Konzept zur Klimaanpassung: Ergebnisse aus öffentlicher Infoveranstaltung sowie Fachworkshop fließen mit ein

Die Stadt Baesweiler lässt seit Ende letzten Jahres von der EnergyEffizienz GmbH und dem Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) ein Klimaanpassungskonzept erstellen. Das Konzept wird für Baesweiler u. a. einen Überblick über die lokal gemessenen und projizierten Klimaentwicklungen enthalten, Betroffenheiten an konkreten Orten auflisten und schließlich auch Maßnahmenvorschläge, die zur Anpassung an die Klimawandelfolgen geeignet sind, bündeln.

Um auch die Bürgerinnen und Bürger aus Baesweiler zu beteiligen, wurden vor Kurzem eine öffentliche Infoveranstaltung sowie ein Fachworkshop durchgeführt.

Infoveranstaltung

Trotz – oder gerade wegen – der Hitzewelle Ende Juni war die Scheune der Burg in Baesweiler bei der öffentlichen Infoveranstaltung sehr gut besucht.

In der Präsentation zur Klimawandelfolgenanpassung wurden gegenwärtige Probleme durch Klimawandel, Biodiversitätsverlust, sich verändernde Wasserkreisläufe, Einträge von Schadstoffen in die Umwelt und invasive Arten erläutert - Veränderungen, die nur gemeinschaftlich und durch Mitwirkung aller bewältigt werden können. Im Hinblick auf die Klimawandelfolgen Hitze und andere Extremwetterlagen, wie Starkregenereignisse, wurden bereits verschiedene Ansätze vorgestellt, die in Baesweiler umgesetzt werden könnten: Verschattungen, Retentionsbecken, Baumrigolen, Begrünungen auf Dächern und an Fassaden, angepasste Bepflanzung und die Schaffung von Habitaten, auch für Tiere. Im Fokus stehen hierbei „naturbasierte Lösungen“ (z.B. Baum vor Sonnenschirm).

„Wir stehen hier vor einer Gemeinschaftsaufgabe“, betonte die Technische Dezernentin Iris Tomczak-Pestel. „Es ist toll, dass das Thema auf so viel Interesse stößt, denn es braucht jede Bürgerin und jeden Bürger, um hier auch im Privaten mitzumachen und sich – gemeinsam mit den Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeitern der Stadtplanung und des Klimaschutzmanagements – um ein klimaresilienteres Umfeld zu kümmern.“

Sie verwies auch darauf, dass der Baumanpflanzung im bebauten Bestand technisch häufig auch Grenzen gesetzt sind. Denn nicht jeder Boden unter einem Bürgersteig, in dem Leitungen und Rohre verlaufen, kann zusätzlich auch noch Baumwurzeln aufnehmen und genug Nährboden für die Baumentwicklung bieten.

Fachworkshop zu Folgen des Klimawandels

Bei einem Fachworkshop zu den Folgen des Klimawandels, beschäftigten sich Vertreter*innen aus Verwaltung, Fachinstitutionen sowie lokale Akteur*innen aus unterschiedlichen Bereichen mit den Auswirkungen des Klimawandels. Besonders betroffene Orte wurden identifiziert und zentrale Klimarisiken diskutiert.

Auch diese Ergebnisse werden in die Erarbeitung des kommunalen Klimaanpassungskonzepts für Baesweiler einfließen und bilden eine wichtige Grundlage für die Entwicklung konkreter Maßnahmen, mit denen die Stadt den Herausforderungen des Klimawandels künftig begegnen kann.

Die Teilnehmenden diskutierten im Rahmen des Workshops zu den drei Handlungsfeldern „Menschliche Gesundheit“, „Biodiversität, Forst und Landwirtschaft“ sowie „Stadtplanung und -gestaltung“ intensiv und berücksichtigten vielfaltige Perspektiven, u.a. aus dem Tiefbau oder aus Schulleitungssicht.

Die Hitzewelle der letzten Juniwoche sorgte bei den Teilnehmenden für ein vermehrtes Bewusstsein für die veränderten klimatischen Rahmenbedingungen. Besonders die gesundheitlichen Auswirkungen solcher langanhaltenden Hitzeperioden, die Belastung durch stark aufgeheizte öffentliche Räume ohne ausreichende Beschattung, tropische Nächte sowie fehlende Kühlmöglichkeiten in Altenheimen und Schulen wurden hervorgehoben. Weitere Herausforderungen stellen die zunehmende Trockenheit, sinkende Grundwasserstände und stark versiegelte Flächen, u.a. am Busbahnhof, dar. Die Neupflanzung von Bäumen mit kleinen kugelförmigen Kronen, die nur wenig Schatten spenden, wurde als problematisch empfunden.

Deutlich wurde eine unterschiedlich starke Betroffenheit innerhalb des Stadtgebiets. Während Bürger*innen mit Einfamilienhäusern sich bei Hitze in den eigenen Garten zurückziehen können, besteht diese Rückzugsmöglichkeit für viele Bürger*innen aus Geschosswohnungsbauten kaum. Besonders für solche Bereiche besteht Planungsbedarf. Für das gesamte Stadtgebiet Baesweiler sehen die Teilnehmenden weitere Schwerpunkte bei den Themen Starkregen, zunehmende Belastungen für die Infrastruktur sowie Rückgang der Biodiversität. Umgesetzte Klimaanpassungsmaßnahmen und deren Nutzen für die Bevölkerung sollen der Öffentlichkeit kommuniziert werden. Identifizierte Klimarisiken und HotSpots sind eine wichtige Grundlage für die weitere Ausarbeitung des Klimaanpassungskonzepts.

Der Workshop war ein Teil der Austauschformate im Rahmen der Erstellung des Klimaanpassungskonzeptes. Klimawandelfolgenanpassung ist ein Querschnittsthema und bedarf der Mitwirkung vieler Akteurinnen und Akteure. Darüber hinaus fand u.a. bereits eine Informationsveranstaltung für alle Bürgerinnen und Bürger statt.

Was kann denn jede*r Einzelne tun?

Alle Bürgerinnen und Bürger können zur Klimafolgenanpassung beitragen. Begrünen Sie Ihre Balkone (gerne auch insektenfreundlich), (teil-)entsiegeln Sie Höfe und Parkplätze, sorgen Sie für den Erhalt oder die Neupflanzung von Bäumen. Begrünen Sie Fassaden und Dächer (auch Garagen sind geeignet). Und besonders wichtig: Achten Sie auf Ihren Nachbar*innen und auf die Personen in Ihrem sozialen Umfeld, gerade an Tagen mit extremer Hitze.

Bei Fragen oder Anregungen können Sie sich gerne an die Klimaanpassungsmanagerin der Stadt Baesweiler, Verena Schwartz, 02401/800-393, klimaanpassung@stadt.baesweiler.de, wenden.

 

 

Stadt Baesweiler setzt auf Klimaanpassung

Die Stadt Baesweiler geht einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunftsfähigkeit und startet mit der Erstellung eines geförderten Klimaanpassungskonzepts. Mit Unterstützung des Bundes sollen dabei Strategien und konkrete Maßnahmen entwickelt werden, um die Stadt langfristig widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen.

Warum ein Klimaanpassungskonzept?

Die Auswirkungen des Klimawandels – wie häufigere Starkregenereignisse, Hitzewellen oder längere Trockenperioden – sind auch in unserer Stadt zunehmend spürbar und stellen uns vor neue Herausforderungen.

Mit einem Klimaanpassungskonzept möchte die Stadt Baesweiler frühzeitig und gezielt reagieren: Ziel ist es, Risiken zu erkennen, Handlungsfelder zu definieren und Maßnahmen zu entwickeln, die die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger auch in Zukunft sichern und die Stadt resilienter gegenüber Klimaveränderung machen.

Dabei geht es im Wesentlichen um:

  • Stärkung grüner und blauer Infrastrukturen: mehr Grünflächen, Schattenräume und Versickerungsflächen zur Verbesserung des Stadtklimas.
  • Wassermanagement: Maßnahmen gegen Überflutungen und zur Regenwasserrückhaltung.
  • Hitzeschutz & Gesundheit: Strategien zum Schutz besonders gefährdeter Bevölkerungsgruppen.
  • Anpassung der Stadtplanung: Klimasensible Gestaltung von Quartieren, Straßen und öffentlichen Plätzen.

Mit dem dafür bereits beauftragten Büro EnergyEffizienz GmbH hat die Stadtverwaltung den Weg hin zur Klimaanpassung begonnen und wird regelmäßig über den Fortschritt des Projekts informieren. Alle Interessierten sind eingeladen, sich aktiv einzubringen.

 

Unsere Stadt macht sich bereit für die Zukunft: Klimaanpassungskonzept in Arbeit

Der Klimawandel stellt auch unsere Stadt vor neue Herausforderungen: steigende Temperaturen, häufigere Hitzeperioden, Starkregenereignisse und längere Trockenphasen wirken sich zunehmend auf unser Leben und unsere Infrastruktur aus. Um diesen Veränderungen aktiv und nachhaltig zu begegnen, erarbeiten wir derzeit ein umfassendes Klimaanpassungskonzept.

Dieses Konzept soll Maßnahmen und Strategien bündeln, die helfen, die Folgen des Klimawandels abzumildern und unsere Lebensqualität langfristig zu sichern. Dabei steht der Schutz von Menschen, Gebäuden, Grünflächen und dem städtischen Umfeld im Fokus. Ziel ist es, unsere Stadt widerstandsfähiger gegen klimatische Extremereignisse zu machen und gleichzeitig nachhaltige Stadtentwicklung zu fördern.

Die Erstellung des Klimaanpassungskonzepts wird gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN). Diese Förderung ermöglicht es, die notwendigen fachlichen Ressourcen bereitzustellen, unter Anleitung einer dafür eingesetzten Klimaanpassungsmanagerin. Die Klimaanpassungsmanagerin unterstützt die Erstellung des Konzeptes, bringt Fachwissen ein und ist jederzeit Ansprechpartnerin für Kitas und Schulen sowie alle Bürgerinnen und Bürger und sorgt für die Vernetzung aller beteiligten Akteure.

Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, den Prozess der Klimaanpassung aktiv mitzugestalten und sich auf unserer Webseite über aktuelle Entwicklungen und Möglichkeiten zur Beteiligung zu informieren.

Vorhaben: ANK-DAS-A.1: Erstellung eines Konzepts zur nachhaltigen Klimaanpassung und für natürlichen Klimaschutz für die Stadt Baesweiler

Laufzeit des Vorhabens: 01.03.2025 bis 31.05.2027

Förderkennzeichen: 67DAAN1341

Förderrichtlinie: Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels (DAS-Förderrichtlinie)

Förderschwerpunkt: Förderschwerpunkt A: Einstieg in das kommunale Anpassungsmanagement

Links:

Logo BMUKN

 

 

 

Klimaanpassung – Wie wir unsere Zukunft wetterfest machen

Die meisten Menschen haben schon einmal vom Klimaschutz gehört und wissen, was damit gemeint ist. Doch was genau versteht man unter Klimaanpassung?

Kurz erklärt: Im Gegensatz zum Klimaschutz, wo es darum geht, die Ursachen des Klimawandels zu begrenzen, indem Treibhausgas-Emissionen reduziert werden, beschäftigt sich die Klimaanpassung mit den Folgen des Klimawandels – also mit den Veränderungen, die wir heute bereits spüren und die sich in Zukunft weiter verstärken werden. Beispielsweise führen zunehmende Hitzetage zu einer höheren Dürre- und Waldbrandgefahr. Gleichzeitig nimmt die Zahl extremer Starkregenereignisse zu, infolgedessen Wasser auf ausgetrockneten Böden nicht versickern kann – was wiederum das Risiko für Überschwemmungen erhöht.

Klimaanpassung bedeutet also, Städte und Dörfer widerstandsfähiger gegen solche Naturereignisse zu machen. Dabei geht es wesentlich auch darum, die Lebensqualität im Wohnumfeld zu erhalten oder sogar zu verbessern.

Jede*r Einzelne kann einen Beitrag leisten!                        

Indem Sie z. B. Ihren Garten naturnah gestalten, Ihr Dach oder Ihre Hausfassade begrünen, holen Sie ein Stück Natur in die Stadt zurück. Mit einer Gebäudebegrünung verbessern Sie die Luftqualität und reduzieren Hitze und dämpfen gleichzeitig sogar Lärm. Gründächer entlasten die Kanalisation. Das erhöht die Sicherheit bei Starkregenereignissen, da die Zufuhr zum Kanal verzögert und reduziert erfolgt. Das spart auch Gebühren. Die Entsiegelung bzw. Vermeidung asphaltierter oder gepflasterter, auch fein geschotterter Flächen, dient ebenso der natürlichen Ableitung von Regenwasser in den Boden, ohne das Kanalsystem zu belasten.

Fördermöglichkeiten für Ihre Maßnahmen                                                                                

Damit Klimaanpassung nicht nur ein gutes Vorhaben bleibt, sondern auch finanziell machbar wird, gibt es verschiedene Förderprogramme:

Für Privatpersonen:

Für Gewerbetreibende:

Auf der Website www.klimakoffer.nrw gibt es nicht nur viele Informationen, sondern auch ein kostenloses Beratungsangebot, unter anderem zur Starkregenvorsorge oder Dachbegrünung.

Die Klimaanpassungsmanagerin der Stadt Baesweiler, Verena Schwartz, steht Ihnen gerne für Fragen oder Anregungen per E-Mail an verena.schwartz@stadt.baesweiler.de oder telefonisch, 02401/800-393 zur Verfügung.

Melden Sie sich gerne!

 

Bürgermeister Pierre Froesch

Grußwort

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

der Sommer neigt sich dem Ende entgegen und mit ihm die diesjährige Kirmessaison. Unsere Schützen- und Junggesellenvereine haben wieder äußerst erfolgreiche Kirmessen ausgerichtet. Zudem hat die St. Willibrordus Schützenbruderschaft Floverich das Freundschaftsverbandsschützenfest organisiert und die St. Josef Schützenbruderschaft Loverich das Bezirksschützenfest sowie Feierlichkeiten anlässlich des 125-jährigen Jubiläums ausgerichtet. Tausende Besucherinnen und Besucher kamen zu den Veranstaltungen, um gemeinsam mit den Schützen- und Junggesellenvereinen zu feiern.

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KONTAKT

Telefon: 02401/800-0
Telefax: 02401/800-117
E-Mail: info@stadt.baesweiler.de
DE-Mail: rathaus@baesweiler.de-mail.de

BürgerMitteBaesweiler
Mariastraße 2
52499 Baesweiler

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