Neue Anlaufstelle in „Baesweiler-West“

Im Integrierten sozialen Handlungskonzept 2019 – Maßnahmenplanung für die Baesweiler Sozialräume „Setterich-Nord“ und „Baesweiler-West“, welches auf Basis des Sozialberichts 2017 entwickelt wurde, wurden für den Sozialraum „Baesweiler-West“ verschiedene Handlungsfelder herausgearbeitet, in denen Maßnahmen für eine positive Entwicklung ergriffen werden müssen.

Unter anderem wurde der Bedarf für eine Anlaufstelle in „Baesweiler-West“ festgestellt, in der Angebote geöffnet und gebündelt werden sollen und Beratungen angeboten werden, die für alle Bürgerinnen und Bürger, ob jung, ob alt, offen sein soll. In der neuen Anlaufstelle werden Beratungsangebote und verschiedenste Maßnahmen mit unterschiedlichen Kooperationspartnern stattfinden.

Ein besonderes Augenmerk bei der Arbeit in „Baesweiler-West“ liegt auf folgenden Handlungsfeldern:

Erziehung und Bildung
Die Heranführung an das Bildungssystem und die frühzeitige Vermittlung eines Zugangs zu Bildung und Teilhabe werden als strategische Entwicklungsziele für den Sozialraum „Baesweiler-West“ definiert. Bereits in der frühkindlichen Entwicklung sollte hier im besten Fall angesetzt werden. Es sollen Chancen verbessert und Übergänge gestaltet werden sowie eine Aktivierung der Zielgruppe stattfinden. Als Zielgruppe werden Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene, Familien, Migranten sowie Eltern beziehungsweise Erziehungsberechtigte identifiziert.

Gesundheit
„Baesweiler-West“ weist im sozialräumlichen Vergleich die schlechtesten Werte bezüglich eines zu hohen Gewichtes der Kinder im Sozialraum auf, daher ist es als besonders wichtig anzusehen, dass die Kinder und Jugendlichen in „Baesweiler-West“ zu Bewegung und Aktivität motiviert werden sowie über eine gesunde Ernährung aufgeklärt werden. Daraus ergeben sich die Förderung der frühkindlichen Entwicklung und der Gesundheit als strategische Entwicklungsziele für die Zielgruppe Familien und Kinder.

Da in „Baesweiler-West“ darüber hinaus pro 100 Einwohner die meisten älteren Menschen im städtischen Vergleich leben, muss hier auch die Unterstützung der Zielgruppe Senioren sichergestellt werden.

Integration
Strategische Entwicklungsziele in diesem Handlungsfeld sind die Förderung des gesellschaftlichen Miteinanders und die Erleichterung des Ankommens geflüchteter Personen sowie deren Eingliederung in die Gesellschaft. Den geflüchteten Menschen soll darüber hinaus die deutsche Kultur nahegebracht und vermittelt werden. Betreffende Maßnahmen richten sich in erster Linie an Migranten und Geflüchtete als Zielgruppe, aber im Sinne der Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts generell an Bürger mit und ohne Zuwanderungsgeschichte.

 

Ab dem 01.02.2020 wurde in der Roskaul 75 ein ehemaliges Ladenlokal angemietet, welches zu einer Anlaufstelle für den Stadtteil „Baesweiler-West“ umgebaut wurde. Für die Anlaufstelle wurde die Sozialarbeiterin Frau Sowinski in Vollzeit eingestellt. Frau Sowinksi wird (Aufsuchende) Soziale Arbeit betreiben, die Soziale Arbeit für den Sozialraum aufbauen und eine allgemeine Beratung aller Bürgerinnen und Bürger in „Baesweiler-West“ anbieten sowie eine bedarfsgerechte Vermittlung an zuständige Stellen sicherstellen. Darüber hinaus wird Frau Sowinski zu 50 Prozent (im Rahmen des Teilhabemanagements, gefördert durch das Förderprogramm „Gemeinsam klappt´s“ und die Landesinitiative „Durchstarten in Ausbildung und Arbeit“ des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales und des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration) den Integrationsprozess junger geflüchteter Geduldeter zwischen 18 und 27 Jahren unterstützten sowie eine ergebnisoffene Perspektivberatung und eine individuelle Vermittlung der Personen in Maßnahmen anbieten.

Die neue Anlaufstelle „Baesweiler-West“ wurde durch das Förderprogramm KOMM-An NRW des Integrationsministeriums des Landes NRW mit einer Pauschale für den laufenden Betrieb sowie für die Renovierung und Ausstattung anteilig unterstützt.

Eine Auflistung der Angebote der Anlaufstelle „Baesweiler-West“ finden Sie hier.