Stärkung der Schulangebote in Baesweiler

10 Sep 2018

Die Stadt Baesweiler hat die Einführung des § 132c SchulG NRW ausdrücklich begrüßt und gemeinsam mit Schulleitung und Kollegium der Realschule ab dem Schuljahr 2017/2018 umgesetzt. Dabei war allen Beteiligten klar, dass es sich hierbei nur um einen Einstieg handeln konnte, den es kontinuierlich zu verbessern galt. Insoweit haben Verwaltung und Schule alle Möglichkeiten genutzt, immer wieder auf Nachbesserungen zu drängen. Im Ergebnis haben die Fraktionen von CDU und FDP im Landtag NRW einen Antrag auf Änderung des § 132c Schulgesetz NRW (SchulG NRW) gestellt. Die Begründung des Antrages liegt insbesondere darin „Eltern, Lehrkräften und Schulträgern Planungssicherheit zu geben“. Darüber hinaus sollen Möglichkeiten der äußeren Differenzierung ausgebaut und somit bereits ab Klasse 5 ermöglicht werden. 

Was bedeutet dies für die Realschule Baesweiler, die bereits einen Bildungsgang nach § 132 SchulG NRW eingerichtet hat? 

Nunmehr besteht die Möglichkeit, den Bildungsgang nach § 132c SchulG NRW bereits ab der Klasse 5, und nicht wie bisher erst ab der 7. Klasse, einzurichten. So kann schon von Beginn an zwischen Haupt- und Realschulbildungsgang differenziert werden, so dass die Schülerinnen und Schüler speziell nach ihrem Leistungsvermögen unterrichtet und benotet werden. Dies war bisher erst ab Klasse 7 möglich. Die Durchlässigkeit für einen Wechsel vom Bildungsgang Hauptschule in den Bildungsgang Realschule und umgekehrt ist gewährleistet. Weiterhin kann nunmehr zu 100% eine äußere Differenzierung angeboten werden. Vormals war dies lediglich zu einem Drittel der Stundentafel möglich. Somit wird neben der Nutzung aller Möglichkeiten zur besseren Ausgestaltung der Lehrerversorgung an der Realschule auch eine dauerhafte Sicherung des Hauptschulbildungsganges an der Realschule sichergestellt. So wird ein leistungsfähiges Schulangebot vor Ort aufrechterhalten, das auch weiterhin alle Schulabschlüsse in Baesweiler ermöglicht. 

Mit dem Antrag tragen die Fraktionen von CDU und FDP im Landtag NRW den Bemühungen und Vorschlägen der Verwaltung und insbesondere auch des Lehrerrates und des Kollegiums der Realschule Rechnung. Die bisherigen Differenzierungsmöglichkeiten stellten bis dato keine optimale Lösung dar. Diese herbeizuführen, war laut Bürgermeister Dr. Linkens aber dringend erforderlich: „Die Bezirksregierung lehnt aus Gründen der Rücksichtnahme gegenüber der Gesamtschule in Übach-Palenberg die Einrichtung einer eigenständigen Gesamtschule für Baesweiler ab. Eine Zusammenarbeit mit der Gesamtschule Übach-Palenberg in Form der Einrichtung einer Dependance in Baesweiler ist am politschen Willen in Übach-Palenberg gescheitert.“ 

Besonders berücksichtigt wurden die Meinungen der Eltern bei der weiteren Gestaltung der Schullandschaft in Baesweiler. Bürgermeister Dr. Linkens dazu: „Gespräche mit den Eltern der Grundschulkinder haben gezeigt, dass eine Sekundarschule für Baesweiler nicht in Betracht kommt. Vielmehr ist durch das hervorragende Engagement des Lehrerkollegiums der Realschule gewährleistet, dass alle Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, den von Ihnen angestrebten Schulabschluss zu erreichen.“ Herauszuheben seien in diesem Zusammenhang die gestiegenen Schülerzahlen an der Realschule um ca. zehn Prozent in den letzten 5 Jahren, fuhr der Bürgermeister fort. 

Mit den nun möglichen Änderungen können jetzt alle Schülerinnen und Schüler optimal gefördert werden. Durch die dauerhafte Sicherung des Bildungsganges nach § 132c SchulG NRW ist mit dem Gymnasium, der Realschule und dem Hauptschulbildungsgang ein leistungsfähiges Schulangebot in Baesweiler gewährleistet.

 

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