Wildblumen sprießen aus dem Boden

Die Anzahl der Wildblumenwiesen in Baesweiler nimmt stetig zu, und das aus gutem Grund. Sie bieten einen wichtigen Lebensraum für viele Insekten und leisten somit einen Beitrag zum Klimaschutz. Immer mehr Bürgerinnen und Bürger erfreuen sich an der Blütenpracht, die von Frühjahr bis Herbst im Stadtgebiet zu erblicken ist.

Warum brauchen wir Wildblumen?
Dass Bienen wichtig für unsere Umwelt sind und besonders geschützt werden sollten, ist mittlerweile allseits bekannt. Doch das gilt auch für viele andere Insekten. Artenvielfalt ist ein unverzichtbares Merkmal eines gut funktionierenden Ökosystems. Und diese intakten Ökosysteme brauchen wir für einen wirksamen Klimaschutz. Wildblumenwiesen bieten einen idealen Lebensraum für unsere heimischen Insekten.

Welche Wildblumen findet man in Baesweiler?
Der Begriff Wildblume entstammt der Umgangssprache und bezeichnet solche Pflanzen, die nicht durch den Menschen kultiviert wurden und somit geeignete Nahrungsquellen für die oft spezialisierten Insekten sind. Klatschmohn, Sonnenblume, Löwenzahn, Gänseblümchen und Kornblume sind beliebte Vertreter. Andere Arten sind zum Beispiel die Scharfgarbe, der Wiesensalbei, das gemeine Leimkraut, der Hornklee oder der Spitzwegerich. Die Liste der Wildblumen ist lang. Je größer die Vielfalt an Pflanzen, desto mehr Arten von Insekten werden angelockt. Es gibt Wildblumenmischungen für sonnige, aber auch schattigere Standorte.

Wer tummelt sich hier?
Schauen wir mal genau in eine Wildblumenwiese hinein, sehen wir die unterschiedlichsten Insekten. Im Hochsommer finden wir die Ackerhummel mit ihrem gelblich, rotbraunen Pelz, die größte heimische Heuschrecke, das sogenannte grüne Heupferd, die Tagfalter Schwalbenschwanz und Kleiner Fuchs, die Hainschwebfliege, den Marienkäfer und viele mehr.

Warum brauchen wir die Insekten?
Aufgrund der Intensivierung der Landwirtschaft und der zunehmenden Versiegelung von Flächen durch uns Menschen, nimmt die Anzahl der bedrohten Tier- und Pflanzenarten von Jahr zu Jahr zu. Uns ist allerdings oft nicht bewusst, wie wichtig biologische Vielfalt und auch Insekten für unser Leben sind. Insekten sind die wichtigsten Bestäuber für Pflanzen. Unsere Nahrungsmittelgewinnung hängt von ihnen ab. Sie regulieren auf natürliche Weise Schädlinge und dienen als Nahrung für andere Insekten, Amphibien und Vögel.

Wann wird gemäht?
Eine Wildblumenwiese wird maximal zweimal im Jahr gemäht. Je nach Art des Saatguts und des Standorts wird entweder die erste Mahd zwischen Mai und Juli und die zweite zwischen August und September durchgeführt oder es erfolgt nur eine Mahd im Sommer.

Sie möchten auch gerne eine Wildblumenwiese anlegen?
Auf der Internetseite vom NABU (www.nabu.de) finden Sie hilfreiche Tipps!

Ein wichtiger Tipp vorab: Nutzen Sie regionales Saatgut heimischer Pflanzen. Hierdurch können Sie sichergehen, dass Vögel und Insekten ausreichend Nahrung erhalten. Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, nehmen Sie gerne Kontakt mit der Klimaschutzmanagerin der Stadt Baesweiler, Karina Vonhögen, 02401/800-375, auf.

 

 

STADTRADELN 2020: Baesweiler hat kräftig in die Pedale getreten!

Im Rahmen des Wettbewerbs STADTRADELN treten Teams aus Kommunalpolitiker/innen, Schulklassen, Vereinen, Unternehmen, der Verwaltung und Bürger/innen für Radförderung, Klimaschutz und Lebensqualität in die Pedale. Zwischen dem 1. und 21. Juni sollten wieder möglichst viele Kilometer beruflich und privat klimafreundlich mit dem Rad zurückgelegt werden. Die so gesammelten Kilometer wurden dann beim eigenen Team sowie bei der jeweiligen Kommune „verbucht“.

Bereits zum dritten Mal fand dieses Jahr das STADTRADELN in Baesweiler statt. Waren es im Jahr 2018 noch 53 Teilnehmer, die insgesamt 7.773 Kilometer erradelt haben, stiegen die zurückgelegten Kilometer im vergangen Jahr bereits auf 27.737. Aber das war den Baesweiler Bürgerinnen und Bürgern noch lange nicht genug. In diesem Jahr schafften die 201 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ganze 42.140 Kilometer und sparten somit über sechs Tonnen klimaschädliches CO² ein. Neben Kindergärten und Familienzentren, Schulen, Arztpraxen und Vereinen nahmen auch Vertreter der Verwaltung und der Politik und viele weitere Teams am diesjährigen STADTRADELN teil.

In welchem Rahmen die Preisverleihung durch die Städteregion Aachen dieses Jahr stattfinden kann, steht aufgrund von Corona noch aus. Wir werden Sie aber rechtzeitig auf unserer Homepage über den aktuellen Stand informieren. Die Stadt Baesweiler dankt allen Teilnehmenden und Interessierten und freut sich auf Sie und viele neue Gesichter beim STADTRADELN 2021!

 

 

Umwelt schützen und gewinnen – innogy Klimaschutzpreis 2020

Bewerbungsfrist verlängert bis 30. September 2020

Seit dem Jahr 1995 wurden bundesweit mehr als 7.000 Projekte im Rahmen des innogy-Klimaschutzpreises ausgezeichnet. Auch die Stadt Baesweiler ist seit 2015 mit dabei und lobt gemeinsam mit der innogy SE jährlich den Klimaschutzpreis aus.

Das Potenzial an Ideen und Initiativen, welches in zahlreichen lokalen Projekten zum Klima- und Umweltschutz zum Ausdruck gebracht wird, soll auch in diesem Jahr wieder gewürdigt werden. Daher lädt die innogy SE gemeinsam mit der Stadt Baesweiler im Jahr 2020 erneut alle Baesweiler Bürgerinnen und Bürger, Initiativen, Vereine, Unternehmen, Schulen und Kitas dazu ein, sich für den diesjährigen Klimaschutzpreis zu bewerben. Dieser ist für Baesweiler mit einer Gesamtsumme von 2.500 Euro datiert (1. Platz 1.250 Euro, 2. Platz 750 Euro, 3. Platz 500 Euro, alle weiteren Plätze erhalten einen Sachpreis).

In den letzten Jahren wurden, wie auch häufig berichtet, tolle Projekte von Kindergärten, Familienzentren und Schulen vorgestellt.

Ein wichtiges Ziel des Wettbewerbs ist es, die eigene Gemeinde für einen verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit der Umwelt zu sensibilisieren, zur Umsetzung von Klima- und Umweltschutzaktivitäten zu motivieren sowie das meist ehrenamtliche Engagement vor Ort zu honorieren. Mit dem Preis werden bundesweit jährlich vielfältige Klima- und Umweltschutzprojekte ausgezeichnet. Ob nun Aktionen zu nachhaltiger Mobilität, Ernährung, Konsum, Abfallvermeidung, Begrünung, zum Energiesparen oder allgemein zu nachhaltiger Ressourcennutzung – Ihren Projektideen sind keine Grenzen gesetzt.

Bewerbungen für geplante, bereits begonnene wie auch kürzlich abgeschlossene Projekte können bis zum 30.09.2020 schriftlich bei Marcel Meuer (Mariastraße 2, 52499 Baesweiler) eingereicht werden. Hierfür wird eine kurze Projektbeschreibung benötigt, in der die Aktion und Motivation dargestellt wird. Auch Fotos und anderes, projektrelevantes Material können der schriftlichen Bewerbung beigefügt werden. Nähere Informationen werden im Falle einer Bewerbung bereitgestellt.

Um Ihnen eine Vorstellung zu vermitteln, welche Inhalte in den Bewerbungsunterlagen enthalten sein sollten, stellen wir Ihnen zur Orientierung die Bewerbung des Siegerprojektes aus dem letzten Jahr zur Verfügung.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne telefonisch oder per E-Mail an Marcel Meuer: 02401/800-302, marcel.meuer@stadt.baesweiler.de.

Wir freuen uns schon sehr auf eine rege Teilnahme und sind gespannt auf Ihre Bewerbungen!

 

„Alternativer Weihnachtsmarkt“: Zeichen für weniger Konsum

Im Rahmen der Europäischen Woche der Abfallvermeidung fand am Freitag, 22. November, der,,Alternative Weihnachtsmarkt“ in der Realschule Setterich statt. Die Abteilung Umwelt und Klimaschutz der Stadt Baesweiler und die Abfallberatung der AWA Entsorgung GmbH hatten eingeladen, Trends und Zeichen für weniger Konsum und Abfall in der Weihnachtszeit zu setzen.

Neben dem schon aus den letzten Jahren bekannten und sehr beliebten Spielzeugtausch, konnte dieses Jahr auch das erste Mal durch Weihnachtsdekoration gestöbert werden. Getreu dem Veranstaltungsmotto ,,Austausch statt Kaufrausch“ fanden sich am Freitagnachmittag zahlreiche Familien in der Realschule ein, um sich für ihre  gespendeten Spielsachen oder Dekoartikel etwas anderes auszusuchen. Im Vorfeld wurden zahlreiche Spiele, Bücher, CDs/DVDs, Weihnachtsdeko uvm. in der Stadtverwaltung Baesweiler abgegeben. Die Sachen konnten sowohl in den Wochen vor der Veranstaltung abgegeben werden, als auch am Tag selbst noch mitgebracht werden.

Über die vielen sehr gut erhaltenen nicht getauschten Spenden kann sich nun die Baesweiler Tafel freuen.

Ebenso beliebt wie die Tauschaktion, waren das Kinderschminken und die kreativen Angebote an den Stationen dreier Kindertagesstätten (Katholischer Kindergarten St. Andreas Setterich, Evangelisches Familienzentrum Setterich „Engelhaus“ und Familienzentrum St. Petrus Baesweiler) und der Abfallberatung der AWA. Milchverpackungen, Dosendeckel und Biobaumwolltaschen verwandelten sich in ungewöhnliche Weihnachtsdekorationen und -geschenke.

Die Ausstellung „Makroproblem Mikroplastik“ der AWA GmbH zeigte, wie Plastik in der Umwelt vermieden werden kann. Am Infostand wurden Alternativen zu Plastikprodukten ausgestellt. Viele der jungen Familien zeigten lebhaftes Interesse. Einige konnten stolz berichten, dass sie bereits viele der Vorschläge für ein plastikfreies Alltagsleben auch mit Kindern umsetzen, zum Beispiel Seife statt Shampoo, Windelhöschen aus Stoff statt Einweg-Windeln und Rasierhobel aus Metall statt Einmalrasierer oder elektrischem Rasierer.

Direkt daneben informierte Maria Heinrich, wie mithilfe von Kompostwürmern aus Bioabfällen sogar in der eigenen Wohnung hochwertiger Pflanzendünger erzeugt werden kann.

Die Baesweiler Tafel versorgte während der dreistündigen Dauer des Marktes die Besucher kostenlos mit Kuchen, Kaffee und Kinderpunsch. Alles in allem eine gelungene Alternative und ein besinnlicher Auftakt in die häufig so konsumlastige und hektische Vorweihnachtszeit!  

Die Verwaltung bedankt sich herzlich bei allen Beteiligten, die diesen Nachmittag aktiv mitgestaltet haben und die Aktion durch Spenden unterstützt haben.

 

 

 

 

Mit Würmern die Umwelt schützen

Der stetige Anstieg der Abfall- und insbesondere der Plastikmüllmassen ist momentan in aller Munde. Weniger Plastiktüten kaufen, Abfälle besser trennen – ein verantwortungsvoller Konsum sowie das richtige Entsorgen angefallener Abfälle sind zentrale Aspekte für den Schutz unserer Umwelt.
Dass Umweltschutz Spaß machen und darüber hinaus auch noch Kosten sparen kann, zeigt Maria Heinrich anschaulich an ihrem Stand auf dem „Etwas anderen Weihnachtsmarkt“ am 22. November in der Realschule in Setterich, Straußende 24.
Was hat Umweltschutz nun mit Würmern zu tun? Maria Heinrich weiß es genau: „Ich habe eine Methode entdeckt, die mir das Gefühl gibt, Gott nahe zu sein. Klingt es zu pathetisch? Ich schaffe den Boden! Mache den Boden gesund und fruchtbar! Dabei entsorge ich eigentlich bloß meine Garten- und Küchenabfälle. Ich mache es zwar selbst, aber tausende von leisen Tierchen unterstützen mich fleißig dabei. Dafür pflege ich sie und sorge für ihre optimalen Lebensbedingungen. Meine kleinen Schützlinge arbeiten 24 Stunden am Tag, damit ich auf dem ausgelaugten Boden eine ertragreiche Oase schaffen kann. Wurmkompostierung heißt diese Methode.“
„,In meinem Komposthaufen sind schon Würmer drin‘, höre ich manchmal von meinen Kundinnen und Kunden, und das ist natürlich eine gute Nachricht“, sagt sie. Trotzdem ist Wurmkompostierung eine spezielle Methode, die sich vom klassischen Kompostieren stark unterscheidet. Allein schon die Populationsdichte der Regenwürmer ist viel höher als es in jedem Kompostbehälter oder -haufen sein kann, von mehreren Tausenden ist die Rede. Die Umsetzungsgeschwindigkeit bei einer gut organisierten Wurmkompostierung beträgt nur drei bis fünf Monate. Dazu noch ist der geerntete Wurmhumus nährstoffreicher und stärker besetzt mit verschiedensten Bodenmikroorganismen und Pilzen als der „normale“ Kompost. Das bestätigen Laborergebnisse und Feldstudien. Dies bedeutet größere Ernte, größere Blütenpracht und gesünderes Bodenleben ohne chemische Mittel, ohne bedenklichen Torf, ohne Erdmischungen unklarer Herkunft und ohne zusätzliche Kosten.
Wer kann einen Wurmkomposter betreiben?
Diese Kunst ist leicht zu erlernen. Jeder, der Aquarienfische halten kann, schafft auch Wurmkompostierung. Richtiges Equipment (adäquater Behälter), richtige Würmer (Achtung, Kompost- und Mistwürmer werden nicht von jedem Wurmzüchter angeboten), gewisse Grundkenntnisse und Ambition oder zumindest Interesse, sich selbst um den eigenen organischen Abfall zu kümmern, bringen garantierten Erfolg bei der Sache.
Und mit der Zeit wird jemand von den Lesern seine alten Küchenhandtücher in Dünger verwandeln, der andere wird Krümel aus Brottüten in seine „Würmerei“ bringen, der dritte wird den Kaffeesatz in seiner Büroküche „für den Eigenbedarf“ sammeln.
Sie möchten mehr zur Wurmkompostierung erfahren? Kommen Sie zum „Etwas anderen Weihnachtsmarkt“ am 22. November, 15 bis 18 Uhr in die Realschule. Frau Heinrich steht Ihnen dort für Ihre Fragen zur Verfügung.