Baesweiler steht bei Kriminalitätsstatistik positiv da

10 Apr 2019

Weniger Straßenkriminalität (2018: 376, 2017: 423 Fälle), eine geringere Fallzahl von Sachbeschädigung (2018: 162, 2017: 183) und weniger Betrugsfälle (2018: 84, 2017: 110): Die Kriminalstatistik, die von der Kreispolizeibehörde Aachen für das Jahr 2018 bekanntgegeben wurde, zeigt für die Stadt Baesweiler erfreuliche Zahlen.

Die Kriminalitätshäufigkeitszahl, also die Zahl der Delikte je 100.000 Einwohner, liegt für das vergangene Jahr in Baesweiler bei 4404 und somit etwas über dem Wert in 2017 (4310). Mit 1189 Straftaten wurden in Baesweiler 24 mehr als im Vorjahr verzeichnet, jedoch ist die Häufigkeit der Delikte im Vergleich zu den Nachbarkommunen weiterhin gering. In Übach-Palenberg wurden 1778 Straftaten begangen, in Geilenkirchen 1994, und in Alsdorf waren es 3535. Die Stadt Baesweiler zählt weniger Straftaten als Eschweiler (4372), Herzogenrath (2938) und Würselen (2056), und liegt in der Statistik nahe der Eifelgemeinden Monschau, Roetgen und Simmerath mit 1138 Straftaten. 

„Die Zahl der Straftaten, die in Baesweiler begangen werden, ist im Vergleich zu anderen Städten der Region gering, dennoch ist jede Straftat in unserer Stadt eine zu viel“, betont Bürgermeister Dr. Willi Linkens. Pierre Froesch, Leiter des Ordnungsamtes: „Wir müssen gemeinsam daran arbeiten, diese guten Zahlen künftig noch zu verbessern. Die Prävention von Gewalt und Kriminalität wird bei uns in Baesweiler auch als Aufgabenstellung der Stadt verstanden und wahrgenommen, denn egal, ob es um Kriminalität oder um bloße Verwahrlosung im Straßenbild geht, Sicherheit und Ordnung in einer Stadt bestimmen wesentlich die Lebens- und Wohnqualität der Bürgerinnen und Bürger.“

Er ergänzt: „Wir wissen, dass beispielsweise Ruhestörungen, unaufgeräumte Straßen sowie Schmutz und Unrat großen Einfluss auf das subjektive Sicherheitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger haben – ebenso wie eine Verödung der Innenstadt.“

Daher hat man sich in Baesweiler bereits früh dagegen entschieden, Super- und Baumärkte im Gewerbegebiet zu errichten und so den Publikumsverkehr an den Stadtrand zu verlagern. Ein Vollsortimenter und ein Discounter am Feuerwehrturm stärken den Effekt, die Kaufkraft im Bereich der Innenstadt hochzuhalten. Gleiches ist bereits vor Jahren in Setterich geschehen.

Mit dem Ziel, ein sauberes und freundliches Lebensumfeld für die Bürgerinnen und Bürger zu schaffen, wird im selben Augenblick der Entstehung krimineller Faktoren entgegengewirkt. Die Polizeiwache vor Ort stärkt darüber hinaus das Sicherheitsempfinden. Daneben setzt die Stadt einen kommunalen Ordnungsdienst, einen privaten Sicherheitsdienst, ein, der die Präsenz auf den Baesweiler Straßen verstärkt und eine große Flexibilität hinsichtlich der Einsatzzeiten bietet. Dennoch: „Wir werden auch weiterhin der zuständigen Behörde des Polizeipräsidenten gegenüber eine stärkere Präsenz der Polizei fordern, insbesondere in den Abend- und Nachtstunden“, unterstreicht Bürgermeister Dr. Willi Linkens.

Neben der Aufstockung der Sicherheitskräfte gibt es auch eine weitere positive Meldung zu verzeichnen. Nachdem es 2018 in Baesweiler 47 Wohnungseinbrüche gab, 25 mehr als im Vorjahr, gelang es den ermittelnden Polizeibeamten dank ihrer herausragenden Arbeit vier Tatverdächtige festzunehmen, denen laut des leitenden Kriminaldirektors Stephan Wey ein großer Teil der Einbrüche zuzuordnen ist.

Angestiegen ist im gesamten Zuständigkeitsgebiet der Kreispolizeibehörde Aachen die Anzahl der Fahrraddiebstähle, vor allem die der Elektro-Fahrräder – und auch, wenn die Fallzahl mit 50 (2017: 39) in Baesweiler im Vergleich zu Städten wie Alsdorf und Eschweiler (2018: je 141 Fahrraddiebstähle) gering ist, sollten Fahrradhalter darauf achten, verstärkt Sicherungsmaßnahmen zu ergreifen, ihr Rad beispielsweise nicht unbeaufsichtigt und ohne die Nutzung eines Schlosses öffentlich zugänglich abgestellt lassen.

Ein Dank gilt an dieser Stelle allen, die dafür sorgen, dass Baesweiler auch bei der Kriminalstatistik 2018 eine verhältnismäßig geringe Zahl an Straftaten zählt: wie der Polizei, dem Ordnungs- und Sicherheitsdienst und nicht zuletzt den aufmerksamen Bürgerinnen und Bürgern. Nur gemeinsam kann man erreichen, die Stadt Baesweiler in den kommenden Jahren noch sicherer zu machen.

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