Mahnende Erinnerung an die Opfer der Reichspogromnacht

13 Nov 2018

Zum Gedenken an die Reichspogromnacht vor 80 Jahren fand am Freitag, 9. November 2018, um 10.00 Uhr vor dem jüdischen Friedhof in Setterich, Im Bongert, eine gemeinsame Gedenkveranstaltung des NachbarschaftsTreffs Setterich, der Gruppe für Ausländerfreundlichkeit, der KAB Gruppen St. Marien Baesweiler, des KAB Bildungswerkes der Diözese Aachen, der Geschichtsvereine Setterich und Baesweiler und der Stadt Baesweiler statt. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sowie Schülerinnen und Schüler der Realschule waren der Einladung gefolgt. Jorge Trigoso vom NachbarschaftsTreff, Bürgermeister Dr. Willi Linkens und Catharina Scholtens vom Geschichtsverein Baesweiler fanden berührende und mahnende Worte.

„Ich wünschte, dass wenigstens unsere Stadt damals eine Ausnahme gebildet hätte, doch auch in Baesweiler sind die gleichen unfassbaren und entsetzlichen Dinge wie überall in Deutschland geschehen“, stellte Dr. Linkens fest. Und leider gebe es heute nach wie vor Unbelehrbare, die höchst brutal gegen Menschen anderen Glaubens oder anderer Hautfarbe vorgehen und vor Körperverletzung und sogar Morden nicht zurückschrecken würden, fuhr er fort. „Wir sind als Bürger der Stadt Baesweiler nicht außen vor im Weltgeschehen, sondern wir befinden uns mittendrin und sind gehalten, mitzuwirken, den Frieden zu fördern, damit wir auch in den nächsten Jahrzehnten in Frieden und Freiheit leben und den nächsten Generationen beste Voraussetzungen bieten können“, appellierte der Bürgermeister an die Anwesenden. „Nur wenn wir uns diesen Auftrag immer wieder ins Bewusstsein rufen, werden Gedenkveranstaltungen wie heute nicht zu Ritualen, sondern zu sinnvollen und nachhaltigen Zeichen einer lebendigen Demokratie“, mahnte er.

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