Mit der Mitfahrerbank durch Baesweiler

Sieben Mitfahrerbänke gibt es in Baesweiler, um die jeweiligen Ortsteile miteinander zu verbinden. Die Idee, die dem Konzept zugrunde liegt, ist einfach und eigentlich alt bekannt – sich untereinander im Dorf helfen und nicht im Regen stehen lassen.

Die Person, die mitgenommen werden möchte, setzt sich auf eine der Bänke. Zudem kann ein Schild aufgeklappt werden, um das Ziel anzugeben. So weiß der Fahrer des vorbeifahrenden PKWs durch die Beschilderung direkt, wo die Reise hingehen soll. Aufgrund der Anregungen aus der Bevölkerung werden noch weiße Schilder eingefügt. Diese zeigen an, dass man die Bank gerade nur zum Ausruhen nutzen möchte.

Die Bänke befinden sich möglichst entlang von häufig frequentierten Ausgangsstraßen, die fußläufig gut zu erreichen sind. So steht die Bank in Oidtweiler am Sportplatz, in Beggendorf an der Goethestraße/Höhe Ringofen, in Floverich an der Ecke Willibrordstraße/Fließstraße, in Loverich an der Kirche entlang der Josefstraße und in Puffendorf an der Aldenhovenerstraße/Höhe Jan-van-Werth-Straße.

In Setterich sowie in Baesweiler selbst wurden die Bänke möglichst zentral in der Nähe von Einkaufsmöglichkeiten platziert, um so die neuen Standorte wie den Feuerwehrturm und den neuen Markt in Setterich zusätzlich anzubinden. Weiterhin ist an diesen Stellen, Hauptstraße in Setterich und Petersstraße am Volkspark in Baesweiler, davon auszugehen, dass viele Fahrzeuge mit unterschiedlichen Zielrichtungen vorbeifahren, um die Bürgerinnen und Bürger wieder zurück in ihre jeweiligen Ortsteile mitzunehmen.

Das Konzept beruht auf der Idee der Nachbarschaftshilfe und der Freiwilligkeit. Gerade in den kleineren und etwas abseits gelegenen Ortsteilen kennt man sich meist untereinander und hilft sich gern. Die Mitfahrerbank soll das nachbarschaftliche Engagement weiter unterstützen. Beispielsweise wird die ältere Dame von nebenan gerne mitgenommen. Doch dazu muss diese sich melden. Hier sollen die Bänke eine vermittelnde Funktion übernehmen und die Nachbarn näher zusammenbringen – ein Gewinn für beide Seiten.

Durch die gemeinsame Fahrt wird außerdem ein Beitrag für den Klimaschutz geleistet. Bei jedem gefahrenen Kilometer werden Emissionen frei. Fährt man gemeinsam und lässt einen Wagen stehen, können so giftige Gase sowie Lärm gemindert werden.

Die Mitfahrgelegenheiten werden sicherlich kein Massentransportmittel und sollen schon gar nicht den Busverkehr ersetzen: Sie bieten jedoch eine zusätzliche Möglichkeit und fördern die Mobilität sowie das (soziale) Klima in den jeweiligen Ortsteilen. Die Mitfahrbänke bieten ein alternatives Konzept, dass vor allem für die älteren Bürger eine zusätzliche Möglichkeit der Fortbewegung darstellt und gerade die Außenorte, die nicht so gut an den ÖPNV angebunden sind, und die größeren Ortsteile und die Zentren verbindet. Sie sind als Ergänzung zu verstehen und ein kostenloses Angebot, welches von Bürgern für Bürger initiiert wird und von der Beteiligung aller lebt.