In Setterich wird ein Bewegungs- und Aktionsplatz errichtet

19.06.2020

Im Jahr 2017 hat die Stadt Baesweiler einen Sozialbericht erstellt, bei dem unter anderem herausstach, dass in Setterich-Nord Defizite in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Sprachbewertung vorliegen. Nur 79 Prozent der Kinder dort sind normalgewichtig. Im Rahmen des Integrierten Sozialen Handlungskonzeptes 2019, das auf dem Sozialbericht aufbaut, wurde deshalb festgehalten, dass dort dringender Handlungsbedarf mit der Schwerpunktausrichtung „Gesundheitsvorsorge und Bewegung“ besteht. Deshalb wird in Setterich nun ein multifunktionaler Bewegungs- und Aktionsplatz errichtet. Die Planung dazu wurde dem zuständigen Ausschuss bereits vorgestellt.

Bereits 2008 wurde vom Stadtrat das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept Soziale Stadt Setterich-Nord beschlossen, um Defizite in diesem Stadtteil zu nivellieren. Mehrere Förderanträge wurden im Rahmen der Städtebauförderung in den vergangenen Jahren zu diesem Zweck gestellt und mit Mitteln von Land und Bund, denen dafür ein großer Dank gebührt, bewilligt. Er wird zu 70 Prozent gefördert.

Der Bewegungs- und Aktionsplatz wird neben dem Schulhof der Gemeinschaftsgrundschule St. Barbara und dem Kindergarten der StädteRegion Aachen errichtet. Lehrer der Schule und auch Vertreter des Haus Setterich, mit dem die Stadt Baesweiler bereits seit vielen Jahren kooperiert, bestätigten, dass es bei vielen Kindern großen Bedarf im Bereich der motorischen Bildung, also beispielsweise bei Gleichgewichtsübungen, Fitnesstraining oder Fahrradfahren, aber auch im Bereich Verkehrssicherheit gibt. Durch seine Lage im Programmgebiet „Soziale Stadt“ wird der Platz jedoch nicht nur von Schülern und Kindergartenkindern der besagten Einrichtungen genutzt werden können, sondern steht öffentlich allen Kindern und Jugendlichen zur Verfügung - auch außerhalb der Unterrichtszeiten. Da er an der Straße liegen und gut einsehbar sein wird, ist der wichtige Aspekt der sozialen Kontrolle gegeben.

Ein Teil des Bewegungs- und Aktionsplatzes wird ein Fahrradparcours sein. Da sowohl einige Kinder als auch Jugendliche, manchmal aber auch Eltern, nicht Fahrrad fahren können, dient das Fahrradtraining auf einem Fahrradparcours der Bewegung und Gesundheitsförderung. Gleichzeitig fördert es die Kommunikation, schafft Kontakte und lehrt Kinder und Jugendliche, wie man verkehrssicher fährt und welche Regeln es im Straßenverkehr gibt. Strecken, Wellen und Kreise weisen Fahrtrichtung und -bewegungen vor. Gleichzeitig wird ein positiver Beitrag zum Klimaschutz geleistet, wenn die Kinder und Jugendlichen das Fahrrad als Verkehrsmittel kennen- und nutzen lernen. Ein Teil der Anlage wird oberhalb des Heizraums der Schule errichtet, der ohnehin aus Sicherheits- und Kostengründen zurückgebaut werden muss. Dies ist noch für dieses Jahr geplant, so dass die Arbeiten für den Platz im Jahr 2021 beginnen können.

In der Mitte des Parcours – abgegrenzt durch Hecken - wird ein sogenanntes Calisthenicsquartier errichtet. Calisthenics ist ein intensives Training mit Eigengewicht, das mithilfe von Barren, Stangen und anderen Trainingsgeräten ausgeführt wird. An fünf Stationen kann man unter freiem Himmel unterschiedliche Muskeln und Fähigkeiten wie Orientierungsfähigkeit, Differenzierungsfähigkeit und den Gleichgewichtssinn trainieren.

Ein weiterer wesentlicher Bestandteil der Planung ist eine Einhausung, die mehrere Funktionen bietet. Manche Kinder und Jugendliche besitzen kein Fahrrad und/oder keinen Fahrradhelm, so dass am Parcours beides später ausgeliehen werden kann. In der Einhausung können Gegenstände untergestellt werden und sind dort vor Vandalismus und Diebstahl geschützt. Gleichzeitig soll sie ein Anlaufpunkt sein, unter anderem für das Quartiersmanagement.

 

Weitere geförderte Wohneinheiten im Neubaugebiet

18.06.2020

Nachdem im Baesweiler Neubaugebiet Südwest I bereits im vergangenen Jahr im Merberener Weg sozial geförderter Wohnraum geschaffen wurde, und an der Luxemburger Straße der Bau von Sozialwohnungen ebenfalls in vollem Gange ist, hat nun auch das dritte Projekt dieser Art in dem Gebiet begonnen. An der Brüsseler Straße entstehen 26 weitere barrierefreie Wohneinheiten.

Die Investoren Stephanie und Thomas Weißhaupt lassen dort zwei Mehrfamilienhäuser und sechs Miet-Einfamilienhäuser errichten. 5,2 Millionen Euro kostet das Projekt, das mit Mitteln des Landes und Bundes gefördert wird. „Besonders ist, dass nicht nur Mietwohnungen errichtet werden, sondern auch Einfamilienhäuser“, betonte Ursula Bauer, Arbeitsgruppenleiterin des Bereichs Wohnraumförderung der StädteRegion Aachen, die für die Vergabe von Fördermitteln zuständig ist. Bürgermeister Dr. Willi Linkens bedankte sich bei ihr für die Unterstützung, die sie der Stadt Baesweiler bereits bei zahlreichen Projekten hat zukommen lassen: „Danke, dass Sie unser Ziel, in Baesweiler bezahlbaren Wohnraum für alle anzubieten, so unterstützen“, sagte er.

In den beiden Mehrfamilienhäusern sind insgesamt elf Wohnungen für einen Zweipersonenhaushalt vorgesehen, die zwischen 62 und 67 Quadratmeter groß sind. Vier Wohnungen werden für Dreipersonenhaushalte ausgelegt, sie sind zwischen 75 und 82 Quadratmeter groß. Hinzu kommen vier weitere Wohnungen für Vierpersonenhaushalte (92 bis 97 Quadratmeter) und eine Wohnung für einen Fünfpersonenhaushalt (112 Quadratmeter). Jede Wohnung verfügt über einen Balkon.

Die sechs Miet-Einfamilienhäuser werden als Reihenhäuser ausgebildet. Jedes Miethaus verfügt über eine Wohnfläche von rund 117 Quadratmetern und ist für einen Fünfpersonenhaushalt ausgelegt. Dabei sind jeweils im Erdgeschoss ein offener Wohn-Ess-Bereich mit abgetrennter Küche, ein Abstellraum und ein Gäste-Bad, im Obergeschoss ein Elternschlafzimmer und zwei Kinderzimmer sowie ein großzügiges Bad und im Dachgeschoss ein drittes Kinderzimmer, ein WC und ein Speicher vorgesehen. Zusätzlich verfügt jedes Miethaus über eine rund 12,5 Quadratmeter große Terrasse.

„Die Planung im Vorfeld hat wunderbar geklappt“, lobte Rolf Weißhaupt, der in Vertretung der Investoren bei einem Termin vor Ort war, die Zusammenarbeit mit der Stadt Baesweiler und StädteRegion Aachen.

Der Wohnraum ist auf die Bedürfnisse von Paaren, Familien und Senioren ausgelegt. „Es ist toll, dass wir auch mit diesem Projekt niederen Einkommensgruppen in Baesweiler attraktiven Wohnraum bieten können“, schloss der Beigeordnete und Sozialdezernent Frank Brunner. In 18 Monaten sollen die Häuser, die an Personen der Einkommensgruppe A vermietet werden, fertiggestellt sein.

Foto: v.l. Frank Brunner, Beigeordneter, Stefanie Koenigs von der Abteilung Wohnraumförderung der StädteRegion Aachen, Anna Bender, Leiterin des Bauordnungsamtes, Technische Dezernentin Iris Tomczak-Pestel, Ursula Bauer, Abteilungsleiterin Wohnraumförderung der StädteRegion, Rolf Weißhaupt, Bürgermeister Dr. Willi Linkens.

 

Ortsumgehung L 50n ist für den Verkehr freigegeben

09.06.2020

Seit Ende Mai rollt der Verkehr auf der neuen Landesstraße 50n in Baesweiler, die vom Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen (Straßen.NRW) gebaut wurde. Die neue Ortsumgehung zwischen Setterich und Siersdorf, die von Verkehrsminister Hendrik Wüst freigegeben wurde, reduziert den innerörtlichen Verkehr in Setterich und verbessert die Anbindung von Baesweiler an die Autobahn 44. Mehr als 4000 Fahrzeuge sollen die neue Strecke künftig täglich nutzen. „Viele Jahre haben wir uns dafür eingesetzt, dass eine Umgehungsstraße an dieser Stelle gebaut wird. Ich freue mich, dass die Straße nun endlich fertiggestellt worden ist und der Verkehr in der Stadt dadurch erheblich reduziert wird“, sagt Bürgermeister Dr. Willi Linkens.

Im Jahr 2017 begannen die Arbeiten an der neuen rund zwei Kilometer langen Landesstraße, die auch an die L 225 in Richtung Niederlande angebunden ist. Im Zuge des Baus wurde eine Brücke errichtet, um den Wirtschaftsweg Raiffeisenstraße zu erhalten, für kleine Tiere wurden zwei Durchlässe gebaut. Darüber hinaus wurden neue Entwässerungsstrukturen installiert. Rund 6,8 Millionen Euro hat Straßen.NRW in die Maßnahme investiert, einen Teil davon in ökologische Ausgleichsmaßnahmen: So wurden auf zehn Hektar Obstbäume entlang einiger Wirtschaftswege gepflanzt. Zwei Hektar Ackerfläche wurden extensiviert und so neuer Lebensraum für Feldvögel geschaffen.

Auch ein neuer Kreisverkehr an der Schnittstelle L 50n/B 57 am Ortseingang Setterich wurde angelegt, dessen Bepflanzung vom BELLANDRIS Gartencenter Höppener in enger Abstimmung mit der Stadt Baesweiler geplant wurde. „Wir sind dem Gartencenter sehr dankbar, dass es uns die Pflanzen kostenlos zur Verfügung gestellt hat und den Kreisverkehr auch bepflanzt hat“, betont Dr. Linkens. In der Mitte des Kreisels kann perspektivisch eine Skulptur errichtet werden, die Bürgerinnen und Bürger werden zu gegebener Zeit an der Ideenfindung für das Motiv beteiligt.

Ein Aspekt fehlt jedoch noch zur Fertigstellung des Projektes L50n: Damit die Anwohnerinnen und Anwohner der Landesstraße nicht nur von einer besseren Luftqualität profitieren, sondern auch nicht mehr durch Verkehrslärm belästigt werden, wird eine Lärmschutzwand am Adenauerring errichtet. Bis Ende 2020 soll diese installiert werden, so Straßenbau.NRW. Die Ausschreibung läuft derzeit.

 

Eröffnung des Hallenbads verschiebt sich

02.06.2020

In den vergangenen Wochen und Monaten wurde bereits mehrfach über den Baufortschritt und die Fertigstellung des Hallenbades und des Freizeitbereiches berichtet.

Erfreulich ist, dass der neue Spielplatz in der Parkstraße fertig gestellt ist und sich großer Resonanz erfreut. Bei dem schönen Wetter in den letzten Tagen haben sich dort viele Familien und vor allem viele Kinder sehr wohl gefühlt. Der Bereich Parkstraße ist hergestellt. Die Grünanlagen vor dem Hallenbad sind fertig gestellt. Die Blumenwiesen sind eingesät. Das Ganze macht einen sehr einladenden und freundlichen Eindruck.

Nun zum Hallenbad: Mehrfach wurde berichtet, dass die Stadt Baesweiler Probleme hatte hinsichtlich der Suche geeigneter Firmen zu wirtschaftlich vertretbaren Konditionen, der fristgerechten Realisierung und zuletzt bei den Außenfassaden.

Im Wesentlichen sind die Arbeiten an den Außenfassaden jetzt endlich fertig gestellt. Die letzten Restarbeiten stehen an. Wir hoffen, dass das Unternehmen diese bald abschließt. Wenn nun das Gerüst abgebaut ist, können in dem Seitenbereich die Restarbeiten durchgeführt werden, die aber einer Öffnung des Schwimmbades nicht entgegenstünden. Außerdem muss im Eingangsbereich noch die Pflasterfläche beigearbeitet werden, was ebenfalls nicht der Nutzung entgegensteht. Nunmehr können die Außenarbeiten im Bereich des Schwimmbades (Seite der Rutsche) und auf der anderen Seite im Bereich der Hanglage vorangetrieben werden. Wir hoffen, dass das Unternehmen zügig arbeitet und schnell vorankommt.

Nunmehr zum Inneren des Schwimmbades: Der Kassenautomat ist installiert, die Mitarbeiter sind geschult. Nachdem das Wasser eingefüllt war und das Gesundheitsamt die Anlage abgenommen hatte, wurde festgestellt, dass sowohl im neu geschaffenen kleineren Becken als auch im großen Becken, welches mit Edelstahl ausgekleidet ist, Wasser ausdringt und in den Keller gelangt. In beiden Fällen handelt es sich um eine nicht große Menge, sodass zunächst beabsichtigt war, das Schwimmbad gleichwohl zu öffnen und die Mängel in einem Wintermonat, wenn ohnehin eine Schließung für die dann anstehende Wartung ansteht, zu beseitigen.

Da aber infolge von Corona das Hallenbad nicht geöffnet werden durfte, haben wir uns entschlossen, die Arbeiten jetzt durchführen zu lassen. Der Schaden am Edelstahlbecken wurde systematisch gesucht. Nachdem das Wasser ausgelassen war, wurde an mehreren Stellen nachgearbeitet, an denen perspektivisch eine Schadstelle vermutet wurde. Alsdann wurde das Wasser stufenweise eingelassen. Zur besseren Erkennung der Ursache wurde das Wasser mit einer zulässigen und ungefährlichen Lebensmittelfarbe grün gefärbt (die Farbe löst sich bei Einbringung des Chlors auf). Die Einfüllstutzen wurden auf Dichtheit überprüft. Auch eine weitere intensive Überprüfung durch die Fachfirma hat stattgefunden.

Ein systematisches Eingrenzen einer möglichen Ursache (wenn nicht als offensichtliche Schadstelle erkennbar) geht in der Regel immer nur mit einem zeitlichen Versatz einher, da schrittweise die Auswirkung der vorangegangenen Untersuchung erst begutachtet werden kann.

Hinsichtlich des zweiten Beckens wurden ebenfalls systematisch in Frage kommende potenzielle Ursachen überprüft. Zurzeit wird das Becken schrittweise bis zur Vollfüllung aufgefüllt, um so festzustellen, ob und wo ggf. noch kleinere Arbeiten nötig sein werden.

„Natürlich werde ich sehr oft gefragt, wann das Schwimmbad öffnet. Es hat sich herausgestellt, dass es richtig war, jetzt die Gelegenheit der Schließung infolge der Epidemie zu nutzen, um die noch vorhandenen Mängel zu beseitigen. Denn auch nach der nunmehr vorliegenden neuen Verordnung, die ab dem 30. Mai gilt, ist die Öffnung von Freizeitbädern weiterhin nicht zulässig. Damit scheidet ein Schwimmen, zum Beispiel das übliche lockere Schwimmen in den Becken aus. Danach wäre es allenfalls möglich, eine sehr eingeschränkte Nutzung zum Bahnenschwimmen zuzulassen“, so Bürgermeister Dr. Willi Linkens. Dies bedeutet, dass nach § 10 Abs. 2 der Landes-Coronoaschutzverordnung in Erlebnisbädern nur der Betrieb für den Schwimmsport als Bahnenschwimmen unter Beachtung der Hygiene- und Infektionsschutzvorschriften zulässig ist. Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass dies mit erheblichen Einschränkungen verbunden wäre. Zum einen würde es einer Anmeldung über das Internet oder telefonisch bedürfen. Die Nutzung müsste auf eine sehr geringe Zahl von Besuchern begrenzt werden, was sicherlich mit Ärger verbunden wäre. Wie wir aus der jetzt schon erlaubten Nutzung von Freibädern erfahren haben, ist auch im Wasser ein Abstand einzuhalten, was zum Beispiel ausschließt, dass man in einer Bahn „überholt“. Die Nutzung der Ankleide- und Duschräume müssten sehr stark eingeschränkt werden, damit auch hier ein Begegnungsverkehr ausgeschlossen wird. Die Zahl der genutzten Duschen müsste deutlich reduziert werden. Die Flure im Bereich der Umkleide und der Spinde sind, weil es sich in den Umrissen um die Maße des ursprünglichen Gebäudes handelt, nicht so weit angelegt, dass ein Begegnungsverkehr ohne weiteres vermeidbar wäre. Nach jeder zeitlich begrenzten Nutzung würde eine Hygienereinigung erforderlich sein. „Dies würde mit hohem Personalaufwand verbunden sein. Auf die hohen Kosten brauche ich sicherlich nicht einzugehen“, so Dr. Linkens.

„Somit bleibt unser Freizeitbad auch für die Zeit ab 30. Mai entsprechend der Landesverordnung geschlossen, wozu sich auch zahlreiche andere Städte entschlossen haben. Wir werden die Zeit nutzen, alles optimal herzurichten. Natürlich hoffe ich, dass infolge eines weiteren Rückgangs des Infektionsgeschehens weitere Lockerungen durch die Landesregierung möglich sein werden, die uns dann auch berechtigen, das Freizeitbad zu öffnen“, betont der Bürgermeister.

 

Stadt Baesweiler lässt Wirtschaftswegekonzept erstellen

11.05.2020

In der Stadt Baesweiler wird ab dieser Woche ein ländliches Wirtschaftswegekonzept erstellt mit dem Ziel, die städtischen Außenbereiche zukunftsfähig und anforderungsgerecht, gleichzeitig aber auch finanzierbar zu gestalten.   

Die Wirtschaftswege der Stadt Baesweiler werden intensiv genutzt. Zum einen durch die Landwirtschaft mit immer größeren Geräten, zum anderen zur sinnvollen Freizeitgestaltung mit Fahrrädern und zu Fuß.

In welchem baulichen Zustand sind die Wege und Brückenbauwerke? Wie ist es um ihre unterschiedliche Nutzung bestellt? Wie werden sie den unterschiedlichen Entwicklungen und Anforderungen gerade auch in der landwirtschaftlichen Bearbeitung gerecht? Welche Wege werden häufig genutzt und durch welche Nutzergruppe? Welche Rolle spielen die Aspekte Freizeit, Erholung, Mobilität, Produktion, erneuerbare Energien und ökologische Wertigkeit? Unter anderem auf diese Fragen soll das Konzept eine Antwort geben.

Erstellt wird es von der Ge-Komm GmbH, Gesellschaft für kommunale Infrastruktur aus dem Osnabrücker Land.

Die Mitarbeiter des Ingenieurbüros führen dazu mit geländetauglichen Allradfahrzeugen und einer Spezial-Kameraausrüstung sowie systemoptimierten EDV-Hard- und Softwarelösungen im Baesweiler Stadtgebiet gerade eine Bestandsaufnahme durch. Sie verfügen über die notwendige Berechtigung und können sich entsprechend ausweisen.

Die Erstellung des Konzeptes unter Beteiligung von Kommune, Städteregion und den Ortslandwirten wird mit einem Zuschuss von 60 Prozent aus dem Förderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen zur „Förderung einer integrierten ländlichen Entwicklung“ gefördert.

Mit Hilfe eines digitalen Bürgerdialog-Portals wird im Rahmen des Projektes demnächst allen interessierten Bürgern und Anliegern die Möglichkeit zur Information und Beteiligung gegeben. Entsprechende Informationen dazu gibt die Stadtverwaltung rechtzeitig bekannt.

 

Hallenbad: Eröffnung so schnell wie möglich

05.05.2020

Das Baesweiler Hallenbad hat Anfang des Jahres den Probebetrieb aufgenommen, letzte Mängel sind überwiegend beseitigt worden und das Wasser ist eingelassen.  Es stehen nur noch wenige Restarbeiten insbesondere im Bereich der Außenanlage und Fassade aus. Im Inneren ist alles bereit dafür, dass endlich die ersten Besucher hereinströmen. Eigentlich sollte dies Anfang April bei einer feierlichen Eröffnung passieren. Doch das Corona-Virus machte diesen Plan zunichte.

Aufgrund der aktuellen Lage und den damit einhergehenden vorübergehenden Schließungen von Hallenbädern ist derzeit der Termin für die Eröffnung noch nicht festgelegt.

Rund zwei Jahre dauerte der Umbau und die Erweiterung des Hallenbades an der Parkstraße. Die Hochkonjunktur im Baugewerbe, ein mangelndes Angebot geeigneter Fachbetriebe, personelle Engpässe bei Handwerkerfirmen und Lieferschwierigkeiten in allen Bereichen verzögerten den Umbau. Da der gesamte Anbietermarkt aufgrund des Baubooms ausgelastet war, stiegen auch die Preise deutlich an.

Aus energetischen, betriebsorganisatorischen und wirtschaftlichen Gründen wurden das Hallenbad und Lehrschwimmbecken an einem Standort zusammengelegt. Das neue Hauptbecken hat einen flachen Teil, in dem auch die Rutsche endet. Der Schwimmerbereich ist 3,55 Meter tief. Die neuen Becken wurden so geplant, dass alle Wassertiefen vorhanden sind, die benötigt werden, um Wassergymnastik und Schwimmabzeichen zu machen sowie Kinderschwimmen anzubieten. Für kleine Kinder befindet sich neben dem Lehrschwimmbecken im neu angebauten, hinteren Teil des Bades ein Kinderplanschbecken mit angrenzendem Babywickelraum. Umkleiden für Familien, Behinderte, Gruppen sowie Einzelpersonen wurden im Erd- und Obergeschoss eingerichtet. Der Zugang zum Hallenbad sowie zu den Umkleiden und Sanitärräumen im Erdgeschoss sind barrierefrei.

Auch der Sportplatz kann künftig ohne Hindernisse von körperlich beeinträchtigen Menschen erreicht werden: Eine Rampenanlage mit Zwischenpodesten an der Treppenanlage geht in einen rollstuhlgeeigneten Fußweg zum Sportpark und Hallenbad über. Damit die Verkehrsführung vor dem Bad und Sportplatz für alle Fußgänger sicherer ist, wurde sie angepasst. Die Fahrspur wurde optisch verengt, um die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer zu erhöhen und eine Drosselung des Tempos zu fördern. Die Parkplätze für Autos wurden neu geordnet. Fußwege sind klar abgegrenzt von Parkbuchten. Der gesamte Eingangsbereich ist darüber hinaus besser einzusehen. Grünbeete und Bäume runden das neue Konzept optisch ab.

Die Arbeiten am Hallenbad und die Straßen- und Landschaftsbauarbeiten im Bereich der Parkstraße zur Herstellung der Barrierefreiheit und zur Verkehrsberuhigung wurden im Rahmen des städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) zu 70 Prozent von Bund und Land gefördert.

„Wir alle hoffen natürlich sehr, dass das Hallenbad bald öffnen darf“, sagt Bürgermeister Dr. Willi Linkens. „Sobald der Termin feststeht, informieren wir Sie auf unserer Homepage“, betont er.

Der Wasserspielplatz ist fertig

30.04.2020

Auf einem Schiff toben, im Wasser planschen und auf Dünen klettern: Das können Kinder bald auf dem Wasserspielplatz an der Parkstraße. Die letzten Arbeiten dort wurden kürzlich abgeschlossen, der Platz rund um das Thema „Meer“ ist fertiggestellt. 210 Quadratmeter Sandfläche, rund 250 Quadratmeter Spieldüne und 450 Quadratmeter Wasserfläche mit vielen neuen und auch sanierten und aufgewerteten Spielgeräten bieten Kindern eine Menge Möglichkeiten sich auszutoben.

Das alte Spielschiff, das früher auf der Sandfläche stand und nicht mehr den aktuellen Sicherheitsvorschriften entsprach, wurde durch ein neues dreiteiliges Spielschiff-Ensemble mit Rutsche, Kletterwand und Seilen ersetzt. Weitere Elemente zum Schaukeln, Balancieren und Klettern runden den Sandbereich ab. Eine künstliche Düne trennt den Spielbereich aus Sand mit dem befestigten Teil für Wasserspiele und lädt zum Klettern und Versteckspielen ein. Gleichzeitig wird dort an einem Teilbereich Wasser zurückgestaut, damit auch Kleinkinder planschen können. An der „Archimedischen Schraube“, einem Spielgerät, mit dem man durch Drehen Wasser nach oben transportiert, sowie am Wasserrad können Kinder Wasser schöpfen und bewegen.

Einige Sitzmöglichkeiten wurden auf die Spielfläche verlagert, so bietet unter anderem ein Liegedeck im Sandspielbereich für Eltern und Kinder die Möglichkeit, den Spielplatz gemeinsam zu nutzen. Auf dem Rasenplatz wurden mehrere Tische und Bänke aufgestellt, damit sich Familien bei einem Picknick stärken können. Rund um den Spielplatz laden weitere Bänke zum Verweilen ein und bieten gleichzeitig einen guten Blick auf das Geschehen. Um eine bessere soziale Kontrolle zu erreichen, wurde auch die Bepflanzung rund um den Spielplatz maßvoll ausgedünnt. Die neue Bepflanzung rundet das Meer-Thema ab: Strandflieder und Reitgras erinnern an echte Dünen.

Der Wasserspielplatz und seine Umgebung sind der erste Bauabschnitt des neuen Sport- und Bürgerparks an der Parkstraße. Der innere Sportbereich, die Tennisanlage, ist durch neu geführte Wege transparent an den Spielplatz angebunden. Hinter dem Spielplatz wurde bereits vor einigen Jahren eine Dirt-Bike-Anlage errichtet. Im angrenzendem Sportpark befinden sich eine Tennisanlage und ein Fußballplatz, die von Vereinen genutzt werden. Drei Fitnesspunkte für Sprints, Koordinationstraining und Minigolf sowie eine Rampe, die zum Hallenbad führt, bilden den Grundstein für einen neu angelegten, öffentlichen Fitnessparcours. Erste Lauf- und Gehrouten sind bereits in der Umsetzung. Zusätzliche Fitnesspunkte und die weitere Ausgestaltung des Sport- und Bürgerparks werden unter Beteiligung der Vereine und Bürgerinnen und Bürger folgen. Auch die Tribünenanlage wird teilweise saniert. Mit diesen Maßnahmen soll das Vereinsleben in Baesweiler unterstützt werden. Auch die Kooperation mit Schulen wird gefördert, und die Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, Trendsportarten vor Ort auszuüben.

Gefördert wird der Umbau auf dem rund 10.700 Quadratmeter großen Gebiet zu 70 Prozent durch das Bund-Länder-Programm „Zukunft Stadtgrün“.

Aktuell sind die Spielplätze im Baesweiler Stadtgebiet aufgrund der Coronaschutzverordnung gesperrt. Sobald sie wieder geöffnet sind, wird darüber auf dieser Homepage berichtet.

Quartiersarbeit kann weitergehen

29.04.2020

Das Stadtteilbüro „KREATIV“ an der Kückstraße hat sich mittlerweile als innerstädtische Anlaufstelle für Bürger, Vereine und Einzelhändler in Baesweiler etabliert.

Durch seine – leider zurzeit Corona-bedingt unterbrochenen – Öffnungszeiten an immerhin sechs Wochentagen und zu unterschiedlichsten Vormittags-, Nachmittags- und Frühabendzeiten wird es mittlerweile stetig und rege angenommen.

Es ist zur ersten Anlaufstelle für Fragen und Anregungen geworden - sowie natürlich auch für Beschwerden, denen dann abgeholfen werden kann. Hier werden viele, auch längere Gespräche mit Bürgern geführt, hier gibt es Infomaterial, Aufkleber, Löwen, Stadtpläne und vieles mehr. Vor allem der Bereich der Künstler ist als Ausstellungsfläche und zum Testen der eigenen Werke im stationären Handel gut angenommen. Immer wieder werden die unkompliziert den jeweiligen Anforderungen anzupassenden Räumlichkeiten für Ausstellungen, Bürger-Beteiligungen, Workshops und für Vorträge, z.B. im Rahmen der Stadtplanung, des Klimaschutzes und des Citymanagementes sowie der Wirtschaftsförderung, genutzt. Kooperationen mit Geschichtsverein und Seniorenwerkstatt, aber auch im Bereich der Elektromobilität haben hier zu gemeinsamen Aktionen geführt.  Auch für die Zusammenarbeit mit der RWTH zugunsten unserer Stadt hat das Quartiersbüro schon gute Dienste geleistet.

Da das KREATIV barrierefrei erreichbar ist, wird es gern als Anlaufstation bei einem Stadtbummel genutzt, den man so unkompliziert mit einer Frage oder Anregung an die Kollegen der Stadtverwaltung oder des Citymanagementes verbindet.

Da das Quartiersbüro mit seinen Informationen gerade auch zu Stadtentwicklungen, zu den Förderprogrammen (Fassadenprogramm, Verfügungsfond), von denen die Bürger und Gewerbetreibenden im Innenstadtbereich profitieren und zur Wirtschaftsförderung, zum Ziel hat, zur Stärkung der Innenstadt beizutragen, war auch der Bezirksregierung die Kontinuität dieser Arbeit so wichtig, dass sie die Stadt Baesweiler bei einer Verlängerung des Förderantrages gemeinsam mit dem Ministerium entsprechend unterstützt hat.

So freuen wir uns sehr, dass diese Arbeit nun für insgesamt weitere drei Jahre (bis 2022) gesichert ist. Gerade in Hinblick auf die jetzige Situation ist jede Hilfe zur Belebung unserer Innenstadt und des örtlichen Handels in den nächsten Wochen und Monaten unverzichtbar. Wir wollen hier ausgehend vom KREATIV gerne unterstützen und für Sie da sein. Ein herzlicher Dank geht daher an Land und Bund für die Bereitstellung der weiteren Fördermittel.

Das KREATIV wird schnellstmöglich unter Wahrung der erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen seinen Dienst wieder aufnehmen. Wann es soweit ist, erfahren Sie auf der Homepage www.baesweiler.de. Wir freuen uns dann sehr über Ihren Besuch.

 

Bahnanbindung erwünscht

23.04.2020

Zur positiven Stadtentwicklung wird künftig unter (übergeordneten) regionalplanerischen Gesichtspunkten zur Bewältigung der überall stärker werdenden Verkehrs- und Klimaschutzproblematiken einem Bahnanschluss für unsere Stadt eine immer größer werdende Bedeutung zukommen.

Daher setzt sich die Stadtverwaltung zurzeit gleich an zwei Stellen parallel zur schnellen Umsetzung wenigstens einer der in Rede stehenden Optionen ein:

Sie unterstützt zum einen die sich seit dem letzten Jahr entwickelnde Idee einer modernen „Straßenbahn“ als Verbindung der Stadt Aachen über Würselen und Alsdorf bis nach Baesweiler zum CarlAlexanderPark, zum Zentrum und Gewerbegebiet. Dazu setzt sie sich in der aus AVV, weiteren Fachstellen sowie den betroffenen städteregionalen Kommunen bestehenden Arbeitsgruppe stark für diese Anbindung Baesweilers ein. Im Verkehrs- und Umweltausschuss wurde bereits die Idee der Regio-Tram vorgestellt.

Nunmehr ist ein weiterer wichtiger Schritt, die zweistufige Machbarkeitsstudie, auf den Weg gebracht worden. Nach Abschluss einer europaweiten Ausschreibung wurde die Erstellung der Machbarkeitsstudie durch den Aachener Verkehrsverbund (AVV) in Auftrag gegeben. In „Stufe 1“ sollen zunächst die grundsätzliche Machbarkeit und Umsetzbarkeit des Projekts Euregiotram geprüft werden. An die erste Stufe schließt sich mit „Stufe 2“ eine Detaillierung der Untersuchung und Konkretisierung der Planung an. Erste Ergebnisse werden im Sommer 2020 erwartet. Nach Vorliegen erster Ergebnisse aus der Machbarkeitsstudie ist im weiteren Projektverlauf eine intensive Bürgerbeteiligung vorgesehen.

Andererseits forciert die Stadt aber auch in enger Zusammenarbeit mit der EVS (Euregio Verkehrsschienennetz GmbH) und dem NVR (Nahverkehr Rheinland) die bereits seit längerem geplante und nun in Angriff genommene Reaktivierung der Strecke Alsdorf-Kellersberg – Aldenhoven-Siersdorf zur Fortführung der Euregiobahn. Diese Reaktivierung soll gegebenenfalls schon bis 2021 erfolgen. Dabei ist auch eine spätere Elektrifizierung des Streckenastes geplant. Besonders wichtig für Baesweiler ist jedoch die weitere Fortführung der Euregiobahn von Siersdorf aus in Richtung Baesweiler und von dort weiter bis ins Gewerbegebiet. Auch dafür kämpfen Bürgermeister und Verwaltung in den letzten Monaten mit hohem Engagement. Der EVS führt derzeit ebenfalls eine ergebnisoffene Machbarkeitsstudie zur Findung von Trassen für eine solche Weiterführung Siersdorf – Baesweiler durch.

„Es ist für die Baesweiler Bürgerinnen und Bürger, aber auch für die vielen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in unserem Gewerbegebiet sehr wichtig, dass unser Stadtgebiet mit allen möglichst bald und komfortabel über einen zentralen Bahnhaltepunkt mit den Nachbarkommunen und dem Oberzentrum Aachen verbunden wird. Die Machbarkeitsstudien, die jetzt beauftragt werden, sind wichtige Schritte in diese Richtung", freut sich Bürgermeister Dr. Willi Linkens.

 

Planung für die neue Beggendorfer Grundschule vorgestellt

26.02.2020

Der katholische Teilstandort Beggendorf der Gemeinschaftsgrundschule Grengracht wird neu gebaut. Auf dem Platz, an dem derzeit die alte Schule steht, soll schnellstmöglich die neue errichtet werden. Die Schülerinnen und Schüler werden während der Bauphase weiterhin in der Goetheschule in Baesweiler untergebracht.

Ursprünglich war geplant, die bestehende Schule in Beggendorf zu sanieren. Doch dies erwies sich nach eingehender Prüfung als unwirtschaftlich. Die Planungen für den Neubau wurden bereits den zuständigen Gremien vorgestellt und Anfang März auch den Bürgerinnen und Bürgern Baesweilers bei einer Informationsveranstaltung durch das beauftragte Fachbüro Hahn Helten Architektur präsentiert. Noch in diesem Jahr soll mit dem Bau begonnen werden.

Im Fokus der Planung steht die Entwicklung weg von der Flurschule mit geschlossenen Klassenzimmern hin zur offenen Lernlandschaft, die in Cluster unterteilt ist. „Die Schule soll künftig ein Lebensort, nicht nur ein Lernort sein“, erklärte Christian Fensterer, Prokurist der Geschäftsführung im Fachbüro.

Verteilt auf zwei Geschosse entstehen vier Unterrichtsräume, zwei Gruppen- respektive Differenzierungsräume, die sich in direkter Umgebung der Unterrichtsräume befinden, zwei OGS-Räume, zwei Multifunktionsräume, eine Mensa, eine multifunktional nutzbare Aula bzw. ein Erschließungsbereich, Lehrerzimmer bzw. Lehrerarbeitsbereiche, Sanitärbereiche, ein Verwaltungsbereich mit Sekretariat, Flächen für Lehrmittel bzw. ein Lager sowie Garderobenbereiche. Die gesamte Schule wird barrierefrei sein sowie in puncto Digitalisierung und Klimaschutz auf dem neuesten Stand. Die Mensa wird später auch für Bürgerveranstaltungen genutzt werden können. Gefördert wird der Bau durch das Kommunalinvestitionsförderprogramm.

„Wie genau der Schulhof später einmal aussehen wird, wird während der Bauphase der Grundschule geplant“, erläuterte Bürgermeister Dr. Willi Linkens. Die Kirche stelle für den Schulhof Fläche zur Verfügung. „Dafür ist die Stadt Baesweiler sehr dankbar“, betonte er. Die Außenfassade der neuen Schule wird den umliegenden Gebäuden angepasst.

„Wir wurden sehr umfassend in den Planungsprozess mit einbezogen“, erklärte Schulleiter Axel Schiffer den Bürgerinnen und Bürgern bei der Informationsveranstaltung. „Als Schulleiter fühle ich mich extrem gut aufgehoben“, sagte er weiter. „Unsere Wünsche wurden berücksichtigt. So wird es beispielsweise eine Ausgabe für Spielgeräte im Außenbereich geben.“

Der Bürgermeister betonte abschließend: „Auch wenn es anderslautende Gerüchte gibt: Die Lovericher Schule bleibt. Auch wenn der Neubau in Beggendorf fertig ist.“

 

Kirchplatz: Umbau vor dem Abschluss

17.02.2020

Die Umbauarbeiten am Kirchplatz in Baesweiler werden in Kürze beendet sein, und schon laufen die Vorbereitungen für mögliche Nutzungen in den warmen Monaten auf Hochtouren.

Wie alljährlich werden Markt, Straßenfeste, Konzerte und Veranstaltungen hier ihren Platz haben. Zusätzlich beabsichtigen die angrenzenden Gastronomiebetriebe den Kirchplatz mit Außengastronomie zu beleben. Hierzu werden gerade erste Vorbereitungen getroffen. Die Mehrnutzung des Platzes durch Bürger jeden Alters war erklärtes Ziel der Umbaumaßnahme. Dies ermöglicht mehr als früher das neue Zwischenpodest und die weitläufige Treppenanlage, die im Sommer gerne auch zum Sitzen genutzt werden darf.

Vom Feuerwehrturm kommend, fallen Podest und oberer Kirchplatz über die heute deutlich flacher ausgebildete Neigung mehr in den Blick; die Baesweiler Kirche rückt mehr in den Ort. Dieser Bereich öffnet sich erstmalig auch zur Nutzung für die Öffentlichkeit. Hierfür ist die Stadt Baesweiler der Kirchengemeinde als Eigentümer des gesamten oberen Kirchplatzes für ihre Kooperation sehr dankbar.

Die ehemals steilen Treppenaufgänge wurden durch bequem begehbare, flachere Freistufen ersetzt. Handlaufe, die zurzeit während der Baumaßnahme nur provisorisch da sind, werden für Rechts- und Linkshänder an verschiedenen Stellen noch errichtet.

Bei den zurückliegenden zahlreichen Bürgerbeteiligungen wurde insbesondere immer auch der Aspekt Barrierefreiheit erläutert: Vor dem Umbau war die Kirche selbst nur durch drei sehr steile Treppenanlagen erreichbar. Nur über die Straße Im Sack konnte der obere Kirchvorplatz, nicht aber die Kirche stufenlos erreicht werden. Der immense Höhenunterschied zwischen dem oberen und unteren Kirchplatz ließ die vollständige vordere Verbindung durch eine barrierefreie Rampe leider nicht zu. Dies wurde seitens der Stadt, aber auch der Kirchengemeinde planerisch untersucht.

Der Höhenunterschied würde bei maximal zulässiger Neigung von sechs Prozent einschließlich der erforderlichen Zwischenpodeste solche Längen erfordern, dass diese sowohl den unteren als auch den oberen Kirchvorplatz nicht nur baulich erheblich beeinträchtigen, sondern auch in weiten Teilen nicht nutzbar machen würden, so dass diese Möglichkeit leider nicht bestand.

Nach allen Bürgerbeteiligungen bestand aber allseits der Anspruch, dass wenigstens das neu gestaltete Podest, das demnächst öffentlich genutzt werden kann, und auch der Kirchenraum – über die Straße „Im Sack“ - barrierefrei zu erreichen sind.

Dieser Anspruch wurde mit vereinten Kräften durch Stadt und Kirchengemeinde nun über die beiden neu gestalteten Rampen vom oberen Kirchplatz aus erfüllt. Mehr Barrierefreiheit war hier leider nicht möglich, aber gegenüber früher wurde doch eine ganze Menge erreicht. Im Bereich der Parkplätze Im Sack werden zudem am unteren (Kirchstraße) und oberen Ende (Kirche) jeweils ein Behindertenstellplatz ausgewiesen.

Um auch Radfahrer zu Einkäufen, Essen oder zum Verweilen an den Kirchplatz zu locken, werden mit den sonst noch fehlenden Ausstattungselementen (z.B. Mülleimer, Bank auf dem oberen Kirchplatz) sowohl an der Kirchstraße, Im Sack, als auch auf dem oberen Kirchplatz noch Fahrradständer und auch Schließfächer zur Zwischenlagerung von Helm oder Einkäufen aufgestellt. Nachgerüstet werden kann auch eine E-Bike-Ladestation.

Hoffen wir auf einen schönen Sommer und launige gemeinsame Stunden am Kirchplatz.

 

Bushof: Zwei Lösungen für den Knotenpunkt disktuiert

31.01.2020

Die Planungen für den Umbau des Bushofes In der Schaf in Baesweiler schreiten zügig voran. Die Bedenken und Anregungen, die in den vergangenen Monaten von Baesweiler Bürgerinnen und Bürgern, politischen Gremien und Fachbehörden eingebracht wurden, wurden ausgewertet und in die Planungen einbezogen.

Die gegenwärtigen Diskussionen zur Mobilitätswende verdeutlicht, dass eine Steigerung der Nutzung des ÖPNV mit dessen Attraktivierung einhergehen muss. Barrierefreie Ausbauten, moderne dynamische Fahrgastinformationsanzeigen, wettersichere Haltestellen und verlässliche Fahrpläne sind erforderlich. Es besteht Handlungsbedarf, um den heutigen und künftigen Anforderungen gerecht zu werden.

Nicht nur die Situation des Öffentlichen Personennahverkehrs an sich soll optimiert werden, sondern auch die Aufenthaltsqualität am Bushof. Ein wichtiger Punkt der geplanten Umgestaltung im Bereich In der Schaf ist es, ordnend in den Verkehr einzugreifen, eine deutlich höhere städtebauliche Qualität zu schaffen und dem ansässigen Handel und den Gastronomiebetrieben eine größere Aufenthaltszone vorzulagern, sodass der Gesamtbereich zum Verweilen einlädt und auch dazu auffordert, in die nahegelegene Innenstadt zu gehen. Gehwege werden verbreitert, Barrieren für Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung abgebaut und die Verkehrssicherheit wird erhöht, z.B. mit Spuren für Radfahrer, einem Fußgängerüberweg an der Einmündung von der Straße In der Schaf in die Aachener Straße und durch verkehrsberuhigende Maßnahmen auf der Aachener Straße.

Aufgrund der beengten Platzverhältnisse erforderte vor allem der Knotenpunkt Aachener Straße/In der Schaf das Geschick der Planer. Die Planungsgruppe MWM, die mit der Planung des Umbaus beauftragt ist, hat den politischen Gremien nun zwei Lösungen präsentiert, die an dieser Stelle denkbar seien. Variante 1: Ein überfahrbarer, 22 Meter großer Mini-Kreisverkehr wird an diesem Knotenpunkt eingerichtet. Das hätte den Vorteil, dass der Busverkehr ohne Verzögerungen auf die Aachener Straße einbiegen kann, jedoch müssten sich dann die Radfahrer an dieser Stelle die Fahrbahn mit Bussen und Autos teilen. Variante 2: eine neu gestaltete Einmündung mit Linksabbiegerspur für den Individualverkehr auf der Aachener Straße aus Richtung Setterich. Der ÖPNV und auch der Radverkehr wären dann an diesem Knotenpunkt bei der Ausfahrt aus der Straße In der Schaf vorfahrtsberechtigt.

Beide Varianten haben in Hinblick auf den Verkehrsfluss, die Radwegeführung, die Verkehrssicherheit und die Nutzung für den ÖPNV Vor- und Nachteile. Die Entscheidung, welche Variante umgesetzt wird, wurde in den zuständigen Ausschüssen sehr intensiv und mit großem Zeiteinsatz beraten. Eine Entscheidung wurde in einer gemeinsamen Sitzung des Umwelt – und Verkehrsausschusses mit dem Bauausschuss Mitte Januar getroffen. Mehrheitlich wurde entschieden, dass Variante 1 umgesetzt werden soll.

Auch der bereits beschlossene vorgezogene Umbau des unteren Bereiches der Kirchstraße (zwischen Aachener Straße und Einmündung Peterstraße/In der Schaf) gehört zu der Maßnahme. Noch im Frühjahr beginnen dort die Bauarbeiten, die bis August abgeschlossen sein werden. Mit dem Umbau in diesem Bereich wird als erstes begonnen, weil bei dem Erhalt von Fördermitteln Fristen für den Baubeginn eingehalten werden müssen und so die Möglichkeit für einen größeren organisatorischen Vorlauf zur komplexen Umgestaltung des eigentlichen Bushofes besteht.

Zu der weiteren Baumaßnahmen In der Schaf und deren Anbindung an die Aachener Straße (Variante 1), deren Umsetzung erst ab dem Jahreswechsel 20/21 geplant ist, wird es im weiteren Verlauf dieses Jahres auch noch eine ausführliche Bürgerinformation und Beteiligungsmöglichkeit auch der ansässigen Händler geben.

Im Rahmen des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes der Stadt Baesweiler erhält die Stadt von Land und Bund 70 Prozent Fördermittel sowie für die darin enthaltenen Maßnahmen für den ÖPNV 90 Prozent von Nahverkehr Rheinland.

Zur o.a. weiteren Bürgerinformationsveranstaltung informieren wir rechtzeitig und laden Sie herzlich dazu ein. Auch über die weitere Entwicklung in dieser Angelegenheit werden wir hier und im Stadtinfo weiter berichten.

 

 

Offenere Gestaltung der Grünanlage

30.01.2020

Die Grünanlage an der Ecke Schmiedstraße/Adenauerring im Stadtteil Setterich wird neu gestaltet.

Die Stadt hat es sich zum Ziel gesetzt, den Ortseingang von Siersdorf nach Setterich und vor allem die dort vorhandene Grünanlage zwischen dem Neubaugebiet und der Schmiedstraße attraktiver zu machen. Durch eine Umstrukturierung des Bereichs der Grünanlage soll sowohl eine Verbindung zwischen Schmiedstraße und Adenauerring entstehen als auch gleichzeitig die Aufenthaltsqualität gesteigert werden.

Die vorhandene Bushaltestelle wird sich künftig zur Grünfläche hin öffnen. Der Zaun, der derzeit dort steht, soll entfernt werden, um so einer Plakatierung an dieser Stelle vorzubeugen. Die bestehende Heckenbepflanzung zu beiden Straßenseiten wird darüber hinaus im Zuge der Aufwertung eingekürzt, so dass der Bereich besser einsehbar ist.

Durch den Innenbereich der Grünfläche wird ein unversiegelter Weg geführt, der die Bushaltestelle mit der Schmiedstraße verbindet. Alle vorhandenen Bäume dort bleiben bestehen, der Wurzelbereich wird geschont. Lediglich eine Bank und ein Kleinkinderspielgerät animieren dort zum Verweilen. Zu den Nachbarsgrundstücken bleibt das bestehende Strauchwerk erhalten oder wird als unzugängliches Abstandsgrün noch verdichtet. Nachgepflanztes Strauchwerk hier sowie Bei-/Ersatzpflanzungen im Bereich des Kreisverkehres werden so ausgewählt, dass sie insektenfreundlich sind und Insekten Nahrung bieten.

Der Innenbereich der Grünfläche wird zur besseren Einsehbarkeit und Erhöhung des Sicherheitsgefühls dezent beleuchtet. Nach Vorstellung der Maßnahme im Bau- und Planungsausschuss ist nun beabsichtigt, die Umgestaltung bald umzusetzen.

 

Baesweiler Radrundweg wird aufgewertet

30.01.2020

Der Radrundweg um Baesweiler soll schöner werden: Die Strecke, auf der sich insbesondere beim Radwandertag der Stadt Baesweiler an Christi Himmelfahrt Hunderte Radfahrer gerne fortbewegen, wirkt derzeit nicht sehr einladend. Deshalb wird der Rundweg nun baulich überarbeitet und attraktiver gestaltet.

Ziel ist es, dass der Rundweg von den Baesweiler Bürgerinnen und Bürgern häufiger genutzt wird – schließlich verbindet er die Baesweiler Ortsteile miteinander. Er soll ein attraktives Ausflugsziel nicht nur für Radfahrer, sondern auch für Spaziergänger, Wanderer, Inlineskater und Familien werden und an verschiedenen Stationen Aufenthaltsmöglichkeiten bieten.

Die Verbindung zu den einzelnen Stadtteilen soll deutlicher hervorgehoben werden, auch Ortsfremde sollen sich eingeladen fühlen, den Weg zu nutzen, aber auch die einzelnen Ortsteile mit ihren jeweiligen historischen, geschichtlichen und kulturellen Besonderheiten zu besuchen und dort vorhandene Angebote (z.B. Gastronomie/ÖPNV-Anbindung) zu benutzen.

Die Planungen für die Aufwertung sind in vollem Gange

Der Bau- und Planungsausschuss hat sich in seiner letzten Sitzung bereits eingehend mit der von der Stadtverwaltung entwickelten Planung befasst:

So sollen die Qualität der Fahrbahn verbessert und nicht asphaltierte Bereiche asphaltiert werden. Dazu soll erstmalig eine für Rundwege sinnvolle eindeutige Wegeführung als Bodenmarkierung (in Löwenform) angelegt werden. Die Markierungen sollen in beide Richtungen deutlicher erkennbar sein und direkt ins Auge fallen.

Darüber hinaus sind sieben neue Rast-Stationen vorgesehen, die gleichmäßig rund um Baesweiler verteilt und thematisch jeweils dem nahegelegenen Stadtteil zugeordnet sind. Eine Bank, auf der man sich ausruhen kann, eine Infotafel, die über den jeweiligen Stadtteil informiert, und eine attraktive Markierung durch jeweils zwei Obstbäume laden dann an jeder der Stationen  zum Verweilen ein. Der Baesweiler Rundweg soll darüber hinaus auch auf nahegelegene, schon vorhandene touristische, kulturelle, geschichtliche und gastronomische Anlaufstellen sowie Sport- und Freizeitangebote (Spiel- und Sportplätze) hinweisen und so als die Baesweiler Stadtteile umspannende Verbindung diese mehr als bisher in den Blick nehmen.

Kilometerstände und ausgewiesene Metrierungen und Spurmarkierungen auf den Wegen ermöglichen es, stadtteilnahe Teilbereiche auch für Übungen im Sportunterricht, als Sprintstrecke, zum Inlineskaten oder für andere Aktivitäten zu nutzen.

Viel Vorhandenes in unseren Stadtteilen bietet Unterhaltungs- und Freizeitwert und bleibt heute oft unentdeckt. Daran soll sich nun etwas ändern.

 

 

Neue Mensa in der Grengrachtschule

23.01.2020

Seit Anfang des Jahres können die Schülerinnen und Schüler der Grengrachtschule in Baesweiler ihr Mittagessen in ihrer neuen Mensa zu sich nehmen.

Im August wurde mit den Arbeiten zu der Erweiterung begonnen. Das Amt für Gebäude- und Grundstücksmanagement ließ im Rahmen des Umbaus eine Trennwand zu einem angrenzenden Klassenraum entfernen, so dass dieser in die Mensa integriert werden konnte und diese dadurch erheblich an Größe gewann. Neben der Herstellung der räumlichen Verbindung wurde die Elektro-/Sanitär- und Abwassertechnik erneuert, ebenso die gesamte Beleuchtung. Akustikdecken absorbieren künftig Schall. Ein neuer Bodenbelag rundet das neue Raumkonzept ab. Die „Waschküche“, die an die Essensausgabe grenzt, wurde an den Wänden und am Boden neu gefliest. Doppelt so viele Kinder wie vorher können nun in der Mensa zu Mittag essen. Rund 60.000 Euro kosteten diese Baumaßnahmen. „Ich danke der Schule für das große Verständnis, das sie uns entgegengebracht hat, weil im Rahmen des Umbaus der Mensabetrieb nicht wie gewohnt stattfinden konnte“, sagte Ralf Peters, Leiter des Amtes für Gebäude- und Grundstücksmanagement, bei einem Ortstermin.

Das Amt für Schule, Sport, Kultur und Partnerschaft schaffte für die Mensa eine neue Essensausgabe, eine neue Küchenzeile und eine neue Geschirrspülstraße an. Des Weiteren wurde der Raum komplett mit neuen Tischen und Stühlen für die Schülerinnen und Schüler ausgestattet. Für das Personal wurden neue Garderobenschränke installiert und neue Schürzen angeschafft. Mit rund 33.000 Euro schlugen diese Maßnahmen zu Buche. Wolfgang Ohler, Leiter des Amtes für Schule, Sport, Kultur und Partnerschaft, unterstrich die Wichtigkeit des gemeinsamen Essens als Gemeinschaftserlebnis: „Wie man sich bei Tisch verhält, dass man sich beim gemeinsamen Essen wohlfühlen kann und beim Essen über den Tag redet, sind wichtige Werte, die die Kinder hier nun lernen können.“

Rund 149 der insgesamt 278 Schülerinnen und Schüler nutzen derzeit das Angebot der OGS. „Die Zahl steigt seit Jahren konstant. Immer mehr Kinder nutzen die Möglichkeit, in der Schule zu Mittag zu essen. Der Ausbau der Mensa ist also eine wichtige Investition in die Zukunft“, betonte Bürgermeister Dr. Willi Linkens und bedankte sich bei den Ämtern und der Schule für die gute Zusammenarbeit.