Verkehrskommission mal mit Fahrrad!

Am 01.09.2021 führte die Verkehrskommission ihre Besichtigung zu verkehrlichen Fragestellungen in Baesweiler zum ersten Mal mit dem Fahrrad durch. Die Verkehrskommission, der Mitglieder aller Fraktionen angehören, und die zuständigen Vertreterinnen und Vertreter der Verwaltung fuhren nicht wie sonst üblich mit dem Auto durch das Stadtgebiet, sondern mit eigenen Rädern unter Hinzuziehung der Dienst-Pedelecs der Stadtverwaltung und Leih-Rädern des E-Bike-Sharing-Systems Velocity. Das Unternehmen aus Aachen betreibt seit diesem Jahr zwei Stationen in Baesweiler. Diese sind am Volkspark (Eingang Peterstraße) und im Gewerbegebiet am ITS zu finden. Die E-Bikes mit einer Reichweite von circa 70 Kilometern können rund um die Uhr ausgeliehen und an einer beliebigen Station, wie zum Beispiel in Alsdorf am Annapark, wieder zurückgegeben werden. Mehr Informationen zu Preisen, zum Stationsnetz und zum Ausleihvorgang finden Sie auf der Homepage von Velocity Aachen (www.velocity-aachen.de/).

Auf seinen Wunsch hin nahm außerdem Luc Hamers von der ADFC-Ortsgruppe Aachen Nordkreis als Gast an der Bereisung der Verkehrskommission teil, um an der Verbesserung von radverkehrlich riskanten Punkten in Baesweiler mitzuwirken. So wurden unter anderem Beschilderungen und Markierungen an mehreren Stellen, wie zum Beispiel am Kreisverkehr „Place-de-Montesson“, unter die Lupe genommen und Beschlussvorschläge für den zwei Wochen später angesetzten Verkehrs- und Umweltausschuss erarbeitet. Allen Teilnehmenden hat die Bereisung wohl auch wegen des guten Wetters Spaß gemacht. Die Verwaltung hat sich jedenfalls vorgenommen, auch weiterhin innerörtliche Fahrten häufiger per Fahrrad durchzuführen.

 

Die Wildblumen zeigen sich auch in diesem Jahr von ihrer schönsten Seite

Viele Baesweilerinnen und Baesweiler haben sich in den letzten Wochen wohl den Sonnenschein herbeigesehnt. Während ganz Deutschland in den letzten drei Sommern mit Hitze und Trockenheit zu kämpfen hatte, fiel dieser Sommer komplett ins Wasser. In Nordrhein-Westfalen regnete es in den Monaten Juni bis August mit 320 Litern pro Quadratmeter über doppelt so viel wie im Jahr 2019 und über 1,5-mal so viel wie 2020.

Das sorgte dafür, dass das Grün im gesamten Stadtgebiet erhebliches Wachstum zeigte. Das können die Baesweilerinnen und Baesweiler, die einen Garten pflegen, bestimmt bezeugen. Da hatte man gerade erst den Rasen geschnitten und konnte drei Tage später schon wieder zum Mäher greifen. Die Wildblumen im Stadtgebiet haben sich von dem Wetter allerdings nicht stören lassen. Wenn auch etwas später als sonst, konnte man auch in diesem Jahr an diversen Orten wieder die bunt blühende Pracht genießen und das Getümmel der Insekten beobachten. So erstrahlte das Jugendcamp im Carl-Alexander-Park, der Volkspark oder auch die Schmiedstraße in sattem Grün und bunten Farben. Die Grünfläche an der Ecke Adenauerring und Schmiedstraße wurde erst im letzten Jahr mit der Unterstützung der Gartenbau- und Siedlergemeinschaft Setterich e.V. umgestaltet.

An dieser Stelle möchte sich die Stadt Baesweiler bei den örtlichen Gartenbauvereinen für ihre stetige Kooperationsbereitschaft sowie auch bei allen ehrenamtlichen Baumscheiben- und Grünflächen-Pflegerinnen und -Pflegern herzlich bedanken. Durch Ihre Arbeit unterstützen Sie den Erhalt des städtischen Grüns und tragen aktiv zum Naturschutz bei.

Haben auch Sie Interesse daran, eine Patenschaft für eine Baumscheibe oder eine Grünfläche zu übernehmen? Schauen Sie doch im Serviceportal der Stadt Baesweiler vorbei oder kontaktieren Sie die Klimaschutzmanagerin Frau Vonhögen unter 02401/800-375 oder karina.vonhoegen@stadt.baesweiler.de.

 

Platanen finden neuen Standort in der Innenstadt

Bäume in einer Stadt haben mitunter einen „schweren Stand“. Eine Stadt unterliegt ständigen Veränderungen und es lässt sich trotz sorgfältiger Planung nicht immer verhindern, dass Bäume weichen müssen. In der Regel bedeutet das, dass sie gerodet werden und an einem anderen Standort eine Ersatzpflanzung vorgenommen wird. Bis ein neu gepflanzter Baum den gleichen ökologischen Wert hat, wie der zuvor gerodete, vergehen meistens Jahrzehnte. Eine Buche zum Beispiel speichert durchschnittlich pro Jahr circa 12,5 kg CO², indem sie es aus der Luft bindet und mithilfe von Photosynthese in Glucose (Zucker) und für den Menschen lebensnotwendigen Sauerstoff umwandelt. Nach circa 80 Jahren hat sie 1 Tonne CO² aufgenommen. Ein*e Bürger*in der Bundesrepublik Deutschland verursacht pro Jahr durchschnittlich 10 Tonnen CO²-Emissionen. Neben einer Verminderung unserer klimaschädlichen Emissionen, ist es daher wichtig, so viele Bäume wie möglich neu anzupflanzen, aber auch zu erhalten.

Zur Umsetzung der neuen BürgerMitteBaesweiler (BMB) müssen zunächst einmal einige Bäume aus dem Rathausumfeld weichen. Dort wird zukünftig der neue Gebäuderiegel entlang der Mariastraße seinen Platz finden. Bereits mehrfach wurde in Verbindung mit geplanten Innenstadtmaßnahmen, so am Kirchvorplatz oder am ZOB, seitens der Bürger*innen, aber auch in den politischen Gremien, bedauert, dass solche Maßnahmen leider oft zwingend mit Baumverlusten einhergehen und die Ersatzbäume erst nach längerer Zeit ihre volle räumliche und ökologische Wirkung wieder entfalten. Im Rahmen der Planungen der BMB wurde nun ein Weg gefunden, zumindest die stadtprägenden Dachplatanen vom Rathausvorplatz zu erhalten. Nach Hinzuziehen eines Baum-Sachverständigen, der den Zustand der Bäume erfasste, stellte sich heraus, dass eine innerstädtische Verpflanzung der sieben Platanen unter Berücksichtigung des ökologischen Wertes der Bäume auch wirtschaftlich sinnvoll ist. Neue Standorte für die Platanen konnten am Reyplatz, an der evangelischen Kirche an der Grabenstraße und am CAP gefunden werden. Die Verpflanzungen sollen noch in diesem Jahr erfolgen, die Arbeiten befinden sich bereits in der Ausschreibung. Mit einer speziellen Maschine werden die Bäume ausgepflanzt und an ihre künftigen Standorte gebracht, wo sie als größere, gesunde Bäume schnell ihre städtebauliche Wirkung entfalten und das Stadtklima verbessern werden.

 

Ehemalige Kiesgrube wurde zum Biotop

In den letzten zehn Jahren hat die Firma Schlun in ihrer ehemaligen Ton- und Kiesgrube in Beggendorf, einem 37.500 m² großen Areal, ein artenreiches Biotop geschaffen. Herr Schuivens, Geschäftsleiter der Sparte Umwelt, hat Vertreter*innen der Stadt Baesweiler in einer Führung das Renaturierungsprojekt vorgestellt. In der Grube, die direkt an das Gewerbegebiet Baesweiler angrenzt, hat die Schlun-Baugruppe 2011 in Kooperation mit dem BUND und der Unteren Landschaftsbehörde der StädteRegion Aachen neben Anpflanzungen und Steinschüttungen verschiedene Kleingewässer angelegt. Seitdem ist die zuvor karge Grube nicht mehr wiederzuerkennen.

Im Rahmen des geförderten Projektes „LIFE-Amphibienverbund“ arbeitet die Schlun-Umwelt mit der Biologischen Station der StädteRegion Aachen eng zusammen. Die Kleingewässer, die in der ehemaligen Grube angelegt wurden, bieten für gefährdete Amphibien, wie die Geburtshelferkröte, neue, geschützte Lebensräume. Die kleine, bräunlich-graue, in Westeuropa heimische Krötenart paart sich zwischen März und August und trägt ihren Namen aus einem besonderen Grund. Andere Krötenarten wickeln den Laich unmittelbar nach der Befruchtung um Wasserpflanzen. Bei den Geburtshelferkröten tragen die Männchen die Laichschnüre während der gesamten Embryonalphase um ihre Hinterbeine gewunden. Sobald sich die Larven in den Eiern entwickelt haben, begeben sie sich in ein Gewässer und die Kaulquappen schlüpfen.

Die Grube wird nun aber keinesfalls sich selbst überlassen. Regelmäßig sorgt die Firma Schlun dafür, dass das Areal nicht zuwächst. Das ist wichtig, damit das Biotop in seiner jetzigen Form erhalten bleibt. Die Kröten bevorzugen wärmebegünstigte Flächen mit Steinhaufen und Erdlöchern, da sie nur zur Fortpflanzung die Kleingewässer aufsuchen. Ansonsten ist die Tier- und Pflanzenwelt hier aber ungestört. Zum Schutz der empfindlichen Arten, die dort einen neuen Lebensraum gefunden haben, ist das Biotop für die Öffentlichkeit nicht frei zugänglich. Wenn man im Feld hinter dem Baesweiler Gewerbegebiet unterwegs ist, lohnt es sich aufmerksam die Ohren zu spitzen. Wenn man Glück hat, kann man den glockenartigen Ruf der Geburtshelferkröte, die im Volksmund auch Glockenfrosch genannt wird, hören.  Im nächsten Jahr soll es im Rahmen einer gemeinsamen Aktion der Firma Schlun und der Stadtverwaltung für interessierte Baesweiler Bürger*innen die Möglichkeit geben, das grüne Kleinod in der Mitte Baesweilers einmal aus nächster Nähe zu bestaunen.

Mehr Informationen finden Sie unter
https://www.schlun.de/de/baugruppe/nachhaltigkeit/umgestaltung-einer-ton-kiesgrube.htm und https://life-amphibienverbund.de/.

 

Artenvielfalt in der Landwirtschaft

Die Landwirtschaft sichert unsere Ernährung und macht daher einen großen und wichtigen Anteil unserer Landschaften aus. In Baesweiler entfallen ganze 62% der Gesamtfläche auf die landwirtschaftliche Nutzung. In den letzten Jahrzehnten hat sich das Landschaftsbild durch die Intensivierung der Landwirtschaft stark verändert.

Zum Vergleich: Um 1900 produzierte ein*e Landwirt*in Nahrungsmittel für 4 Personen, 2016 waren es schon 145. Rebhuhn und Feldlerche, Acker-Rittersporn und Sand-Mohn, viele Wildkräuter- und Insektenarten sind heute in Feld und Flur nicht mehr häufig anzutreffen. Diese Entwicklung ist deswegen bedenklich, da ein Verlust der Artenvielfalt sich negativ auf die Funktionen von Ökosystemen auswirkt. Ein Netz intakter Ökosysteme sichert die Lebensgrundlagen für den Menschen. Die Natur versorgt uns mit Nahrung, sauberem Wasser und Luft. Sie kann uns vor extremen Wetterereignissen schützen und erhöht unser Wohlbefinden.

Umso erfreulicher ist es, dass immer mehr Landwirtinnen und Landwirte sich dafür einsetzen, diese negative Entwicklung zu stoppen und die Artenvielfalt auf oder entlang ihrer Äcker wieder fördern möchten. Ein Projekt, das an diesem Punkt ansetzt, ist das „Blütenparadies“.  Auf sonst landwirtschaftlich genutzten Flächen in der gesamten StädteRegion Aachen werden insektenfreundliche Blühflächen angelegt, gefördert durch einmalige Spenden oder Patenschaften. Für jeden gespendeten Euro werden durch am Projekt teilnehmende Landwirtinnen und Landwirte 2 m² Blühfläche eingesät und gepflegt. Mehr Informationen finden Sie unter www.blütenparadies.de.

Auch hier bei uns setzen sich ortsansässige Landwirt*innen für mehr Artenreichtum ein. Bei einem Spaziergang durch die Baesweiler Felder kann man erfreulicherweise wieder einige Blühflächen, Ackerrandstreifen, Hecken und sogar Insektenhotels betrachten und emsige Insekten und andere Feldbewohner beobachten. Den Landwirt*innen, die auf ihren Flächen neben ihren landwirtschaftlichen Belangen auch die Artenvielfalt anregen, gebührt unser aller Dank.

 

Die Baesweilerinnen und Baesweiler haben 5 Tonnen an CO²-Emissionen eingespart

STADTRADELN ist mit gutem Beispiel vorangefahren! Wieder Spaß an der Bewegung haben und dabei sich selbst und dem Klima Gutes tun: Die Aktion STADTRADELN hat ihre Rekorde aus den Vorjahren wieder gebrochen und ein Signal gesetzt: „Radfahren bringt uns weiter!“

Inzwischen ist der Aktionszeitraum inklusive des Nachtragezeitraums abgeschlossen und das Ergebnis für die StädteRegion steht fest. Von den 533.411 geradelten Kilometern der StädteRegion Aachen entfallen 169.980 km auf den Nordkreis. Eine Strecke mit der man über vier Mal den Äquator umrunden könnte.

Die 229 angemeldeten Baesweiler Radlerinnen und Radler legten zusammen eine Strecke von 32.491 km zurück und sparten damit 5 t CO²-Emissionen ein. Die Mitglieder des Teams „Praxis am Burgpark“ stachen hier besonders heraus. Sie fuhren in den drei Aktionswochen ganze 324 km pro Kopf. Aber auch das Offene Team Baesweiler hat ordentlich Gas gegeben und mit 298 km pro Kopf nur knapp die 300er-Marke verpasst. Auch die Stadtverwaltung Baesweiler hat sich wieder rege und mit vielen geradelten Kilometern an der Aktion beteiligt. Alle Teams und geradelten Kilometer sind auf der Website www.stadtradeln.de/baesweiler einsehbar.

In der letzten Ausgabe des Stadtinfos wurde die NordHerzRoute und die damit verbundene Stiftung Kinderherz (www.stiftung-kinderherz.de) bereits vorgestellt. Die vier Nordkreiskommunen haben entschieden, sich mit einer Spendenaktion zu Gunsten herzkranker Kinder zu beteiligen. Zur Eröffnung gaben die Bürgermeister der Nordkreis-Kommunen jeweils mit einer Spende den Startschuss. Es gibt also keinen Grund, das Fahrrad nach diesem erfolgreichen STADTRADELN wieder in die Garage oder den Keller zu verfrachten. Erkunden Sie doch einmal die NordHerzRoute und geben auch Ihrem Herzen einen Stoß. Unter dem Link https://bit.ly/3wOQ5AZ oder per Überweisung können Sie spenden und herzkranken Kindern helfen.

Unabhängig von einer Spende können Sie ein Foto von der NordHerzRoute in den sozialen Medien unter #nordherzroute hochladen oder per E-Mail oder Post an die Klimaschutzmanagerin Frau Vonhögen senden. Unter allen Schnappschüssen werden tolle Sachpreise verlost. Alle Infos finden Sie auch auf der Webseite der Stadt Baesweiler.

Aufgrund der starken Regenfälle in den letzten Wochen ist ein Teil der NordHerzRoute im Bereich des Wurmtals in Herzogenrath leider derzeit nicht befahrbar. Es wird empfohlen, die Route auf Höhe der Kirchrather Straße in Richtung Merkstein zu verlassen und dann der K11 entlang der Grube Adolf zu folgen.

Die Klimaschutzmanagerin steht für Fragen gerne zur Verfügung.

Spendenkonto der Stiftung KinderHerz:

Deutsche Bank AG

IBAN: DE 41 1007 0024 0053 1616 00

Verwendungszweck: NordHerzRoute

 

Umwelt schützen und gewinnen – Westenergie Klimaschutzpreis 2021

Das Potenzial an Ideen und Initiativen, welches in zahlreichen lokalen Projekten zum Klima- und Umweltschutz zum Ausdruck gebracht wird, soll auch in diesem Jahr wieder gewürdigt werden. Daher lädt die Westenergie (innogy SE) gemeinsam mit der Stadt Baesweiler im Jahr 2021 erneut alle Baesweiler Bürgerinnen und Bürger, Initiativen, Vereine, Unternehmen, Schulen und Kitas dazu ein, sich für den diesjährigen Klimaschutzpreis zu bewerben. Dieser ist für Baesweiler mit einer Gesamtsumme von 2.500 Euro dotiert (1. Platz 1.250 €, 2. Platz 750 €, 3. Platz 500 €, alle weiteren Plätze erhalten einen Sachpreis).

In den letzten Jahren wurden, wie auch häufig berichtet, tolle Projekte von Kindergärten, Familienzentren und Schulen vorgestellt. Im letzten Jahr haben drei Kindergärten die ersten drei Plätze mit folgenden Themen belegt:

  1. Weniger Plastik ist „Meer“; katholische Kita St. Martinus
  2. In unserem Garten ist was los - kleine Helfer, Sammler und andere Nützlinge; Familienzentrum St. Andreas
  3. Wurmkomposter; Familienzentrum St. Petrus

Ein wichtiges Ziel des Wettbewerbs ist es, die eigene Stadt für einen verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit der Umwelt zu sensibilisieren, zur Umsetzung von Klima- und Umweltschutzaktivitäten zu motivieren sowie das meist ehrenamtliche Engagement vor Ort zu honorieren. Mit dem Preis werden bundesweit jährlich vielfältige Klima- und Umweltschutzprojekte ausgezeichnet. Ob nun Aktionen zu nachhaltiger Mobilität, Ernährung, Konsum, Abfallvermeidung, Begrünung, zum Energiesparen oder allgemein zu nachhaltiger Ressourcennutzung – Ihren Projektideen sind keine Grenzen gesetzt.

Bewerbungen für Projekte müssen bis zum 31.10.2021 schriftlich bei unserer Klimaschutzmanagerin Frau Vonhögen (Mariastraße 2, 52499 Baesweiler) eingereicht werden. Hierfür wird eine kurze Projektbeschreibung benötigt, in der die Aktion und Motivation dargestellt werden. Auch Fotos und anderes, projektrelevantes Material können der schriftlichen Bewerbung beigefügt werden. Nähere Informationen und bei Bedarf auch ein anonymisiertes Musterbeispiel aus vorangegangen Jahren werden bei Interesse bereitgestellt.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne telefonisch oder per E-Mail an Frau Vonhögen (Tel.: 02401 – 800 375, karina.vonhoegen@stadt.baesweiler.de).

Wir freuen uns schon sehr auf eine rege Teilnahme und sind gespannt auf Ihre Bewerbungen!

 

Baesweiler steigt auf´s Rad!

Velocity_Station der Stawag

Die erste Station des Aachener E-Bike-Sharing-Systems „Velocity“ in der Stadt Baesweiler ist einsatzbereit. Bürgerinnen und Bürger können sich nun am Volkspark in der Peterstraße direkt neben der Mitfahrerbank ein E-Bike ausleihen. Zurückgegeben werden kann das Bike an jeder beliebigen Station von Velocity. Mit voll aufgeladenem Akku schaffen die Räder eine Strecke von rund 70 Kilometern.

Die Kommunen der Städteregion Aachen haben sich im Rahmen des Förderprojekts „Kommunaler Klimaschutz“ zusammengeschlossen, um einen weiteren Schritt in Richtung multimodaler Mobilität zu gehen. Zusammen mit Velocity Region Aachen wurde das von der Stadt Aachen initiierte Projekt angestoßen, das die einzelnen Kommunen untereinander und mit der Stadt Aachen auf nachhaltige Weise vernetzen soll.

Zurzeit gibt es in der Region Aachen bereits 68 Stationen, Ende dieses Jahrs werden es über 100 sein. Eine zweite Velocity-Station auf dem Baesweiler Stadtgebiet wird in den nächsten Wochen am Internationalen Technologie- und Service-Center (its) fertiggestellt. Zeitgleich werden zwei Stationen in der Nachbarkommune Alsdorf errichtet. Ob zum Cinetower für einen Kinobesuch oder zum Bahnhof Annapark, um die Euregiobahn nach Aachen zu erreichen, mit dem E-Bike-Sharing von Velocity ist das in Zukunft rund um die Uhr möglich. Sogar eine Fahrt bis in die Niederlande ist machbar. In Kerkrade steht den Kundinnen und Kunden ebenfalls eine Velocity-Station zur Verfügung, weitere Stationen hinter der Grenze folgen noch in diesem Jahr.

Seit Öffnung der Station Ende Februar haben sich bereits zahlreiche Baesweilerinnen und Baesweiler registriert. Zum Ausleihen eines E-Bikes wird die Velocity-App benötigt, die auf jedem Smartphone heruntergeladen werden kann. Nach einem einmaligen Registrierungsvorgang können die E-Bikes über die App direkt an der Station ausgeliehen werden. Je angefangene 30 Minuten kostet die Nutzung im Basistarif 1,50 €. Wer öfter fährt, kann mit dem Velo30-Tarif sparen. Für 28 € pro 30 Tage sind die ersten 30 Minuten jeder Buchung kostenfrei. Mehr Infos gibt es unter www.velocity-aachen.de. Über die App gibt es außerdem die Möglichkeit, ein E-Bike bis zu 15 Minuten vor Fahrtantritt zu reservieren.

Schließfächer am Kirchplatz

Am Kirchplatz in Baesweiler, seitlich in Richtung zur Straße „Im Sack“, bietet eine Schließfachanlage den Besucherinnen und Besuchern der Innenstadt die Möglichkeit, Taschen, Rucksäcke, Helme und Einkäufe zwischenzulagern. Damit möglichst viele von den Schließfächern profitieren können, darf die maximale Nutzungsdauer von 24 Stunden nicht überschritten werden. Bei aufgefallener, längerer Nutzung wird das entsprechende Schließfach von außen mit einem runden Aufkleber markiert und nach weiteren 24 Stunden geöffnet. Der Inhalt wird sodann im Fundbüro der Stadt Baesweiler im Rathaus an der Mariastraße 2 gelagert und kann dort nach Terminabsprache abgeholt werden. Sollten Sie den Schlüssel zu einem Schließfach verlieren, melden Sie sich bitte umgehend unter 02401/800-0.

 

StädteRegion bezuschusst Dach- und Fassadenbegrünung

Seit Juli 2020 fördert die StädteRegion Aachen die Begrünung von Dächern und Fassaden. Pro Dach oder Fassadenfläche ist ein Zuschuss von 50 Prozent (maximal 3000 €) möglich.

Wir alle können bereits die klimatischen Veränderungen spüren, die sich in den letzten Sommern, zum Beispiel durch Hitze und Dürre, bemerkbar gemacht haben. Doch wie schaffen wir es, uns auf eine nachhaltige Art und Weise an die Veränderungen anzupassen, die der Klimawandel mit sich bringt?

Gebäudebegrünungen werden immer beliebter und das aus gutem Grund. Neben den positiven Effekten im Bereich des Klimaschutzes, kann sich die Begrünung auch positiv auf den Geldbeutel auswirken.

Bei Gründächern unterscheidet man zwischen einer Intensiv- und einer Extensivbegrünung. Die Extensivbegrünung ist naturnah angelegt und pflegeleicht. Der Pflanzenbewuchs und das Gewicht des Gesamtaufbaus sind eher niedrig. Anders verhält es sich bei der Intensivbegrünung. Man kann sie mit einer bodengebundenen Grünfläche vergleichen; der Aufwand zur Anlage und Pflege ist allerdings höher als bei der extensiven Variante. Grundsätzlich ist ein Gründach folgendermaßen aufgebaut: Auf eine geeignete Dachunterkonstruktion wird ein Wurzelschutz und eine zusätzliche Schutzlage aufgebracht, danach folgt eine Substratschicht und darauf die Vegetationsschicht. Bei einer Intensivbegrünung wird außerdem eine Drainage eingebaut. Bei regelmäßiger Pflege und Wartung hält ein Gründach mehrere Jahrzehnte.

Bei Fassadenbegrünungen unterscheidet man zwischen einer boden- und einer wandgebundenen Begrünung. Bei der bodengebundenen Begrünung werden Kletterpflanzen eingesetzt, die eine direkte Verbindung zum Boden haben und so die nötigen Nährstoffe und Wasser erhalten. Dabei können Pflanzen gewählt werden, die ohne Kletterhilfe direkt an der Fassade wachsen, oder solche, deren Wuchs durch Rankhilfen geleitet werden. Hierbei ist natürlich zu beachten, ob die Fassade für eine direkte Begrünung geeignet ist. Die wandgebundene Begrünung dagegen zeichnet sich dadurch aus, dass kein Bodenanschluss benötigt wird und die Auswahl an möglichen Pflanzen sehr groß ist. Die Versorgung muss allerdings durch eine automatisierte Anlage gesichert werden. Die Investitions- und Wartungskosten sind dementsprechend höher als bei einer bodengebundenen Begrünung.

Die Liste der Vorteile von Dach- oder Fassadenbegrünungen ist lang. Im Sommer schützt die Begrünung durch Verschattung und Verdunstung vor Überhitzung, während sie im Winter zusätzliche Dämmwirkung hat. Zu einer Einsparung beim Energieverbrauch kommt die Tatsache, dass das eigentliche Dach oder die Fassade vor UV-Strahlung, Hagel und anderen Umwelteinflüssen geschützt und somit langlebiger wird. Nicht zu unterschätzen ist auch die Steigerung der Umgebungsqualität. Neben der Verbesserung des Mikroklimas, der Stärkung der Artenvielfalt und einer Lärmreduktion wird auch die visuelle Qualität eines Gebäudes oder eines Stadtteils vergrößert. Beim Gründach wird zudem Regenwasser zurückgehalten, wodurch die Kanalbelastung reduziert wird.

Für den Klimaschutz und unsere Lebensqualität bieten Gebäudebegrünungen einen echten Mehrgewinn. Wenn Sie Informationsmaterial benötigen, melden Sie sich gerne bei der Klimaschutzmanagerin der Stadt Baesweiler, 02401/800-375, karina.vonhoegen@stadt.baesweiler.de. Alles Wichtige zur Förderung von Dach- und Fassadenbegrünungen finden Sie außerdem auf der Homepage der StädteRegion Aachen, www.staedteregion-aachen.de.

Tipp: Die StädteRegion bezuschusst neben Gebäudebegrünungen zurzeit auch Photovoltaikanlagen und/oder Batteriespeichersysteme. Infos unter: 0241/5198-3660 (StädteRegion Aachen), 02404/9032730 (Verbraucherzentrale e.V.) oder ebenfalls auf der Homepage der StädteRegion.