Patenschaften für Blühwiesen

Die Umwelt und die damit verbundene Kulturlandschaft sind für die Baesweiler Bürgerinnen und Bürger besonders wichtig. Dies wird beispielsweise durch das große Engagement für den Schutz der Insekten deutlich. So hat die Stadt Baesweiler in diesem Jahr mehrere für Insekten lebenswichtige Wildblumenwiesen auf städtischen Flächen angelegt und engagiert sich zusätzlich am Runden Tisch Artenvielfalt in Setterich.

Weiterhin setzen die Teilnehmenden des Runden Tisches verschiedene Insektenschutz-Aktionen in Kitas um und motivieren die Baesweiler Bürgerinnen und Bürger, sich ebenfalls für das Thema Bienen- und Insektenschutz zu engagieren. Ein Beispiel für ein solch privates Engagement stellt das Projekt des Hofladen Mertens in Puffendorf dar.

Sie möchten für Bienen, Hummeln und Co. ebenfalls gerne zusätzliche Lebensräume und Nahrungsquellen schaffen und selbst Blühflächen anlegen, haben jedoch keine freien Flächen hierfür zur Verfügung? Der Hofladen Mertens in Puffendorf hat sich dieser Problematik nun angenommen und bietet erstmalig für die Dauer eines Jahres Blühpatenschaften an. Auf bisher noch landwirtschaftlich genutzten Flächen kann in Form einer Patenschaft ein neues Biotop für Bestäuber entstehen. Pflanzen wie die Sonnenblume, Phacelia (Bienenfreund), Kornblume und Mohn werden zusammen in einer Mischung ausgesät. Auf den unter Patenschaft stehenden Flächen werden dann weder Pflanzenschutz noch Dünger in mineralischer und in organischer Form ausgebracht. Mit Hilfe des Projektes soll die Kulturlandschaft zum Blühen gebracht und das Nahrungsangebot für bestäubende Insekten vergrößert werden.

Um den Patinnen und Paten die Möglichkeit zu bieten, das Wachstum vor Ort mitzuverfolgen, werden die unter Patenschaft stehenden Flächen in GoogleMaps verortet und das Projekt medial auf Facebook und Instagram begleitet. Die einjährigen Patenschaften können für eine Fläche von 50 Quadratmeter (30 Euro) und 100 Quadratmeter (50 Euro) übernommen werden.

Sie haben Interesse an dem Projekt und möchten gerne mehr erfahren? Informationen gibt es beim Hofladen Mertens in Puffendorf per E-Mail an bluehflaechenpatenschaft@outlook.de, unter 02401/51378 oder direkt vor Ort, Jan-van-Werth-Straße 1. Zusätzlich können Sie das Projekt in den kommenden Monaten auf Facebook begleiten.

 

 

STADTRADELN 2019: Baesweiler ist ganz vorne mit dabei

Im Rahmen des Wettbewerbs STADTRADELN treten Teams aus Kommunalpolitikerinnen und -politikern, Schulklassen, Vereinen, Unternehmen, der Verwaltung und Bürgerinnen und Bürger für Radförderung, Klimaschutz und Lebensqualität in die Pedale. In einem jeweils von den Kommunen gewählten 21-tägigen Zeitraum zwischen dem 1. Mai und 30. September sollen dabei möglichst viele Kilometer beruflich und privat klimafreundlich mit dem Rad zurückgelegt werden. Die so gesammelten Kilometer werden dann beim eigenen Team sowie bei der jeweiligen Kommune „verbucht“.

Vergangenes Jahr hatte die Stadt Baesweiler zum ersten Mal zur Teilnahme am STADTRADELN eingeladen. Mit insgesamt 7773 erradelten Kilometern, acht Teams und 53 aktiven Radlerinnen und Radlern hatte die Stadt einen guten STADTRADELN-Start im Jahr 2018 hingelegt. In diesem Jahr hat Baesweiler gemeinsam mit der StädteRegion Aachen zur Teilnahme eingeladen. Die diesjährige Besonderheit: Alle zehn regionsangehörigen Kommunen radelten im selben Zeitraum vom 3. bis 23. Juni.

Mit Blick auf Erfahrungen anderer STADTRADELN-Kommunen wurde im Vorfeld erwartet, dass die Zahl der Teilnehmenden und Kilometerzahlen im zweiten STADTRADELN-Jahr in Baesweiler im Vergleich zu 2018 gesteigert werden können. Das finale Ergebnis überraschte jedoch viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer besonders positiv. So wurden im 21-tägigen Zeitraum von allen Baesweiler Radlerinnen und Radlern zusammen 27.737 Radkilometer für Baesweiler gesammelt, was einer Steigerung von mehr als 350 Prozent entspricht! Zudem haben mehr als 140 Personen mehr aktiv am Wettbewerb teilgenommen als noch im vergangenen Jahr! Diese haben sich auf 14 unterschiedliche Teams verteilt. So nahmen neben der Verwaltung und der Politik auch Kindergärten und Familienzentren, Schulen, Arztpraxen, Vereine und viele weitere Teams am diesjährigen STADTRADELN teil. Und aus Sicht des Klimaschutzes besonders erfreulich: Fast vier Tonnen klimaschädliches CO2 konnten durch den 21-tägigen Umstieg vom Auto auf das Fahrrad eingespart werden!

Für die Gewinnerinnen und Gewinner winken auch in diesem Jahr tolle Preise. Neben der Preisverleihung mit allen zehn regionsangehörigen Kommunen am 20. September im Haus der StädteRegion in Aachen wird es wie im vergangenen Jahr auch eine Baesweiler Preisverleihung geben, an der die drei aktivsten STADTRADELN-Teilnehmenden sowie die aktivsten Teams (absolute und relative Kilometer) sich über schöne Gewinne aus der Region freuen dürfen. Ein herzlicher Dank für die gesponserten Gewinne geht an das Gartencenter Bellandris Höppener, die Firma Sport- und Radwelt-Scherer aus Übach-Palenberg sowie an die Getränke-Fachgroßhandlung Fliegen. Der Termin für die Baesweiler Preisverleihung wird demnächst bekanntgegeben. Die Stadt möchte an dieser Stelle schon einmal alle Teilnehmenden herzlich zu den Preisverleihungen in Baesweiler und Aachen einladen und freut sich schon jetzt auf eine Fortsetzung des STADTRADELNs in 2020.

 

 

 

Schüler des Gymnasiums auf KlimaReise

Anfang Juli war es wieder soweit: Schülerinnen und Schulen aus mehreren Kommunen in NRW haben sich gemeinsam auf die KlimaReise begeben. Neben Bonn, Monheim, Remscheid, Schloß Holte-Stukenbrock, Bocholt, Rhede, Alsdorf und Eschweiler ist Baesweiler – in diesem Jahr zum ersten Mal – auch dabei. 34 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 des Baesweiler Gymnasiums traten kurz vor den Sommerferien mit ihrem Erdkundelehrer Dr. Uwe Giese, ihrer Englischlehrerin Carolin Becker und der Klimaschutzmanagerin der Stadt Baesweiler, Annika Waßmuth, die Reise durch Baesweiler an.

Ziel des im Jahr 2015 initiierten Projekts ist es, Schülerinnen und Schülern klimaschonendes Handeln sowie verschiedene mit dem Klimaschutz in Verbindung stehende Berufsfelder näherzubringen. Am Aktionstag werden dann mehrere relevante Standorte sowie Unternehmen in der eigenen oder einer Nachbarkommune besucht, die sich auf unterschiedliche Weise für den Klimaschutz einsetzen.

Am Startpunkt der Baesweiler KlimaReise vor dem Gymnasium hieß es um halb neun Uhr morgens dann: Helme auf und ab aufs Fahrrad! Denn für alle Teilnahmenden war klar – die circa 13 Kilometer lange Tour sollte mit dem klimafreundlichsten aller Fortbewegungsmittel zurückgelegt werden.

Erster Stopp der Baesweiler KlimaReise war die ehemalige Halde Carl-Alexander, wo die Schülerinnen und Schüler unter Führung des ehemaligen Leiters des Stadtentwicklungsamtes, Josef Meyer, einen spannenden Einblick in die Kohlevergangenheit ihrer Heimat erhielten und viel Wissenswertes über die Entwicklung der Halde erfuhren. Anschließend wurden die Biogasanlage in der Parkstraße sowie das Blockheizkraftwerk am Klärwerk in Setterich besichtigt. Andreas Dering (Maschinenring Rheinland-West e.V.), Dieter Thebrath (WEP Wärme-, Energie- und Prozesstechnik GmbH) und deren Kolleginnen und Kollegen gaben dort ausführliche technische Einweisungen in die Anlagen, informierten die Schülerinnen und Schüler über relevante Berufsfelder und standen für zahlreiche Nachfragen zur Verfügung.

Damit neben den zwei Leistungskursen auch andere Mitschüler und Mitschülerinnen den Sprung von der alten zur neuen Energiegewinnung in Baesweiler miterleben konnten, wurde die KlimaReise für eine anschließende Projektwoche von einem Schüler-Filmteam begleitet.

Nach der diesjährigen erfolgreichen Premiere freut sich die Klimaschutzmanagerin Annika Waßmuth bereits jetzt auf weitere künftige Klimaschutzprojekte mit den Schülerinnen und Schülern in Baesweiler.

 

 

Wildblumenwiesen in Baesweiler

Weltweit hat der vor allem durch den Menschen verursachte dramatische Rückgang von Bienen und anderen Insekten große Aufmerksamkeit erregt. Aufgrund ihrer Funktion als Bestäuber wird Insekten, nicht nur aus Artenschutzgründen, sondern auch hinsichtlich der zukünftigen Nahrungsmittelproduktion eine bedeutende Rolle zugeschrieben.

Die Bedeutung von Bienen und anderen Bestäuberinsekten wird am Beispiel China besonders anschaulich. Wegen des starken Einsatzes von Pestiziden und das dadurch hervorgerufene Bienensterben muss dort die Bestäubung von Obstbäumen mittlerweile von Menschen unterstützt werden. In aufwendiger Handarbeit werden täglich Pollen gesammelt, welche dann mit einem Federwedel oder Pinsel auf jede einzelne Blüte aufgetragen werden müssen.

Die Stadt Baesweiler sowie Vereine, private und öffentliche Einrichtungen, Einwohnerinnen und Einwohner haben die Bedeutung des Insektenschutzes ebenfalls erkannt. Um sich über die Thematik auszutauschen und gemeinsame Projekte ins Leben zu rufen, entstand 2018 in Setterich der Runde Tisch „Artenvielfalt“. Diese Initiative setzt sich aus einer Vielzahl von Akteuren, wie dem Stadtteilbüro Setterich, dem Gartenbauverein Baesweiler, dem NABU und BUND, dem BiNE e.V., der Stadt Baesweiler, Kindergärten, Familienzentren, Schulen, einem Imker u.a. zusammen.

Im Rahmen des Runden Tisches wurde nun ein Projekt entwickelt, welches Privathaushalte dazu motivieren soll, ihre Gärten oder zumindest ein Teilstück durch das Anlegen einer Wildblumenwiese bienen- und insektenfreundlicher zu gestalten.

Um den Insektenschutz in Baesweiler zu unterstützen, Einwohnerinnen und Einwohner für das Thema zu sensibilisieren und privaten Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzern die Schönheit einer artenreichen Wildblumenwiese zu veranschaulichen, wird auch die Stadt Baesweiler in diesem Jahr auf mehreren öffentlichen Flächen Wildblumenwiesen überwiegend in Form von „blühenden Baumscheiben“ anlegen.

Da eine solche Wiese im Vergleich zu herkömmlichem Rasen weniger Bewässerung und sonstiger Pflege bedarf, kann sich der Bauhof über diese positiven Nebeneffekte freuen.

Wildblumenwiesen dürfen nur selten gemäht werden, um die Nahrung und den Lebensraum für Insekten zu sichern. Bitte haben Sie dafür Verständnis, wenn Sie einer solch ungemähten demnächst blühenden Fläche im Stadtraum begegnen. Die Stadt wird die so angelegten Blüh- und Insektenflächen jeweils örtlich kennzeichnen.

Wenn auch Sie eine Wildblumenwiese anlegen möchten, gibt beispielsweise der NABU auf seiner Internetseite wertvolle Tipps zum Anlegen und zur Pflege. Ein wichtiger soll abschließend schon einmal erwähnt werden: Nutzen Sie regionales Saatgut heimischer Pflanzen. Hierdurch können Sie sichergehen, dass Vögel und Insekten ausreichend Nahrung erhalten.