Abfall und Nachhaltigkeit - Was hat das miteinander zu tun?

Der Begriff Nachhaltigkeit ist heute in aller Munde. Dabei wird er oft verkürzt verwendet. Von Wissenschaftlern wird Nachhaltigkeit definiert als „… eine Entwicklung, die die Bedürfnisse gegenwärtiger Generationen befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre Bedürfnisse nicht befriedigen können.“

Eine nachhaltige Lebensweise bedeutet demnach, dass alle Aktivitäten nicht zu Lasten unserer Mitmenschen und der uns nachfolgenden Generationen gehen. Gesundheit, Umwelt und Klima dürfen nicht unumkehrbar geschädigt werden. Gleichzeig muss auf faire und zukunftsfähige soziale, gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedingungen geachtet werden. Das alles unter einen Hut zu bringen, ist keine leichte Aufgabe!

In Bezug auf Abfälle bedeutet Nachhaltigkeit,

  • möglichst viele Abfälle zu vermeiden,
  • Konsumgüter so lange wie möglich zu nutzen, zu teilen oder zu tauschen,
  • so wenig schädliche oder problematische Abfälle wie möglich zu produzieren,
  • Wertstoffe zu trennen und in den Stoffkreislauf zurückzuführen.

Heute werden in Deutschlands Privathaushalten noch rund 600 Kilogramm Abfälle pro Kopf und Jahr produziert. Eine Ursache für die große Menge an Abfällen ist unser schnelllebiges Konsum- und Wegwerfverhalten. Für die Produktion von Konsumartikeln werden rund 33 Tonnen Rohstoffe und Ressourcen pro Kopf und Jahr verbraucht. Deutschland liegt damit im globalen Vergleich im oberen Viertel aller Länder. Als global nachhaltiges Maß gelten acht Tonnen pro Kopf und Jahr.

Konsum ist ein Schlüssel für nachhaltigen Umgang mit Abfällen. Nachhaltig konsumieren bedeutet, bewusst und informiert einkaufen, verbrauchen und nutzen:

  • Vor dem Einkauf zuerst prüfen, ob wir das Produkt wirklich brauchen,
  • auf Umweltzeichen achten, um umweltschonend einzukaufen,
  • prüfen, ob das Produkt auch fair produziert und gehandelt wurde,
  • lieber weniger, dafür langlebige und reparaturfreundliche Produkte und Konsumgüter kaufen,
  • Verpackungen bestmöglich vermeiden,
  • gebrauchten Dingen ein neues Leben geben und,
  • alle Gebrauchsgegenstände so lange wie möglich im Gebrauch halten.

Als Konsumenten können wir uns für oder gegen ein Produkt entscheiden.

Indem wir unnötige, kurzlebige, unfair produzierte oder schadstoffhaltige Waren in den Regalen liegenlassen, nehmen wir Einfluss auf das zukünftige Warenangebot. Wenn wir verantwortungsvoll konsumieren und unsere Macht als Verbraucher gezielt einsetzen, können wir alle einen Beitrag dazu leisten, langfristig nachhaltiger zu konsumieren und damit auch weniger Abfälle zu erzeugen.

Tipps zum nachhaltigen Umgang mit Abfällen erhalten Sie bei der Abfallberatung der AWA Entsorgung GmbH unter 02403/8766–353 oder per E-Mail an abfallberatung@awa-gmbh.de.