Der "etwas andere Weihnachtsmarkt"

Im Rahmen der „Europäischen Woche der Abfallvermeidung“ und pünktlich zur konsumfreudigen Vorweihnachtszeit organisiert der Bereich Umwelt und Klimaschutz der Stadt Baesweiler in Kooperation mit der AWA Entsorgung GmbH zum zweiten Mal den „Etwas anderen Weihnachtsmarkt“ in Baesweiler. Unter dem Motto Austausch statt Kaufrausch wird am Freitag, 22. November, in der Realschule Setterich (Straußende 24) von 15 bis 18 Uhr ein bunter alternativer Weihnachtsmarkt für Groß und Klein geboten.

Bei der Spielzeugtauschaktion, die sich in den letzten Jahren in Baesweiler großer Beliebtheit erfreute, kann das eigene Spielzeug gegen ein anderes eingetauscht werden. Hierzu sind alle Baesweilerinnen und Baesweiler herzlich eingeladen, ab sofort nicht mehr benötigtes, aber noch gut erhaltenes Spielzeug im Baesweiler Rathaus (Raum 302 oder 303) abzugeben. Für jedes Spielzeug wird eine Tauschmarke ausgegeben, welche dann am 22. November auf dem „Etwas anderen Weihnachtsmarkt“ gegen ein anderes Spielzeug eingetauscht werden kann. Kurzentschlossene können auch noch direkt am 22. November ihr Spielzeug in der Realschule gegen ein anderes tauschen. Nicht getauschte Spielzeuge werden nach dem Weihnachtsmarkt an die Baesweiler Tafel abgegeben.

Auch für die großen Besucher/innen wird es in diesem Jahr eine Tauschaktion geben. Kennen Sie das Problem? Die vor Jahren gekaufte und bisher so gut wie ungenutzte Weihnachtsdekoration verstaubt in einer Kiste auf Ihrem Dachboden. Nutzen Sie die Gelegenheit Platz zu schaffen. Tauschen Sie Ihre Weihnachtsdeko – ob Strohstern, Christbaumkugel oder Nussknacker – gegen einen anderen abgegebenen Weihnachtsschmuck.

Neben den Tauschaktionen können sich alle großen und kleinen Besucher/innen zudem auf Bastelstände der AWA Entsorgung GmbH und Kindergärten, ein weihnachtliches Kinderschminken, einen Infostand über Wurmkompostierung, sowie eine spannende Ausstellung über Mikroplastik freuen. Weiterhin werden praktische Wege aufgezeigt, wie (Plastik-)Abfälle mit Hilfe nachhaltiger Alternativprodukte vermieden werden können.

Die Stadt Baesweiler, die AWA Entsorgung GmbH sowie alle weiteren Mitwirkenden freuen sich auf Ihr Kommen!

Sie haben auch noch Ideen zum Thema Nachhaltigkeit oder möchten gern musikalisch oder kulinarisch etwas zum alternativen Weihnachtsmarkt beitragen? Bei Anregungen und Fragen können die beiden Organisatorinnen der Stadt Baesweiler Frau Six (Umweltabteilung) (Tel.: 02401-800 378, E-Mail: kerstin.six@stadt.baesweiler.de) oder Frau Waßmuth (Klimaschutzmanagerin) (Tel.: 02401-800 375; E-Mail: annika.wassmuth@stadt.baesweiler.de) gerne kontaktiert werden.

 

 

Mit Würmern die Umwelt schützen

Der stetige Anstieg der Abfall- und insbesondere der Plastikmüllmassen ist momentan in aller Munde. Weniger Plastiktüten kaufen, Abfälle besser trennen – ein verantwortungsvoller Konsum sowie das richtige Entsorgen angefallener Abfälle sind zentrale Aspekte für den Schutz unserer Umwelt.
Dass Umweltschutz Spaß machen und darüber hinaus auch noch Kosten sparen kann, zeigt Maria Heinrich anschaulich an ihrem Stand auf dem „Etwas anderen Weihnachtsmarkt“ am 22. November in der Realschule in Setterich, Straußende 24.
Was hat Umweltschutz nun mit Würmern zu tun? Maria Heinrich weiß es genau: „Ich habe eine Methode entdeckt, die mir das Gefühl gibt, Gott nahe zu sein. Klingt es zu pathetisch? Ich schaffe den Boden! Mache den Boden gesund und fruchtbar! Dabei entsorge ich eigentlich bloß meine Garten- und Küchenabfälle. Ich mache es zwar selbst, aber tausende von leisen Tierchen unterstützen mich fleißig dabei. Dafür pflege ich sie und sorge für ihre optimalen Lebensbedingungen. Meine kleinen Schützlinge arbeiten 24 Stunden am Tag, damit ich auf dem ausgelaugten Boden eine ertragreiche Oase schaffen kann. Wurmkompostierung heißt diese Methode.“
„,In meinem Komposthaufen sind schon Würmer drin‘, höre ich manchmal von meinen Kundinnen und Kunden, und das ist natürlich eine gute Nachricht“, sagt sie. Trotzdem ist Wurmkompostierung eine spezielle Methode, die sich vom klassischen Kompostieren stark unterscheidet. Allein schon die Populationsdichte der Regenwürmer ist viel höher als es in jedem Kompostbehälter oder -haufen sein kann, von mehreren Tausenden ist die Rede. Die Umsetzungsgeschwindigkeit bei einer gut organisierten Wurmkompostierung beträgt nur drei bis fünf Monate. Dazu noch ist der geerntete Wurmhumus nährstoffreicher und stärker besetzt mit verschiedensten Bodenmikroorganismen und Pilzen als der „normale“ Kompost. Das bestätigen Laborergebnisse und Feldstudien. Dies bedeutet größere Ernte, größere Blütenpracht und gesünderes Bodenleben ohne chemische Mittel, ohne bedenklichen Torf, ohne Erdmischungen unklarer Herkunft und ohne zusätzliche Kosten.
Wer kann einen Wurmkomposter betreiben?
Diese Kunst ist leicht zu erlernen. Jeder, der Aquarienfische halten kann, schafft auch Wurmkompostierung. Richtiges Equipment (adäquater Behälter), richtige Würmer (Achtung, Kompost- und Mistwürmer werden nicht von jedem Wurmzüchter angeboten), gewisse Grundkenntnisse und Ambition oder zumindest Interesse, sich selbst um den eigenen organischen Abfall zu kümmern, bringen garantierten Erfolg bei der Sache.
Und mit der Zeit wird jemand von den Lesern seine alten Küchenhandtücher in Dünger verwandeln, der andere wird Krümel aus Brottüten in seine „Würmerei“ bringen, der dritte wird den Kaffeesatz in seiner Büroküche „für den Eigenbedarf“ sammeln.
Sie möchten mehr zur Wurmkompostierung erfahren? Kommen Sie zum „Etwas anderen Weihnachtsmarkt“ am 22. November, 15 bis 18 Uhr in die Realschule. Frau Heinrich steht Ihnen dort für Ihre Fragen zur Verfügung.

Bienenprojekt in Baesweiler

Kindergartenkinder besuchen das eXploregio.mobil

Im Januar 2019 fand ein Austauschtreffen der Kindergärten und Familienzentren in Baesweiler zum Thema Klimaschutz statt. Dort entsprang die Idee eines gemeinschaftlichen Bienenprojektes, an dem möglichst viele Kindergärten und Familienzentren in der Stadt Baesweiler teilnehmen sollten.

Nach einer mehrmonatigen Vorbereitung war es dann Mitte September endlich soweit: Insgesamt 14 Vorschulgruppen machten sich auf zum Vorplatz des Settericher Rathauses, um herauszufinden wie der Pollen in den Honig kommt. Dort wartete bereits das sogenannte „eXploregio.mobil“ – eine mobile Experimentierstation – unter der Leitung von Angela Ertz und ihren Kolleginnen und Kollegen vom Verein eXploregio.net aus Aachen auf die neugierigen Ankömmlinge.

Die Vorschulkinder waren mit viel Freude bei der Sache

Nach einer kurzen Einführung verwandelten sich die Kleinen selbst in Bienen und saugten mit ihren Händen den Pollen (Kaubonbons) aus einer Riesenblüte. Daraufhin wurden verschiedene Blüten mit Lupendosen besonders ausführlich betrachtet, und tatsächlich konnten die Kinder Blütenstaub und Pollen entdecken.
Unter der fachlichen Betreuung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von eXploregio.net ging es dann an den Honig, den die Kinder mit heißem Wasser auflösten und mit Hilfe einer Pipette in ein Reagenzglas umfüllten. Der Pollen in der Honiglösung wurde mit einer Zentrifuge in fleißiger Handarbeit aus dem Honig geschleudert und unter einem Mikroskop genauer betrachtet. Das Ergebnis faszinierte die kleinen Forscher, die mit großer Begeisterung bei der Sache waren.

Die Experimentierstation wurde Mitte September von insgesamt zwölf Kindergärten und Familienzentren in der Stadt Baesweiler besucht. An dem Projekt nahmen Vorschulkinder des Familienzentrums Aktion Engel Haus (Setterich), der Kindergärten Pusteblume (Setterich), Kleeblatt (Setterich), Löwenburg (Setterich) und St. Andreas (Setterich), des Familienzentrums Sonnenschein (Baesweiler) und St. Petrus (Baesweiler) sowie der Kindergärten Ki-Li-Ba (Baesweiler), Paradiso (Baesweiler), Panama (Oidtweiler), St. Martinus (Oidtweiler) und Sternschnuppe (Loverich) teil.
Finanziert wurde das Gemeinschaftsprojekt mit Fördermitteln aus dem Verfügungsfonds „Soziale Stadt Setterich-Nord“. Hierfür herzlichen Dank an Land und Bund.

Fotos: Kindergarten St. Petrus

 

 

Sieger des Wettbewerbs STADTRADELN gekürt

Spaß beim Radfahren und tolle Preise – aber vor allem: Möglichst viele Menschen im Alltag für das Umsteigen auf das Fahrrad gewinnen und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten: Das ist das Ziel vom STADTRADELN. Seit 2008 treten deutschlandweit Bürgerinnen und Bürger für mehr Klimaschutz und Radverkehr in die Pedale. Baesweiler war vom 3. bis 23. Juni erneut mit von der Partie. In diesem Zeitraum nahmen zahlreiche Baesweiler Bürgerinnen und Bürger und Personen, die in Baesweiler arbeiten oder einem Baesweiler Verein angehören, an der Kampagne STADTRADELN des Klima-Bündnisses teil und sammelten Kilometer, die sie mit dem Rad zurücklegten.

Bereits zum zweiten Mal nahm Baesweiler in diesem Jahr an der Aktion teil. Mit 27.737 gesammelten Radkilometern und 195 aktiven Radelnden, die sich auf 14 Teams verteilten, wurde deutlich, dass sich der Wettbewerb in der Stadt seit der ersten Austragung im letzten Jahr bereits sehr gut etabliert hat. So nahmen im Vergleich zum Jahr 2018 142 Personen mehr am Wettbewerb teil. Zudem wurden fast 20.000 Kilometer mehr geradelt.

Für das Klima besonders erfreulich: In dem Aktionszeitraum konnten durch den Umstieg vom Auto auf das klimafreundliche Fahrrad etwa vier Tonnen CO2 eingespart werden.

Mit Ausnahme der Stadt Aachen nahmen in Baesweiler zudem im städteregionsweiten Vergleich die meisten Radelnden am Wettbewerb teil. Und auch bei den gefahrenen Kilometern (absolute Werte) belegt Baesweiler nach Eschweiler (ohne die Stadt Aachen) den zweiten Platz.

Von den 14 Teams in Baesweiler konnten sich die besonders aktiven über tolle Preise freuen. So erhielt das Stadtverwaltungsteam „Tretmühle“, welches bereits von der StädteRegion Aachen als „Fahrradaktivste Verwaltung“ ausgezeichnet wurde, einen gesponserten Gutschein der Firma Getränke Fliegen in der Kategorie „Das beste Team (km gesamt)“. Das Team „Weinkeller“, welches pro Teammitglied die meisten Kilometer geradelt hatte, sowie das Team des Kindergartens St. Petrus und der Grengrachtschule erhielten gesponserte Gutscheine des Gartencenters Bellandris Höppener. Schließlich wurden auch die drei besten Einzelradlerinnen und Radler gekürt. Angelika Engmann (3. Platz), Reinhold Ophoven (2. Platz) sowie Helmut Schley (1. Platz) durften sich über hochwertige Fahrradhelme der Firma Sport & Radwelt Scherer freuen.

Die Stadt Baesweiler lädt alle Bürgerinnen und Bürger ein, im nächsten Jahr erneut für Baesweiler in die Pedale zu treten und beim STADTRADELN teilzunehmen. Der genaue Aktionszeitraum wird noch bekannt gegeben.

Mehr Informationen unter

stadtradeln.de

facebook.com/stadtradeln

twitter.com/stadtradeln

 

Foto: Wolfgang Sevenich

 

 

Wildblumenwiesen in Baesweiler

Weltweit hat der vor allem durch den Menschen verursachte dramatische Rückgang von Bienen und anderen Insekten große Aufmerksamkeit erregt. Aufgrund ihrer Funktion als Bestäuber wird Insekten, nicht nur aus Artenschutzgründen, sondern auch hinsichtlich der zukünftigen Nahrungsmittelproduktion eine bedeutende Rolle zugeschrieben.

Die Bedeutung von Bienen und anderen Bestäuberinsekten wird am Beispiel China besonders anschaulich. Wegen des starken Einsatzes von Pestiziden und das dadurch hervorgerufene Bienensterben muss dort die Bestäubung von Obstbäumen mittlerweile von Menschen unterstützt werden. In aufwendiger Handarbeit werden täglich Pollen gesammelt, welche dann mit einem Federwedel oder Pinsel auf jede einzelne Blüte aufgetragen werden müssen.

Die Stadt Baesweiler sowie Vereine, private und öffentliche Einrichtungen, Einwohnerinnen und Einwohner haben die Bedeutung des Insektenschutzes ebenfalls erkannt. Um sich über die Thematik auszutauschen und gemeinsame Projekte ins Leben zu rufen, entstand 2018 in Setterich der Runde Tisch „Artenvielfalt“. Diese Initiative setzt sich aus einer Vielzahl von Akteuren, wie dem Stadtteilbüro Setterich, dem Gartenbauverein Baesweiler, dem NABU und BUND, dem BiNE e.V., der Stadt Baesweiler, Kindergärten, Familienzentren, Schulen, einem Imker u.a. zusammen.

Im Rahmen des Runden Tisches wurde nun ein Projekt entwickelt, welches Privathaushalte dazu motivieren soll, ihre Gärten oder zumindest ein Teilstück durch das Anlegen einer Wildblumenwiese bienen- und insektenfreundlicher zu gestalten.

Um den Insektenschutz in Baesweiler zu unterstützen, Einwohnerinnen und Einwohner für das Thema zu sensibilisieren und privaten Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzern die Schönheit einer artenreichen Wildblumenwiese zu veranschaulichen, wird auch die Stadt Baesweiler in diesem Jahr auf mehreren öffentlichen Flächen Wildblumenwiesen überwiegend in Form von „blühenden Baumscheiben“ anlegen.

Da eine solche Wiese im Vergleich zu herkömmlichem Rasen weniger Bewässerung und sonstiger Pflege bedarf, kann sich der Bauhof über diese positiven Nebeneffekte freuen.

Wildblumenwiesen dürfen nur selten gemäht werden, um die Nahrung und den Lebensraum für Insekten zu sichern. Bitte haben Sie dafür Verständnis, wenn Sie einer solch ungemähten demnächst blühenden Fläche im Stadtraum begegnen. Die Stadt wird die so angelegten Blüh- und Insektenflächen jeweils örtlich kennzeichnen.

Wenn auch Sie eine Wildblumenwiese anlegen möchten, gibt beispielsweise der NABU auf seiner Internetseite wertvolle Tipps zum Anlegen und zur Pflege. Ein wichtiger soll abschließend schon einmal erwähnt werden: Nutzen Sie regionales Saatgut heimischer Pflanzen. Hierdurch können Sie sichergehen, dass Vögel und Insekten ausreichend Nahrung erhalten.