„Die deutsch-französische Freundschaft ist eine Botschaft der Hoffnung“

22 Nov 2018

Erinnerung an das Ende des 1. Weltkrieges vor 100 Jahren

Zur Erinnerung an das Ende des 1. Weltkrieges vor 100 Jahren versammelten sich am Dienstag, 20. November 2018, um 18.00 Uhr, viele Bürgerinnen und Bürger am Place de Montesson.

„Grausame, menschenverachtende Materialschlachten herrschten in Europa. Am Ende kostete dieser Wahnsinn des 1. Weltkriegs – Schätzungen zufolge – insgesamt 16 Millionen Menschen das Leben“, sagte Bürgermeister Dr. Linkens in seiner Ansprache. In der heutigen Stadt Baesweiler seien insgesamt 134 Männer „gefallen“, 18 Soldaten allein in den ersten beiden Kriegsmonaten, fuhr er fort.

Obwohl in unserer Region keine Schlachten des 1. Weltkrieges stattgefunden haben, hat es nicht weit von uns die brutalsten Auseinandersetzungen an der Westfront gegeben, die auf belgischem, französischem und deutschen Gebiet im damaligen Lothringen und Ober-Elsass verlief. Gerade dieser Krieg an der Westfront steht für unermessliches Leid der Soldaten beider Seiten.

Eine der bedeutenden Ursachen beider Weltkriege sei in der Feindschaft zwischen Frankreich und Deutschland zu sehen, umso glücklicher könne man heute sein, dass ein Friede entstanden ist, der damals in so unendlich weiter Ferne schien. In der heutigen unbeständigen und tief zerrissenen Welt sei die deutsch-französische Freundschaft eine Botschaft der Hoffnung, stellte der Bürgermeister fest.

Von daher müsse man alles daran setzen, dass diese Freundschaft zwischen Frankreich und Deutschland nicht nur auf politischer Ebene, sondern von allen Bürgerinnen und Bürgern mit Leben erfüllt werde. Beispielhaft dafür sei die Städtepartnerschaft zwischen Montesson und Baesweiler zu nennen. Er sei froh, am 11. November an der Gedenkfeier in Montesson teilgenommen zu haben. Das würdevolle Gedenken an die Toten des 1. Weltkrieges und die Tatsache, dass die anwesenden Deutschen als Freunde angenommen und einbezogen waren, habe ihn sehr beeindruckt. Aus Hass und Feindschaft sei tiefe Freundschaft und Verständnis erwachsen. Es sei nun wichtig, genau diese fundierte Grundlage für ein friedliches Miteinander für die Zukunft zu erhalten, sagte Dr. Linkens und machte deutlich, dass es daher wichtig sei, diese Gedenkfeier gerade am Place de Montesson durchzuführen, weil in Montesson und in Frankreich, ebenso wie in Belgien, die verheerendsten Schlachten mit größtem Leid stattgefunden habe.

Zum Abschluss der Gedenkveranstaltung sprachen Pfarrer Jochen Gürtler und Gemeindereferent Bernd Mionskowski ein Friedensgebet und Segensworte.

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