium der Finanzen des Landes NRW in einer Pressemitteilung mitgeteilt, Kleinunternehmen durch direkte Zuschüsse in Höhe von 9000 Euro (bis fünf Mitarbeiter) und 15.000 Euro (bis zehn Mitarbeiter) zu unterstützen. Darüber hinaus plant die Landesregierung das Sofortprogramm des Bundes aufzustocken und zusätzlich Unternehmen mit 10 bis 50 Beschäftigten Zuschüsse in Höhe von 25.000 Euro zu zahlen.

Seit dem 25. März ist klar, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit Unternehmen unterstützt werden. Damit das Geld so schnell wie möglich fließt, können Betroffene elektronische Antragsformulare ab Freitag (27. März) online u.a. auf der Seite www.wirtschaft.nrw/corona finden. Die Anträge werden laut Ministerium auch am Wochenende von den Mitarbeitern der Bezirksregierung bearbeitet.

Am 27. März teilte das Ministerium mit, dass die Freischaltung der Seite, auf der die Vordrucke zu finden sind, im Laufe des Freitags erfolgen wird und nicht wie im Vorfeld angekündigt bereits um 12 Uhr.

Infos zur NRW-Soforthilfe gibt es hier: https://www.wirtschaft.nrw/nrw-soforthilfe-2020

Kleinunternehmen, Angehörige der Freien Berufe, Gründern und Solo-Selbstständigen wird laut Ministerium folgende Unterstützung zur Vermeidung von Engpässen in den folgenden drei Monaten gewährt:

  • 9000 Euro: bis zu fünf Beschäftigte (Bundesmittel)
  • 15.000 Euro: bis zu zehn Beschäftigte (Bundesmittel)
  • 25.000 Euro: bis zu 50 Beschäftigte (Landesmittel)

Folgende Voraussetzungen müssen laut Ministerium erfüllt sein:
Das Unternehmen muss vor der Krise wirtschaftlich gesund gewesen sein. In Folge der Corona-Krise:

  • haben sich entweder die Umsätze gegenüber dem Vorjahresmonat mehr als halbiert,
  • oder die vorhandenen Mittel reichen nicht aus, um die kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen des Unternehmens zu erfüllen (bspw. Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten),
  • oder der Betrieb wurde auf behördliche Anordnung geschlossen.

Ausführliche Informationen dazu sind auch auf der Internetseite der Landesregierung zu finden.

Das Land stellt darüber hinaus den Unternehmen umfangreiche Angebote zur Liquiditätssicherung zur Verfügung. Dazu zählen u.a. Bürgschaften, Steuerstundungen, Entschädigungen für Quarantäne und Beteiligungskapital für Kleinunternehmen.

 

Die kommunalen Spitzenverbände in NRW weisen darauf hin, dass für kommunale Unternehmen wie auch für gemeinnützige und Sozialunternehmen keine Möglichkeit besteht, die derzeit vom Bund aufgelegten oder in Planung befindlichen Hilfsprogramme in Anspruch zu nehmen. Nur gewerbliche Unternehmen sind antragsberechtigt, die mindestens 51 Prozent private Anteilseigner und eine Gewinnerzielungsabsicht haben. Sie befürworten jedoch das NRW-Rettungsschirmgesetz. Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier.

 

Da es nicht einfach ist, über die aktuellen Unterstützungsmöglichkeiten den Überblick zu behalten, haben wir im Folgenden eine Auswahl zusammengestellt, die wir regelmäßig ergänzen:

Die Landesregierung NRW hat eine Auflistung wichtiger Ansprechparter publiziert:

 

Bitte haben Sie Verständnis, dass auf Grund der derzeit sehr dynamischen Lage Informationen ggf. bereits überholt sein könnten.

 

In der Stadt Baesweiler wird darüber hinaus derzeit mit Hochdruck an einer Plattform für Baesweiler Gewerbe-, Handel- und Gastronomiebetreiber gearbeitet, die es ermöglicht, Leistungen an die Verbraucher in Baesweiler und Umgebung zu transportieren. Weitere Infos dazu unter http://baesweiler.exhero.de/.

 

Zum Link der StädteRegion Aachen zu aktuellen Informationen für Unternehmen in der Corona-Krise geht es hier entlang: https://www.staedteregion-aachen.de/de/navigation/aemter/wirtschaftsfoerderung-tourismus-und-europa-s-85/wirtschaftsfoerderung/aktuelle-informationen-fuer-unternehmen-in-der-corona-krise/