Bauarbeiten für die Erweiterung des Gewerbeparks laufen

03 Apr 2019

Seit Aschermittwoch laufen die Bauarbeiten für die Erweiterung des Baesweiler Gewerbeparks an der Landesstraße 225 am Ludwig-Erhard-Ring. Um rund 92.460 Quadratmeter wird der Park erweitert.

Der gemeinsame Geh- und Radweg entlang des Ludwig-Erhard-Rings, zwischen den Einmündungen Max-Planck-Straße und Siegenkamp, ist wegen der Baumaßnahme noch bis voraussichtlich Ende Juni voll gesperrt. Eine Umleitung für den Radverkehr ist über die Geilenkirchener Straße - Heinrich-Imbusch-Straße - Erich-Kästner-Straße - Siegenkamp und in Gegenrichtung ausgewiesen.

Die Sperrung ist nötig wegen des Kanal- und Straßenbaus: Rund 6000 Kubikmeter Erde werden für die Installation von Kanälen und Pumpen ausgehoben. Im Zuge der Baumaßnahme wird auch die Landesstraße 225 teilweise saniert und erweitert sowie eine Bushaltestelle errichtet. Während der Arbeiten wird eine kurzzeitige Sperrung der L 225 erforderlich sein, die Stadtverwaltung informiert die Baesweiler Bürger natürlich zeitig darüber, wann genau diese stattfindet.

Für neue Gehwege und Fahrbahnen sind in der Erweiterung des Parks 7.900 Quadratmeter geplant, die Fläche für den ökologischen Ausgleich beträgt 8.676 Quadratmeter. Entstehen werden in dem neuen Bereich Arbeitsstätten für Betriebe, von denen laut Paragraf 8 der Baunutzungsverordnung keine erhebliche Belästigung für die Umwelt ausgeht. Dies sind beispielsweise Hallen, Lagerhäuser, Verwaltungs- und Bürogebäude. Für diese gewerbliche Nutzung steht in der Erweiterung eine Fläche von 68.314 Quadratmetern zur Verfügung.

Derzeit ist das Gewerbe- und Technologiegebiet 82 Hektar groß. Rund 200 Unternehmen aus Industrie, Handwerk und dem Dienstleistungssektor sind darin angesiedelt, die insgesamt rund 4300 Menschen beschäftigen.

Da die angrenzenden Straßen des bereits bestehenden Gewerbegebietes nach renommierten Wissenschaftlern benannt wurden, wird auch die neue Straße im erweiterten Gebiet den Namen eines bedeutenden deutschen Physikers des 20. Jahrhunderts tragen: Werner Heisenberg.

Der Nobelpreisträger wurde 1901 in Würzburg geboren. Er studierte in München unter dem Mathematiker und Physiker Arnold Sommerfeld und promovierte 1923 über die Stabilität und Turbulenz von Flüssigkeitsströmen. Mit nur 25 Jahren wurde Heisenberg als Professor an die Universität Leipzig berufen, die er mit dem Physiker Friedrich Hund zu einem Zentrum der theoretischen Physik machte, insbesondere für Kernphysik. 1932 erhielt er den Nobelpreis für seine Forschungen in der Quantenmechanik.

Er hatte unter anderem führende Positionen am Kaiser-Wilhelm-Institut in Berlin-Dahlem und am Max-Planck-Institut in Göttingen und München inne, lehrte als Professor an der Berliner Universität, war Präsident der Alexander-von-Humboldt-Stiftung und als Regierungsberater für Wissenschaftspolitik tätig. In der Nachkriegszeit setzte er sich für die verstärkte Kernforschung und den Bau von Reaktoren ein, lehnte jedoch eine militärische Nutzung der Kernenergie ab. Gemeinsam mit 17 weiteren Physikern wandte er sich im April 1957 mit dem sogenannten Göttinger Manifest gegen die geplante atomare Bewaffnung. Heisenberg verstarb am 1. Februar 1976 in München.

 

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