Leerstandsmanagement

15 Jun 2018

Wie bereits berichtet, hat die Stadt Baesweiler beim Geographischen Institut der RWTH Aachen die Erstellung eines Konzeptes zum Leerstandsmanagement in Auftrag gegeben. Die im Rahmen des Förderprogramms „Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept“ geförderte Maßnahme, welche zur langfristigen Stärkung und Attraktivierung des Baesweiler Einzelhandels beitragen soll, ist nun abgeschlossen. Die Ergebnisse wurden von Frau Prof. Cordula Neiberger und ihrem Mitarbeiter Marc Steinke am 29. Mai 2018 im Quartiersbüro „KREATIV“ vorgestellt.

Im Rahmen einer im März 2018 durchgeführten Erhebung konnten von den Experten insgesamt 17 Leerstände im Baesweiler Stadtgebiet ermittelt werden. Dies bedeutet, dass von insgesamt 120 existierenden Ladenlokalen etwa 14,2 Prozent leer stehen. Diese Zahl lässt Schlimmeres vermuten als es die Realität widerspiegelt. So handelt es sich bei den Leerständen vor allem um Ladenlokale mit kleinen Verkaufsflächen, welche überwiegend in den Randlagen Baesweilers zu finden sind. Darüber hinaus konnten seit der Erhebung bereits vier Geschäfte wieder vermietet werden, sodass aktuell nur noch 13 Ladenlokale leer stehen, von denen vier nicht vermietet werden können, da dies die Umstände nicht zulassen.

Neben der Bestandsanalyse wurden im Zuge des Leerstandsmanagements auch konkrete Strategien, Maßnahmen und Handlungsempfehlungen formuliert, welche der Orientierung dienen können. Besonders erkenntnisreich und problematisch zugleich zeigt sich die Untersuchung der Standortanforderungen des filialisierten Einzelhandels. So erfüllt die Stadt Baesweiler aufgrund ihrer Größe, viele durch Filialisten definierte Kriterien nicht. Nicht zuletzt bedeutet dies, dass alternative Handlungsfelder erschlossen werden müssen, um langfristig als attraktiver Einzelhandelsstandort auftreten zu können. Im Leerstandsmanagement wird die initiierende Rolle der Händler betont. So wird insbesondere das geschlossene Auftreten des Einzelhandels als verbesserungswürdig eingestuft, welches zukünftig, nach Vorstellung von Frau Prof. Neiberger, durch Maßnahmen, wie der einheitlichen Gestaltung der Öffnungszeiten oder gemeinsame Werbeaktionen präsent werden sollte.

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