Freude über Förderbescheid

Einen Betrag von 2.580.000 € weist der Förderbescheid aus, den Bürgermeister Pierre Froesch und Technische Dezernentin Iris Tomczak-Pestel von Regierungspräsidentin Gisela Walsken entgegennehmen durften.

Gerne nahm der Bürgermeister diese Gelegenheit zum Anlass, sich im Namen der Stadt für die Fördermittel von Land und Bund herzlich zu bedanken.

Mit diesen Städtebaufördermitteln können nun die Außenanlagen der BürgerMitteBaesweiler, insbesondere die barrierefreie fußläufige Anbindung an den Bereich des Feuerwehrturmes, der Quartiersgarten und der Vorplatz errichtet werden. Es wird eine neue Verbindung zwischen der Baesweiler Innenstadt und dem umliegenden Landschaftsraum geschaffen.

Eine starke Durchgrünung und ein geschwungen verlaufender Fußweg, der die Wegeführung des naheliegenden Volksparks aufnimmt, verbindet die BürgerMitteBaesweiler harmonisch mit der Innenstadt. Eine zum Generationengarten und zur Kita hin vorgelagerte öffentliche Terrasse steht für Begegnungen zur Verfügung. Zusammen mit dem transparenten Gelenk als geschütztem Innenraum bildet der Generationengarten mit dem einladenden Vorplatz im Außenbereich eine neue Drehscheibe in der Kommunikation und Begegnung der Generationen und rundet somit die bisherigen Maßnahmen zur Stärkung der Innenstadt Baesweilers ab.

Weiterhin wurden Fördermittel zur Errichtung eines Kinder- und Jugendhauses als außerschulische Einrichtung auf dem Campus der Grengrachtschule bereitgestellt.  Angrenzend an den Bereich Baesweiler-West soll die Einrichtung zu einem auf Dauer angelegten, festen Ort werden, der durch die Öffnung und Bündelung von Angeboten zu einem barrierefreien Ankerpunkt für kulturelle Vielfalt wird und der Verbesserung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und Austausches dient.

Der Fördersatz für Städtebaumaßnahmen, deren Grundlage das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept unserer Stadt bildet, beträgt 70 %. Ohne die Fördermittel wären viele Maßnahmen der letzten Jahre nicht möglich gewesen.

Architektur polarisiert

Wer kennt das nicht? Das Bild, das im Museum das berühmteste ist oder im Auktionshaus den höchsten Preis bringt, ist nicht unbedingt immer eins, das wir uns ins Wohnzimmer hängen würden.

Geschmack liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. Dies ist auch in der Architektur so. Gerade öffentliche Gebäude müssen vieles in sich vereinen: Sie müssen sich sensibel in den Ort bzw. die Umgebung einfühlen, sollen Moderne vermitteln, aber dennoch an das Historische anknüpfen und eine möglichst große Funktionalität ermöglichen. Gerade für ein Rathaus, das auch Haus seiner Bürgerinnen und Bürger werden soll, ist das ein großer Anspruch. Dessen waren sich alle Beteiligten bewusst. Deshalb wurde für unser neues Rathaus erst zum zweiten Mal in der Stadtgeschichte ein Architektur-Wettbewerb öffentlich durchgeführt.

WARUM?

Aufgrund des baulichen Zustandes (Bergschäden, Erdbebensicherheit, Brandschutz, Wärmeschutz, Arbeitsschutz) der bestehenden Rathäuser in Verbindung mit der Möglichkeit, erhebliche organisatorische, aber auch finanzielle Synergieeffekte durch die Zusammenlegung zweier Verwaltungsstandorte zu generieren, wurde durch den Stadtrat bereits vor ein paar Jahren der Beschluss gefasst, den Rathausstandort Setterich aufzugeben und eine gemeinsame BürgerMitte in Baesweiler am jetzigen Standort zu konzentrieren. Ziel ist es dabei – gerade zur Schonung des öffentlichen Budgets - auch in Hinblick auf sich ändernde Raumbedarfe aufgrund zunehmender Digitalisierung und Homeoffice-Angebote, unwirtschaftliche, aber sonst zwingend erforderliche Sanierungen (Wärmeschutz, Brandschutz, Digitalisierung) an zwei Standorten zu vermeiden und stattdessen einen Standort zukunftsfähig für Bürgerinnen und Bürger sowie Verwaltung zu gestalten. Zur Kostenminimierung sollte dabei der neuste Teil des derzeitigen Baesweiler Rathauses in den Entwurf integriert werden und erhalten bleiben. Dies ist unter Berücksichtigung der zukünftigen Bewirtschaftungskosten nicht nur kostengünstiger, sondern ermöglicht aufgrund der kurzen Wege und neuen räumlichen Möglichkeiten auch einen optimierten Bürgerservice. Zukünftig sollen alle Verwaltungstätigkeiten gebündelt und gleichzeitig das Bürgerangebot in Verbindung mit Kooperationspartnern (Kita, Vereine, Polizei etc.) erheblich erweitert werden. Es wird weitreichende Beratungsangebote, Kinderbetreuung, Ausstellungen und einen freundlichen Aufenthaltsbereich mit Außenterrasse geben. Konzeptionell soll hier eine BürgerMitte entstehen, eine offene Anlaufstelle, Austauschbörse, ein soziales, gemeinschaftliches und auch kulturelles Angebot für Jung und Alt. Foyer und angrenzende teilöffentliche Bereiche werden künftig multifunktional genutzt und auch für Vereine, Kitas, Beratungsinstitutionen (z.B. Verbraucherzentrale u.a.) zur Verfügung stehen.

WIE?

Aufgrund dieser Komplexität und der Bedeutung einer solchen Maßnahme für unsere Stadt, wurden alle diese Ziele in der Ausschreibung des Architekturwettbewerbes formuliert. Die Ausschreibung erfolgte öffentlich. Es beteiligten sich 13 Architekturbüros. Eine Jury mit verschiedensten Baesweiler Vertreterinnen und Vertretern sowie erfahrenen Architekten hat sich viel Zeit genommen, um die eingereichten Ergebnisse anhand der Zielvorstellung und daraus entwickelten Kriterien zu vergleichen und zu beurteilen. Nach Tagung des Preisgerichtes im September 2018 wurden alle Entwürfe und der mit einstimmigem Votum ermittelte Wettbewerbssieger in den Medien, Gremien und im Rahmen einer Ausstellung über einen längeren Zeitraum öffentlich allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt. Die Reaktionen, die die Stadt Baesweiler im ITS durch Interessierte und Baesweiler Bürgerinnen und Bürger erreicht haben, waren durchweg positiv. Zum Wettbewerb ist im Internet einiges veröffentlicht. Der Entwurf stieß gerade wegen des inhaltlichen Gesamtkonzeptes und der dem Ort angemessenen städtebaulichen Umsetzung auf große Zustimmung.

Der heute zur Umsetzung anstehende Entwurf schafft städtebaulich die Verbindung zur Innenstadt, integriert den zu erhaltenden Gebäuderiegel, lehnt sich in seiner braun-roten Ziegelarchitektur an die historische Architektur unseres Ortes an und verbindet mit einem großzügigen transparenten Glasgelenkbaukörper zwei Gebäuderiegel. Während die Riegel überwiegend die Verwaltungsräume beinhalten, stehen die transparenten, großzügig verglasten Räume des Gelenkbaukörpers und seiner Übergänge, der Öffentlichkeit zur Verfügung. Dabei wird das gestalterische Element der durchbrochenen Ziegelfassade gerade im Bereich der multifunktionalen öffentlichen Räume (Sitzungssaal, Trauzimmer, Besprechungsräume) eingesetzt, um ihnen besondere Bedeutung und eine besondere Atmosphäre zu verleihen. Auch Energieeffizienz, Kostenbewusstsein und Funktionalität unterlagen der Bewertung. Es war auch Vorgabe im Wettbewerb, einen Platz im Neubau für die historischen Glasbilder des heutigen Sitzungssaales zu finden. Die Schörjer-Figur wird später von der Terrasse aus zu sehen sein.

Da - wie beschrieben und extern überprüft – nachgewiesen wurde, dass die Standort-Zusammenlegung unter Berücksichtigung kommender Bewirtschaftungskosten die deutlich wirtschaftlichste Lösung für unsere Stadt darstellt, also kostengünstiger als die Sanierung beider Standorte ist, wird der Umbau großzügig durch Land und Bund gefördert. Für das Gebäude haben wir bereits die Förderbescheide (einmal mit 70 – und einmal mit 100 %iger Förderung) erhalten. Der Bescheid für die Außenanlage steht noch aus, so dass diese Planung erst dann weitergeführt werden kann. Anregungen, die wir erhalten haben, werden dabei möglichst berücksichtigt. Die Planung der Außenanlage (Vorplatz, Generationengarten, Stellplätze, Fußwegeverbindung) wird daher zu einem späteren Zeitpunkt vorgestellt. Auch im Bereich der Außenanlage ist geplant, den Baesweiler Bürgerinnen und Bürger ein Forum zu vielfältigen Begegnungen zu bieten.

In den letzten zwei Jahren wurde die Planung unter intensiver Berücksichtigung der funktionellen Belange für den Verwaltungsbetrieb und die angestrebten öffentlichen Nutzungen vorangetrieben, sodass wir nun vor der Realisierung stehen. Mit ersten Abbruch- und Bauarbeiten wollen wir im Herbst dieses Jahres bereits beginnen. Wir freuen uns darauf, in Baesweiler mit der Konzentration der Rathausstandorte und deren auch räumlich angemessenen Umsetzung für die nächsten Jahrzehnte baulich und technisch gut vorbereitet zu sein und vor allem auch Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen und Politik Mehrwert zu bieten. Gerne erläutern wir Ihnen im Quartiersbüro KREATIV in der Kückstraße zu den Öffnungszeiten Hintergründe, Ideen und Planungen. Für Fragen und Anregungen, auch zur Weiterentwicklung des bürgeroffenen Konzeptes, stehen Ihnen auch unser Bürgermeister und die Technische Dezernentin gerne zur Verfügung.

Baubeginn der Beggendorfer Grundschule im Sommer 2021

Der Abriss des katholischen Teilstandortes Beggendorf der Gemeinschaftsgrundschule Grengracht wurde bereits Ende letzten Jahres abgeschlossen und die weiteren Planungen laufen auf Hochtouren.

Voraussichtlich ab Juni wird an gleicher Stelle ein neues modernes, zeitgemäßes Gebäude entstehen, welches den heutigen schulpädagogischen Anforderungen entspricht und die räumlichen Bedürfnisse der Ganztagsbetreuung erfüllt. Um hier auch praxisnah ein gutes Konzept zu berücksichtigen, hat die Stadt Baesweiler in Zusammenarbeit mit der Schulleitung eine optimale Planung des Neubaus konzipiert.

Diese Planungen wurden bereits im letzten Jahr den zuständigen politischen Gremien und in einer Bürgerversammlung vorgestellt. Eltern der Schülerinnen und Schüler sowie Beggendorfer Bürgerinnen und Bürger konnten sich hier über die anstehende Baumaßnahme informieren.

Die Schule wird nach den neusten technischen und pädagogischen Standards errichtet. Im Fokus steht hier eine offene Lernlandschaft, die in Cluster unterteilt ist. Jeweils zwei Klassenräume liegen an einer großzügigen multifunktional nutzbaren Flexzone, an die auch die zugehörigen Garderobenbereiche und Lehrerstationen direkt angrenzen und so gemeinsam jeweils ein Cluster bilden. Die Flexzonen dienen als Gemeinschaftsbereiche sowie zur Differenzierung und als Kommunikationszone. Im Erdgeschoss ist die OGS beheimatet, die ebenfalls multifunktionale Differenzierungsbereiche erhält. Hier finden sich auch ein Verwaltungsbereich mit Sekretariat, Sanitärräume und der nach neuesten hygienischen Kriterien großzügig gestaltete Mensabereich mit seinen Vorbereitungs-, Spül- und Lagerbereichen. Durch die vorgelagerte Eingangshalle und die Orientierung zum Schulhof ist die Mensa auch für Schulveranstaltungen als Aula perfekt nutzbar. Die gesamte Schule wird barrierefrei mit Aufzug und schwellenlos geplant und nach modernen, aber wirtschaftlich vertretbaren Standards in Hinblick auf Energieeffizienz und Lüftung, errichtet. Geplant sind beispielsweise neben effizienter Rundum-Dämmung Nacht-Lüfter-flügel in den Fenstern, eine Lüftungsanlage und eine Photovoltaik-Anlage, die das im Gebäude erforderliche Wasser erwärmt. Das Flachdach soll überdies begrünt werden.

Unter Berücksichtigung der benachbarten denkmalgeschützten Kirche wird eine Ziegelfassade abgebildet. Der Eingangsbereich wird farbig mit Fassadenplatten abgesetzt. Im Inneren werden moderne, auch wartungsfreundliche Materialien (Beton, Alu, Werkstein) mit warmen Materialien, wie farbigem Linoleum und Holz, kombiniert.

Erste Vorplanungen für den Schulhof liegen bereits zur Prüfung vor. Zur Gestaltung der Außenanlage hatte die Dorfwerkstatt Beggendorf in Verbindung mit dem Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ dem Planer im vergangenen Jahr einige Anregungen und Wünsche mit auf den Weg gegeben.  Nach Abstimmung mit allen Beteiligten werden die Planungen für den Schulhof zu gegebener Zeit näher vorgestellt.

Die Rohbauausschreibung ist submittiert, der Auftrag soll nun kurzfristig vergeben werden. Nach Beauftragung ist der Baubeginn für Juni terminiert.

Die Kinder, die normalerweise in Beggendorf zur Grundschule gehen, sind für die Zeit der Bauphase weiterhin in der Goetheschule in Baesweiler untergebracht und werden mit Schulbussen am Standort der Grundschule abgeholt und zum Unterricht gebracht.

Umbau der Grundschule Oidtweiler

Mitarbeiter der Stadt Baesweiler auf dem neuen Schulhof der katholischen Grundschule Oidtweiler
Umbau Grundschule Oidtweiler

Umbau der Grundschule Oidtweiler

Die Grundschule Oidtweiler wird seit einiger Zeit umgebaut und erweitert, sodass insgesamt 400 qm zusätzliche Nutzfläche entstanden sind, die nun den Schülerinnen und Schülern und den Lehrerkräften in Form von Differenzierungsbereichen mit flexiblen Zuordnungsmöglichkeiten für moderne Unterrichtskonzepte zur Verfügung stehen.

Der gesamte Umbau konnte erfreulicherweise im laufenden Betrieb realisiert werden.

Das Investitionsvolumen des Umbaus inkl. der Schulhofumgestaltung beläuft sich auf mehr als 2 Millionen €. Hierzu konnten Mittel des Förderprogramms Kommunales Investitionsförderungsgesetz eingesetzt werden.

Im ersten Bauabschnitt wurde der hintere Baukörper der Grundschule umgebaut und erweitert. Angebaut wurde hierfür ein auf Stützen gestellter zweigeschossiger Baukörper mit Flachdach und integriertem Aufzug, der die Barrierefreiheit der Schule sicherstellt.

Die bestehende Aula wurde im Zuge dessen weitestgehend abgebrochen und eine neue, größere Aula mit zusätzlichen Abstellmöglichkeiten und ein weiterer Raum für die Elternberatung und zur Besprechung errichtet.

Im nächsten Schritt wurde das Dach des im Obergeschoss angrenzenden Flurs abgebrochen und die darunter befindliche Fläche in den Anbau integriert.

Ziel des Umbaus war die räumliche Erweiterung um Differenzierungsbereiche und die Schaffung offenerer Lernumgebungen. So entstanden weitere Klassenräume und zwei Differenzierungsräume. Der Erschließungsbereich lässt sich mittels mobiler Trennwände den Lernbereichen zuschalten und erhält so eine multifunktionale Nutzungsmöglichkeit. Außerdem lassen sich durch mobile Trennwände alle Räume zu einer gemeinsamen Nutzungseinheit zusammenfügen.

Im zweiten Bauabschnitt wurden zwei Klassenräume im Altbau zu einer größeren, den neuesten hygienischen Anforderungen entsprechenden Mensa, in der in Zweischichtsysteme alle Schüler am Mittagessen teilnehmen können, umgebaut. Die bisher vorhandene Mensa wird nach Fertigstellung der neuen Mensa wieder als Klassenraum genutzt werden können.

Für die Mensa sind eine neue Speiseverteilküche für rund 80.000 € sowie 70 Stühle und 12 Tische für rund 5.000 € angeschafft worden.

Die Umsetzung des letzten Bauabschnittes ist für den Sommer 2021 geplant. Im Obergeschoss werden noch zwei Klassenräume mit einem Differenzierungsraum verbunden, damit auch hier nach einem innovativen Pädagogik-Konzept unterrichtet werden kann.

Im Rahmen der Erweiterungs- und Umbaumaßnahmen wurden auch die Außenanlagen neugestaltet.

Diese Planung beinhaltet die komplette Überplanung des durch den Umbau neu gegliederten Außenbereichs.

Dazu wurde der Schulhof neu gepflastert und erhielt einen Fahrradparcours, ein Ballspielfeld mit Ballfangzaun und eine Basketballwandanlage. Die Grundstückseinfassung ist mit umlaufender Hecke und einem Grünareal mit integriertem offenem Klassenzimmer ausgebildet. Des Weiteren sind Sitznischen zwischen kleinen Hecken geschaffen worden und die Fläche der Spielgeräte ist neu angelegt und gestaltet.

Im vorderen Bereich zur Straße ist ein barrierefreier Zugang errichtet und ein erkennbarer Eingangsbereich ausgestaltet worden.

Zu den PKW-Stellplätzen gesellen sich auch zusätzliche Fahrrad-Stellplätze.

Die dortigen Vorgartenflächen sind begrünt und mit Bäumen bepflanzt, um die am Standort gewachsene Schule auch angemessen zu präsentieren.

Aktuell besuchen 134 Schülerinnen und Schüler in 5 Klassen die KGS Oidtweiler, die sich auf drei jahrgangsgemischte Klassen 1/2, eine dritte und eine vierte Klasse aufteilen. 62 Kinder besuchen die OGS, 47 Kinder nehmen an der Vormittagsbetreuung teil und die Zahl steigt, sodass der Umbau der Grundschule, sowie die Erneuerung der Mensa eine wichtige Investition in die Zukunft vieler Kinder ist.                                                                                       

 

Vorstellung des neuen Skatebereichs im Sport und Bürgerpark

Plan vom Sport- und Bürgerpark 2021

Die Planungen für den zweiten Bauabschnitt des Sport- und Bürgerparks sind so gut wie abgeschlossen. Viele Ideen und Anregungen aus der im Herbst 2020 stattgefundenen Bürgerbeteiligung und der Beteiligung von Sportvereinen, Skatern und Schulen wurden ausgewertet und von dem Planungsbüro mit in die weitere Planung aufgenommen.

Die Planungen und Umsetzungen sind nur durch Fördermittel vom Land und Bund möglich.

Aufgrund des großen Interesses bei Jugendlichen an dem neuen Skatebereich im Sport- und Bürgerpark, wurde die Planung bei einer Online Vorstellung am 17.02.2021 ausführlich öffentlich durch die Planungsbüros vorgestellt.

Sowohl der Gesamtplan, als auch die Bereiche ,,Skateplaza“, „Flowpark“ und „Transition Park“ wurden anhand einer 3D-Visualisierung anschaulich gezeigt.

Die zuvor gesammelten Ideen und Anregungen aus der Beteiligung im Herbst 2020 sind dabei in die Planung mit eingeflossen und stießen bei der Vorstellung nun auf viel Lob.

Die Nutzung ist auf Skater, Inliner, Roller und Sportrollstühle etc. ausgelegt und ist sowohl für Anfänger, als auch für Fortgeschrittene attraktiv.

Die in der Veranstaltung geäußerten Wünsche der Jugendlichen bezüglich Railhöhen und Railformen werden in der Ausführungsplanung berücksichtigt.

Der Skatebereich fügt sich übergangslos in den umliegenden Bereich des Sportparks ein.

Angrenzend befinden sich zwei neue Kleinsportfelder, die durch Belag und Gestaltung ganzjährig und vielfältig von allen Bürgern, aber auch durch die Vereine und Schulen nutzbar sind. Die Spielfelder mit unterschiedlichen Belägen und Einfassungen sind für Basketball, Volleyball, Fußball etc. geeignet und bieten neue Bewegungsmöglichkeiten im Park. Darüber hinaus soll ein Hindernisparcours entstehen. Daran schließen sich weitere Bewegungsangebote in Form von Spiel- und Trainingsgeräten an, die sich anders als der bereits umgebaute Wasserspielplatz an ältere Kinder und Jugendliche richten.

Drei weitere, aber selbstständig nutzbare Fitnesspunkte ergänzen und komplettieren das rund um den Wasserspielplatz bereits vorhandene Fitnessangebot.

Ein um den Sportpark verlaufender Rundweg, der ,,fast track“ und ein durch den Park verlaufender geschwungener Weg, der ,,slow track“ bieten sowohl für Laufsportler und Walker aller Altersklassen, als auch für Spaziergänger abwechslungsreiche Möglichkeiten, den Sportpark zu nutzen.

Bewusst in die Landschaft gelenkte Blicke („Landschaftsfenster“) bieten einen Ausblick aus dem Park heraus, die Blickbezüge im Inneren des Parks erschließen die Vielfältigkeit des Angebotes. In einem neuartigen Grünkonzept mit Gliederungen, Auslichtungen, und freigestellten Sichtachsen sowie Landschaftsfenstern wird Spielen und Sport mit dem Erlebnis von Grün und Landschaft harmonisch zusammengebracht.

Großzügige Flächen für den Umgang mit Regenwasser sowie ein Schattenhain bieten die Möglichkeit, auf die Themen Stadtklima und Klimaanpassungsstrategien einzugehen. Wasser, das sonst im Kanal verschwindet, wird sichtbar gemacht, die Kühle eines schattigen Plätzchens bekommt als Ruhepunkt nach dem Sport eine besondere Bedeutung. Es entstehen multifunktionale Grün- und Freiflächen mit neuen Biotopstrukturen, die die Lebensqualität im Stadtgebiet aufwerten.

Tische und Bänke laden zum Picknicken ein, zwei geplante Bouleflächen greifen das Thema des generationenübergreifenden Spiels auf.

Mit dem zweiten Bauabschnitt des Sport- und Bürgerparks wird das Sport- und Freizeitangebot in Baesweiler deutlich gesteigert und bietet ein vielfältiges Angebot für alle Altersgruppen. Der Baubeginn ist Ende 2021 geplant.

Startschuss am Bushof

Nachdem im ersten Bauabschnitt der untere Bereich der Kirchstraße erneuert wurde, wird nun der zweite Bauabschnitt im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) umgestaltet: Derzeit ist der Bereich In der Schaf wenig attraktiv, die Aufenthaltsqualität gering. Es herrscht ein hohes Konfliktpotenzial zwischen dem ÖPNV und dem Individualverkehr. Mit der Maßnahme sollen nun der Bus- und Radverkehr gestärkt, die Abwicklung des Verkehrs verbessert, die Forderung nach Barrierefreiheit erfüllt und die Verkehrssicherheit erhöht werden.

Nach enger Abstimmung mit der Aseag und dem Nahverkehr Rheinland (NVR) werden in der Planung sechs Haltestellen für Busse vorgesehen, je drei auf jeder Seite In der Schaf. Zur Stärkung des ÖPNV können die Busse den Busbahnhof in beide Richtungen befahren. Anders wird dies künftig für Autos aussehen, die die Straße In der Schaf nur noch in Richtung Aachener Straße verlassen können. Die Fahrbahn wird an dieser Stelle zur klaren Trennung der Verkehre und zur Stärkung des Bus- und Radverkehrs reduziert. Radfahrer können die neue sogenannte „Umwelttraße“ weiterhin in beide Richtungen nutzen. Eine Querungshilfe erleichtert künftig das Überqueren der Straße. Die Bürgersteige werden teilweise erweitert, so dass eine höhere Aufenthaltsqualität entsteht und die Möglichkeit für neue Fahrradständer, Fahrgastunterstände und ein kleines Außengastronomie-Angebot geschaffen werden kann. Ein besonderes Augenmerk liegt bei der Gestaltung des gesamten Bereiches auf der Barrierefreiheit.

In dem Bereich, in dem früher die Post ansässig war, werden Parkplätze entstehen. Die Vielzahl zu berücksichtigender Punkte auf engem bestehendem Raum, wie die zukunftsorientierten Belange des ÖPNV, die Anzahl und Lage aller örtlich vorhandener privater Zufahrten sowie das Erfordernis eines Barriere-Leitsystems, setzt der Gestaltungsfreiheit und weiteren wünschenswerten Nutzungen leider deutliche Grenzen.

An der Einmündung In der Schaf/ Aachener Straße wird ein kleiner Kreisverkehr mit einem Durchmesser von 22 Metern und einer überfahrbaren Mittelinsel errichtet, der ein zügiges und sicheres Einfädeln der Busse in den Verkehr auf der Aachener Straße gewährleistet.

Auch die Aachener Straße selbst wird teilweise neu strukturiert. Bis auf Höhe der Tankstelle werden auf beiden Seiten durchgehende Gehweg- und Radschutzstreifen angelegt sowie Parkplätze auf Gehwegniveau angeboten, die durch Bäume, Beete und Bordsteine gegliedert werden. In der Nähe des Kreisverkehrs ist ein Fußgängerüberweg vorgesehen.

Im Bereich In der Schaf/Kirchstraße/Peterstraße wird sich die Verkehrsführung ebenfalls ändern. Früher stand in diesem Kreuzungsbereich ein Hochbeet, das für Engstellen sorgte. Dieses ist im Zuge der Maßnahme bereits entfernt worden. Mittels Verkehrsführungselement werden künftig alle Individual-PKW-Verkehrsteilnehmer auf dieser Kreuzung geleitet.

Nach Fertigstellung der Maßnahme wird die Verkehrsführung hier wie folgt aussehen: Von der Kirchstraße (Innenstadt) aus kommend, kann man weiterhin in alle Richtungen fahren, ebenso von der Peterstraße aus kommend geradeaus in die Straße In der Schaf und nach rechts in die Kirchstraße abbiegen. Vom unteren Teil der Kirchstraße aus wird man künftig lediglich nach links in die Peterstraße abbiegen können.

Unser ehemaliger Bürgermeister Dr. Willi Linkens, erläuterte bei der letzten Bürgerinformationsveranstaltung im Sommer des letzten Jahres dazu:

„Für den Umbau des Busbahnhofes sind sehr viele Wünsche an uns herangetragen worden. Wir haben jedoch an dieser Stelle aufgrund der baulichen Gegebenheiten nur ein begrenztes Angebot an Platz zur Verfügung stehen, sodass wir leider nicht allen Wünschen zu 100 Prozent gerecht werden können“ und weiter „Wir nutzen die Neustrukturierung, um Möglichkeiten für Außengastronomie und mehr Aufenthaltsqualität zu schaffen. Und wir haben uns mit Blick auf die Zukunft dazu entschieden, die Busanbindung zu verbessern und den Radverkehr zu stärken.“

Die Geschäfte und Gastronomen werden während der Bautätigkeit mit für die Arbeiten erforderlichen möglichst kurzen Einschränkungen erreichbar sein. Die Versorgungsleitungen werden anlässlich des Umbaus durch die Versorgungsunternehmen überprüft. Optisch wird die Wegeführung durch die eingesetzten Materialien der angrenzenden Gestaltung angepasst und derselbe rote neue Betonstein verwandt, der auch bereits in der unteren Kirchstraße eingebaut wurde, sich optisch an die alten Klinker angleicht, jedoch eine rutschsichere, rauere Oberfläche hat.

Im Rahmen des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes der Stadt Baesweiler erhält die Stadt von Land und Bund 70 Prozent Fördermittel sowie für die darin enthaltenen Maßnahmen für den ÖPNV weitere hohe Fördermittel vom Nahverkehr Rheinland.

Mit den Bauarbeiten wurde zwischenzeitlich örtlich bereits begonnen.

Aus diesem Grund wurden im Vorfeld Ersatzhaltestellen in der Straße „Am Feuerwehrturm“ eingerichtet.

Zum ungehinderten und sicheren An- und Abfahren des ÖPNV war es notwendig, auf der Straße "Am Feuerwehrturm" eine Einbahnstraße auszuweisen. Es ist also nur möglich von der Straße "Im Kirchwinkel" kommend in Fahrtrichtung Peterstraße zu fahren. Ab Ecke Peterstraße ist eine Umleitung über die Peterstraße, Mariastraße und die Straße Im Kirchwinkel ausgewiesen. Bitte beachten Sie bei der Ein- und Ausfahrt auf den Parkplatz die örtlichen Beschilderungen.

Gemäß Planung ist nun vorgesehen, die Maßnahme in sechs in sich abgeschlossenen Bauphasen abzuwickeln. „Es ist uns wichtig, erforderliche Beeinträchtigungen während der Bauzeit für alle Gewerbetreibenden, Ärzte, Bürger, Anwohner u.v.m. auf das Nötigste zu minimieren“ ist Bürgermeister Pierre Froesch sehr wichtig. Die einzelnen Bauphasen gewähren den Anwohnern ein sicheres Erreichen ihrer Wohnungen. Für den allgemeinen Durchgangsverkehr muss die Straße In der Schaf geschlossen bleiben, um einen sicheren Baustellenablauf zu gewährleisten.

Der aus der Innenstadt/Kirchstraße abfließende Verkehr in die Peterstraße bzw. untere Kirchstraße Richtung Aachener Straße wird bis auf einen kurzen Zeitraum – über den wir rechtzeitig informieren – immer möglich sein.

Einige der kleineren Bäume sind im Stadtgebiet bereits verpflanzt worden.

Nach Schaffung von Provisorien für den Anliegerverkehr im Bereich der nördlichen Gehwegseite / Busspur sieht die gegenwärtige Bauphase I den Umbau des südlichen Bereiches (siehe rote Markierung im Plan) der Straße „In der Schaf“ vor.

Im Anschluss an die Arbeiten für Versorgungsleitungen und Arbeiten zur Ertüchtigung der Kanalleitungen werden der neue Gehweg und zwei Betonfahrbahnen in fertiger Bauweise hergestellt.

Die Bauphase I wird voraussichtlich – immer in Abhängigkeit der Witterung und auch in Abhängigkeit von möglichen Vorgaben der Bundes-/Landesregierung bzgl. der Corona- Pandemie – bis Sommer 2021 andauern.

In der dann folgenden Bauphase II wird der nördliche Bereich der Straße umgestaltet und der Anliegerverkehr über den bereits in Phase I fertig gestellten Gehweg auf der Südseite bzw. über die vorhandene neue Betonfahrspur (Busspur) geleitet.