Kult(ur nach 8)-Reihe mit neuem Programm

08 Nov 2018

Kultur nach 8 präsentiert sich auch 2019 mit einer tollen Mischung aus Neuem und Bewährten. Die großen Konstanten bleiben in Runde 14 erhalten: 1. Donnerstag im Monat, Beginn: 20.08 Uhr, gleichbleibende Eintrittspreise - Abonnement 99,00 Euro, Tageskarte 10.00 Euro. Nur im Januar findet Kultur nach 8 ausnahmsweise am 2. Donnerstag statt. 

Der Vorverkauf startet am Samstag, 17.11.2018, 10.00 bis 11.00 Uhr, im Kulturzentrum Burg Baesweiler. Das Bistrorant Löwenherz ist bereits ab 8.30 Uhr geöffnet. Restkarten sind ab Montag, 19.11.2018, an der Infothek im Rathaus Baesweiler erhältlich. 

Mit dem Programm „Leben zwischen Fisch und Kopf“ eröffnet am 10.01.2019 (2. Donnerstag) mit Jan Peter Petersen ein neues Gesicht die Kultur nach 8-Reihe. Der Unterschied zwischen Hamburgern und Hanseaten? Hamburger stellen etwas her, Hanseaten etwas dar. Als Veteran seiner eigenen Biografie dreht er als noch intakter Vertreter der Babyboomer-Generation alles durch den Reißwolf, was sich bisher einer generationsgerechten kabarettistischen Bilanz entzogen hat. Eine satirisch vorausschauende gesellschaftspolitische Rückschau über richtige Irrtümer, idiologische Spielplätze, Hamburg, Weltretter, Tagespolitik und Probleme und Krisen von Morgen, die gestern schon da waren. Er sludert über romantische Sturmfluten, Hochwasserhosen, alte Gräten im Kopf, Blick über seinen Beckenrand, flirtet mit dem Abgrund, hat stinkreiche Ideen. Seine Geburt: die erste Zwangsräumung. Das Ende: offen. Ein Kuddelmuddel-Schmuddel-Buddel-Programm über das Ahoi in der Brause, Kinder, Kegeln und Dogmatismus. Aktualität ist Prinzip. Dabei gerät seine kabarettistische Betrachtung zu einer präzisen Bestandsaufnahme deutscher Befindlichkeit. Und ist dabei saukomisch. Pointen im Sekundentakt sind Satz. Ob persönliche Krisen, ungebremste Eitelkeiten oder verlorene Ideale: Er ist scharf und sinnig wie Chili auf des Messers Schneide und so unverschämt ehrlich, dass sich die Balken biegen. 

Legendär wird es am 07.02.2019, wenn Frank Küster mit seinem Baesweiler Burgorchester die Bühne stürmt. Hier bleibt konzeptionell alles beim Altbewährten. Frank Küster wird neben seinem, eben legendären, Baesweiler Burgorchester auch im nächsten Jahr wieder einen Gaststar und einen Open-Spot im Gepäck haben. Vielleicht war es ja eine Initialzündung, dass im Jahre 2018 endlich der erste Lokalmatador als Open-Spot auf der Bühne sein Können unter Beweis stellte. Traditionell kommt Frank Küster ein zweites Mal im Verlauf des Jahres. Am 04.07. wird er dann erneut auf der Baesweiler Burgbühne stehen. 

Divenhaft wird es am 07.03.2019 in Baesweiler, wenn die „Diva la Kruttke“ mit ihrem Programm „It´s Showtime“ auf der Bühne Glamour versprühen wird. Die Diva la Kruttke verbindet schräg-komische Comedy mit hochwertigem Gesang, erzählt aus dem Leben einer Diva, die es noch nicht ganz geschafft hat, aus ihrem Wohnzimmer in die Glitzerwelt der Stars aufzusteigen. Sie singt Lieder, auf die die Welt gewartet hat und reißt das Publikum mit, so dass es ihr zum Schluss ohne Rückhalt auf die gemeinsame Welttournee folgt. 

Pünktlich zum Frühling wird am 04.04.2019 Jürgen Beckers mit seinem Programm „Frühling, Flanzen, Feiertare“ in mundartlicher Manier die Besucherinnen und Besucher auf die warme Jahreszeit vorbereiten. Natürlich darf zwischen den Frühlingsgefühlen, Gartenarbeit und Sommerbeginn eine gute Portion Humor nicht fehlen. Wenn es endlich wieder Frühling wird, dann ist der Hausmann als Gartenmann in seinem Element. Zwischen Blumen, Bäumen, Hecken, kann sich schließlich kein Witz vor ihm verstecken. Die Vögel zwitschern, die Blümchen sprießen – und Jürgen B. Hausmann übt sich in Frühlingspoesie. Und er stimmt mit seinem langjährigen musikalischen Partner Harald Claßen fröhliche Lieder an und begrüßt mit einem wunderbar geschmetterten „Alle Vögel sind schon da, Amsel, Drossel, Fink und Star“. 

Ein bekanntes Gesicht wird am 02.05.2019 die Baesweiler Bühne im wahrsten Sinne des Wortes erstürmen. Christoph Brüske kommt mit seinem Programm „In bekloppten Zeiten“ nach Baesweiler. Ein durchgeknallter Baulöwe stellt das Weiße Haus auf den Kopf. Millionen Flüchtende stehen im Kräutergarten von Horst Seehofer. Volkswagen verliert seinen guten Ruf und trinkt die letzte Flasche Winterkorn. Und zu allem Überfluss turnt in der Wohnung von Christoph Brüske noch ein pubertierendes Kind herum. Keine Frage: Wir leben in bekloppten Zeiten. Der ARD-Brennpunkt wird ein eigener Fernsehkanal. Wohin steuern die demokratisch gewählten Despoten gerade ihre Tweets? Und was machen wir? Stumpfen ab und schauen SPD und CSU fröhlich beim Untergang zu. Wer den Humor des agilen Kleinkünstlers verstehen will, sollte drei Dinge über ihn wissen: Der Mann ist Fan des 1. FC Köln, VW-Diesel-Fahrer und SPD-Mitglied. Dieses Bermuda-Dreieck der Leidensfähigkeit hat Brüske zu seinem neuen Soloprogramm inspiriert. Darin mischt der in Niederkassel bei Bonn lebende Künstler Polit-, Kabarett- und Musikeinlagen aufs unterhaltsamste. 

Bereits zum dritten Mal wird am 06.06.2019 Manes Meckenstock unter dem Titel „Ein Abend mit Manes Meckenstock“ zu Gast in der Burg Baesweiler sein. Unsere Sprache hat ihre Deutlichkeit verloren. Das Arbeitsamt firmiert mittlerweile als Jobcenter, das Altenheim verkauft sich als Seniorenresidenz und ein Puff ist heute eine Wellness-Oase. Die Freundin ist nicht unpünktlich sondern gefordert im Zeitmanagement – der Kollege ist nicht hässlich sondern kosmetisch bedürftig. Warum nicht das Kind beim Namen nennen? Mit rheinischer Respektlosigkeit seziert Manes Meckenstock in seinem Programm die tagtäglichen Veränderungen. Ein wortwitziger Abend. 

Was ein „Glücklicher Türke aus Bodenhaltung“ ist, wird am 01.08.2019 Serhat Dogan erläutern. Serhat Dogan hat sein Glück gefunden – und zwar da, wo es am unwahrscheinlichsten ist: Als Fahrschüler im Dauerstau rund um Köln; als Animateur unter fitnessbegeisterten deutschen Rentnern in Antalya und als unfreiwilliger Sex-Tourist in Amsterdam. Dabei hat er wieder einmal festgestellt: Deutschland ist vielleicht nicht das schönste Land der Welt – aber auf jeden Fall das lustigste. Obwohl Serhat Dogan inzwischen seit vielen Jahren in Deutschland lebt, bleibt vieles dem gebürtigen Türken immer noch ein Rätsel. Zum Beispiel: Warum gibt es eigentlich Fahrschulen? Wo doch in der Türkei jeder Mann von Geburt an weiß, worauf es beim Autofahren ankommt: Den Fuß niemals vom Gaspedal nehmen und sich nicht von Nebensächlichkeiten aufhalten lassen – zum Beispiel rote Ampeln, Zebrastreifen oder Fußgänger. Noch rätselhafter: Wenn Menschen es schaffen, ihren Urlaub auf die Minute perfekt durchzuplanen, warum fahren sie dann zu Hause mit der Deutschen Bahn? Und schließlich das größte aller Geheimnisse: Warum versuchen deutsche Männer hartnäckig, tanzen zu lernen – obwohl das nie im Leben klappen kann. In einem wahren Gag-Feuerwerk berichtet Serhat über seine Probleme, in Deutschland seinen türkischen Mann zu stehen und darüber, was er in den letzten Jahren über das Leben in seiner neuen Heimat gelernt hat. 

Am 05.09.2019 besucht der lustigste Jugendexperte Deutschlands, Matthias Jung, mit seinem Programm „Chill mal – Am Ende der Geduld ist noch viel Pubertät übrig“ die Veranstaltungsreihe „Kultur nach 8“. Wer hat Teenager in der Pubertät? Wer war selbst mal Teenager in der Pubertät? Der kennt hitzige Diskussionen über Schule, Zimmer aufräumen, Helfen im Haushalt, der weiß, WhatsApp ist überlebenswichtig – und Hygiene überschätzt. Jedenfalls aus Sicht der Teenager. Man muss lernen loszulassen! Am liebsten wohl die Kreditkarte. Es hormoniert prächtig, aber chillt mal Eltern, Matthias Jung kommt erneut zur Hilfe! Er gibt interessante wissenschaftliche Einblicke in die Verhaltensweisen und Gehirne der Teenies und hat hilfreiche sowie humorvolle Tipps und Tricks im Gepäck. Das ist echte Spaßpädagogik für die ganze Familie. Eine einzigartige Mischung aus Sachverstand und Humor, faktenreich und äußert unterhaltsam. Nah an den Eltern! Nah am Alltag! Nah an der Pubertät! 

Zum zweiten Mal zu Gast in Baesweiler wird am 03.10.2019 Martin Zingsheim sein. In seinem Programm „aber bitte mit ohne“ stellt er fest, dass heutzutage Verzicht der wahre Luxus ist. Echte Teilzeit-Asketen verzichten eigentlich auf alles: Fleisch, Laktose, Religion und vor allem eine eigene Meinung. Einfach loslassen. Auch Martin Zingsheim hat sich frei gemacht. Ein Mann. Ein Mikro. Keine Pyrotechnik. Denn alles was du hast, hat irgendwann dich. Und Relevanz braucht keine Requisiten. Wenn Überflussgesellschaften Verzicht üben, ist das Leben voller Widersprüche. Zweitägige Fernreisen treten viele nur noch in fair gehandelten Öko-Klamotten an und transportieren Wasser in Plastikflaschen dafür mit dem Elektrofahrrad. Martin findet in „aber bitte mit ohne“ gleich eine ganze Menge Wahnsinn, auf den man sofort verzichten könnte: Kundenrezensionen, Terrorismus-Experten, Tierfreunde, Hobbypsychologen, Online-Petitionen und glutenfreie Sprühsahne. Nur auf eines sollten Sie niemals verzichten: nämlich ins Theater zu gehen! 

Ein weiteres Mal wird Jürgen Beckers am 07.11.2019 auftreten. Diesmal wird er sein neues Programm „Jung, wat biste jross jeworden“ präsentieren. Der Titel sagt schon einiges voraus. Der regionale Sprachgebrauch ist auch dieses Mal wieder von zentraler Bedeutung. Er erinnert daran, wie Tanten und Onkel nach langer Zeit der visuellen Abstinenz einem in die Wange zwicken und voller Erstaunen feststellen, dass die Uhr sich weiter gedreht hat. Jürgen Beckers wird wie immer von seinem Musikus Harald Claßen begleitet. 

Am 05.12.2019 wird „Der Sitzungspräsident“ Volker Weininger mit seinem Programm „Solo!“ zu Gast sein. Die Spannung steigt: Nur noch wenige Stunden bis zur feierlichen Proklamation des Prinzenpaares der KG Raderdolle Sprittköpp von 1493 e. V. – ohne Zweifel DAS gesellschaftliche Highlight des Jahres im Dorf. Und zum ersten Mal hat der kleine Verein weder Kosten noch Mühen gescheut, dafür eine ganz große Nummer aus dem Kölner Karneval zu verpflichten. Da darf man natürlich nichts dem Zufall überlassen und deshalb überwacht der Sitzungspräsident höchstpersönlich die letzten Vorbereitungen. Bei ein paar Stützbier sitzt er im Vereinslokal und passt auf, dass alles klappt – Karneval darf man schließlich nicht den Amateuren überlassen! Weil der Sitzungspräsident sich selbst noch immer am liebsten reden hört, kommt er dabei schnell vom Hölzchen aufs Stöckchen. Klar, dass da kein Thema vor ihm sicher ist – eben ganz nach seinem Motto: Von nix ne Ahnung aber zu allem ne Meinung!

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