Lithium-Ionen-Akkus richtig entsorgen

In immer mehr Elektrogeräten finden Lithium-Ionen-Akkus Anwendung, wie z.B. in Handys, Notebooks, Fotoapparaten, mobilen Handwerkzeugen, aber auch in E-Bikes und Elektromobilen.

Vorteile von Lithium-Ionen-Akkus:

Diese Akkus zeichnen sich durch hohe Energiedichte gegenüber anderen Akkutypen aus. Dadurch eignen sie sich besonders für Geräte mit hohem Energiebedarf und solche, die möglichst mobil sein sollen und eine hohe Nutzungsdauer aufweisen müssen. Ein weiterer Vorteil von Lithium-Ionen-Akkus ist die lange Lebensdauer der Akkus. Je nach Qualität und Bauart des Akkus sind bis zu fünfstellige Ladezyklen möglich. In der Praxis werden solche Werte allerdings aufgrund äußerer Faktoren (zu hohe oder zu niedrige Temperaturen, falsche Lagerung etc.) nur selten erreicht. Lithium-Akkus sind bei richtiger Anwendung grundsätzlich sicher und haben eine hohe Haltbarkeit.

Nachteile von Lithium-Ionen-Akkus:

Durch mechanische Beschädigungen der Lithium-Ionen-Akkus können gasförmige oder flüssige Stoffe austreten, die stark reizend, brennbar oder sogar giftig sein können. In der Regel gilt: Je größer der Akku, desto größer die Gefahren. Bei kleineren Akkus kann nach einer mechanischen Belastung ein elektrischer Kurzschluss auftreten und das Gerät sich so stark erhitzen, dass es anfängt zu brennen. Äußere Erwärmung, wie zum Beispiel starke Sonneneinstrahlung oder sogar Körperwärme kann zu Überhitzung der Akkus führen und einen Brand verursachen. Jedoch haben viele Smartphones eine Notfall-Regelung: Noch vor einer kritischen Überhitzung schaltet es sich selbstständig ab.

Wie erkennt man einen defekten Lithium–Ionen-Akku?

In defekten Lithium-Ionen-Akkus können sich Gase bilden, die dazu führen, dass sich das Akku-Gehäuse aufbläht und verformt. Der interne Gas-Druck erhöht auch die Brandgefahr. Deshalb sollte man diese Akkus schnellstmöglich entsorgen. Wenn das Gerät auch im abgeschalteten Zustand sehr schnell und häufig heiß wird, kann das von einem beschädigten Akku herrühren. In so einem Fall sollte das Gerät von einem Spezialisten, zum Beispiel vom Kundenservice oder von einer Fachwerkstatt überprüft werden.

Was kann man tun, um Beschädigungen von Lithium-Ionen- Akkus zu verhindern?

Die Geräte sollten keiner großen Wärme ausgesetzt werden. Möglichst die Geräte nicht fallen lassen. Denn durch Stürze kann auch der Akku Schaden nehmen. Wenn Smartphones nicht wasserdicht sind, möglichst verhindern, dass Wasser eindringt, denn Flüssigkeit im Gerät kann zu Kurzschlüssen führen. Lithium-Ionen-Akkus nicht zu tief entladen lassen und vor allem bei hohen Temperaturen nicht ganz vollständig laden.

Wie entsorgt man Lithium-Ionen-Akkus?

Seit Ende 2009 sind Händler gesetzlich dazu verpflichtet, Akkus zurückzunehmen, die sie zuvor verkauft haben. Folglich können auch Lithium-Ionen-Akkus und Batterien in Supermärkten und Drogerien in sogenannten Batt-Boxen kostenfrei eingeworfen werden. Um Kurzschlüsse durch Kontakte mit anderen Akkus zu vermeiden, wird geraten, die beiden Pole des Lithium-Akkus vor der Abgabe mit Klebeband abzukleben. Lithium-Akkus mit einem Gewicht von weniger als 500 Gramm können sowohl im Handel als auch auf den kommunalen Recyclinghöfen und den Entsorgungszentren Warden, Horm, Süd und Rurbenden sowie am Schadstoffmobil der AWA GmbH abgegeben werden. Lithium-Akkus, die mehr als 500 Gramm wiegen (z.B. aus E-Bikes, E-Rollstühlen etc.), können nur an den Entsorgungszentren Warden, Horm, Süd und Rurbenden und bei der mobilen Schadstoffsammlung abgegeben werden.

Wie entsorgt man Elektrogeräte mit fest verbauten Lithium-Ionen-Akkus?

Vor der Entsorgung eines akkubetriebenen Elektro-Gerätes müssen Lithium-Ionen-Akkus – wenn baulich irgend möglich - entnommen werden. Falls die Entnahme nicht möglich ist, dürfen diese Elektrogeräte wegen der Gefahr der Kurzschlussbildung nicht über die Depotcontainer für Elektrokleingeräte entsorgt werden, die in Baesweiler zur Aufnahme bereitstehen. Elektro-Geräte, die fest verbaute Lithium-Akkus enthalten, können stattdessen an den Entsorgungszentren Warden, Horm, Süd und Rurbenden abgegeben werden.

Achtung!

Bei beschädigten Lithium-Ionen-Akkus handelt es sich um Gefahrgut:

Bei erkennbar defekten Lithium-Ionen-Akkus müssen vor der Entsorgung die Pole mit Klebestreifen abgeklebt und die Akkus zusätzlich in Plastik verpackt werden. So vorbereitet können sie am Entsorgungszentrum Warden, Mariadorferstraße 2, 52249 Eschweiler bei der Schadstoffannahme abgegeben werden. Nur diese Rücknahmestelle bietet die Möglichkeit, defekte Akkus zu entsorgen. Dafür stehen spezielle brandsichere Behälter zur Verfügung, die mit einem Material gegen Kurzschlüsse gefüllt und besonders gekennzeichnet sind.

Die Annahmezeiten für Schadstoffe auf dem Entsorgungszentrum Warden sind Freitag von 8 bis 17 Uhr und Samstag von 8 bis und von 12.30 bis 16 Uhr.

Mehr Infos gibt es bei der AWA-Abfallberatung, Telefon:  02403/8766-353,

E-Mail: abfallberatung@awa-gmbh.de oder unter www.awa-gmbh.de.