„Klimafreundlicher Radverkehr in Baesweiler“

Um Baesweiler für den Radverkehr attraktiver zu gestalten und die Baesweiler Bürgerinnen und Bürger zu einem häufigeren Umstieg vom Auto auf das Fahrrad zu ermuntern, wurde im Jahr 2000 ein erstes Radverkehrskonzept erstellt und schrittweise umgesetzt. Neue Erkenntnisse, Rechtsgrundlagen und technische Rahmenbedingungen sowie die Einbeziehung des Klimaschutzaspektes machten eine Fortschreibung des alten Radverkehrskonzeptes notwendig. Der Stadtrat beschloss deshalb im Jahr 2017, mit Fördermitteln ein neues Klimaschutzteilkonzept zum Thema Radfahren mit besonderem Fokus auf den Alltagsverkehr erstellen zu lassen.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, welches die Erstellung des Klimaschutzteilkonzeptes aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages fördert, finanziell unterstützt. Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Ausführlichere Informationen über den Projektträger Jülich finden Sie unter www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen.

Ende November 2017 wurde das Verkehrsplanungsbüro Kaulen aus Aachen mit der Erstellung des Klimaschutzteilkonzeptes „Klimafreundlicher Radverkehr in Baesweiler“ (Förderkennzeichen 03K05999) beauftragt.

Um gemeinsam mit den Baesweiler Bürgerinnen und Bürgern ein neues Konzept zu erstellen, in welchem die Bedürfnisse, Erfahrungen, Wünsche und Ideen verschiedenster Bevölkerungsgruppen berücksichtigt werden, wurden 2017 und 2018 mehrere Veranstaltungen zur Radverkehrssituation in Baesweiler sowie Interviews mit Ortsvorstehern, Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, der kommunalen Verwaltung, dem Gewerbe und dem Bildungswesen durchgeführt.

Am 13.06.2018 wurde mit dem Büro Kaulen ein Facharbeitskreis mit Vertreterinnen und Vertretern der Politik, der Wirtschaft, den Bildungseinrichtungen, dem ADFC, der Verwaltung u.a. durchgeführt.

Am 30.08.2018 konnten sich dann Bürgerinnen und Bürger im Rahmen einer Bürgerwerkstatt aktiv in die Konzepterstellung einbringen.

Den Ausschüssen wurden die Arbeitsergebnisse am 13.11.2018 im Rathaus präsentiert.

Am 20. Dezember wurde das neue Baesweiler Radverkehrskonzept schließlich vom Büro Kaulen fertiggestellt und abschließend der Öffentlichkeit vorgestellt. Dieses kann hier heruntergeladen werden.

Mit den gemeinsam entwickelten Maßnahmen, deren Fokus vor allem auf alltäglichen Wegestrecken liegen wird, soll der Radverkehr in Baesweiler sicherer sowie attraktiver gestaltet und die Baesweiler Bürgerinnen und Bürger zu einem häufigeren Umstieg vom Auto auf das klimafreundliche Fahrrad angeregt werden.