Westenergie-Klimaschutzpreis 2025 verliehen
Die Stadt Baesweiler und die Westenergie haben gemeinsam den Westenergie-Klimaschutzpreis 2025 verliehen. Bewerben konnten sich Kitas und Schulen mit Projekten rund um die Themen Klima- und Naturschutz. Die drei herausragendsten Projekte wurden in der BürgerMitteBaesweiler von Bürgermeister Pierre Froesch und der Westenergie-Kommunalmanagerin Sarah Thießen prämiert.
„Schon Kinder in der Kita und Schülerinnen und Schüler haben ein Gefühl dafür, wie wichtig es ist, die Natur zu schützen und achtsam mit ihr umzugehen. Ein Wettbewerb wie dieser fördert den Umweltschutzgedanken schon bei den Jüngsten unserer Gesellschaft“, betonte Bürgermeister Pierre Froesch, der sich auch insbesondere bei den Erzieherinnen und Erziehern sowie Lehrkräften für ihr Engagement, Projekte im Rahmen des Wettbewerbs umzusetzen, bedankte.
Den ersten Platz belegte erneut das Familienzentrum St. Andreas, diesmal mit seinem Projekt „Kleine Helden, große Wirkung“. Wie wird eigentlich Papier hergestellt?, lautete eine der Kernfragen zu ihrem Projekt. Die Kinder lernten dabei unter anderem, wie man sparsam mit Ressourcen haushalten kann, wie Papier gewonnen wird und wie wichtig Pflanzen und Bäume für die Umwelt sind. Ebenso machten sie thematisch passende Ausflüge.
Platz zwei ging an die Schulgarten-AG der Gemeinschaftsgrundschule Grengracht. „Aus der Grengracht wird Grüngracht“ hieß das Projekt der Kinder, die ihren verwilderten Schulgarten zu einem Ort des „naturnahen Lernens“ umgestaltet haben. Klimaschutz erlebbar machen und nachhaltig in den Schulalltag integrieren, war das Ziel des Projektes. Unter anderem fertigten die Kinder einen Abgrenzungszaun aus Zweigen des zuvor verwilderten Schulgartens, säten den Schulgarten ein und koordinierten verschiedene Tätigkeiten, um dem Schulgarten neuen Glanz zu verleihen.
Den dritten Platz erlangte die OGS der GGS St. Andreas, die auf einer brach liegenden Fläche neben dem OGS-Eingang einen „Barfußpfad mit Klangstraße“ anlegte. Auf dem Barfußpfad können die Kinder die Natur an der Haut spüren und an einer Klangstation verschiedene Töne erzeugen und ausprobieren. Beim Bau des Barfußpfads und der Klangstraße wurde insbesondere darauf geachtet, recycelte Materialien zu verwenden und Elemente zu verbauen, die heimischen Insekten dienen.
„Leider konnten wir die unterschiedlichsten Projekte und Aktionen, mit denen sich die Kitas und Schulen um den Preis beworben haben, nicht alle als Gewinner auszeichnen. Dennoch sind sie alle Gewinner und leisten einen bedeutenden Beitrag für unsere Umwelt“, unterstrich Bürgermeister Pierre Froesch. „Ein solcher Einsatz für den Umwelt- und Naturschutz ist bemerkenswert und verdient großen Dank.“
Sarah Thießen, Kommunalmanagerin der Westenergie, fügte hinzu: „Der Westenergie- Klimaschutzpreis macht sichtbar, wie Vielfalt und Kreativität zu nachhaltigen Lösungen beitragen. Er steht für lokales Handeln, innovative Konzepte und ein starkes Gemeinschaftsgefühl. Mit dem Klimaschutzpreis wird dieses Engagement gefördert und in den Mittelpunkt gerückt.“
Übergabe des KoMoNa-Förderbescheids des Bundesumweltministeriums für das Projekt „Baesweiler nutzt Wasser: Für eine ökologische Zukunft unserer Stadt“
Die Stadt Baesweiler treibt den nachhaltigen Strukturwandel weiter voran: Im Rahmen des Förderprogramms „KoMoNa“ („Kommunale Modellvorhaben zur Umsetzung der ökologischen Nachhaltigkeitsziele in Strukturwandelregionen“) des Bundesumweltministeriums hat die Stadt eine zweite Förderung erhalten, nachdem bereits das erste Projekt „Baesweiler blüht auf: Für mehr Artenvielfalt in unserer Stadt“ erfolgreich umgesetzt werden konnte. Nun sollen in unserer Stadt Maßnahmen ergriffen werden, die dem Ausbau der blau-grünen Infrastruktur im städtischen Gebiet dienen. Wasser (blau) und Grünflächen (grün) sollen unter den Gesichtspunkten Klimaanpassung und Nachhaltigkeit in die städtischen Planungen integriert werden. So kann der gute Umgang mit Wasser beispielweise zur Pflege von Grünflächen genutzt werden.
Kürzlich überreichte deshalb die Parlamentarische Staatssekretärin Frau Rita Schwarzelühr-Sutter im Namen des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) offiziell einen Förderbescheid an die Stadt Baesweiler.
Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter: „Der Kohleausstieg stellt die Menschen in den einstigen Kohleregionen vor große Veränderungen. Nachhaltiger Strukturwandel gelingt nur, wenn die Menschen vor Ort ihn mitgestalten. Wenn Bürgerinnen und Bürger am Wandel aktiv beteiligt sind, können sie sich auch künftig mit ihrer Region identifizieren. Das geförderte Projekt ist dafür überzeugendes Beispiel, das zum Nachahmen auffordert. Es trägt viel dazu bei, die Attraktivität des Rheinischen Reviers zu erhalten und neu auszugestalten.“
Die im Rahmen des Förderprogramms „KoMoNa“ nun geplanten Projekte unter dem Titel „BWnutztWasser“ umfassen unter anderem die Sammlung und Nutzung von Regenwasser im Bereich des Sport- und Bürgerparks durch eine Zisterne. Diese dient sowohl als Pufferspeicher bei Starkregenereignissen, als auch der Befüllung des städtischen Gießwagens zur Pflege innerstädtischen Grünflächen. Geplant ist zudem die Stärkung der Biodiversität im urbanen Raum durch Klimabeete und Baumneupflanzungen.
Darüber hinaus sind auch Bildungs- und Informationsangebote zu den Themen Starkregen und Biodiversität geplant. Alle Maßnahmen dienen der Schaffung eines attraktiven, aber auch klimaresilienten Wohnumfeldes für die Bürgerinnen und Bürger.
Die Technische Dezernentin, Frau Iris Tomczak-Pestel, nahm den Förderbescheid entgegen und dankte für die Unterstützung: „Die Förderung durch „KoMoNa“ eröffnet uns die Chance, unsere Stadt klimaresilienter und noch lebenswerter für kommende Generationen zu gestalten. Mit den Maßnahmen im Bereich der blau-grünen Infrastruktur schaffen wir einen wichtigen Mehrwert für Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft.“
Mit der erfolgreichen Bewilligung des Projekts und der Förderprojektsumme von 381.444,22 € sowie einer Förderquote von 90% leistet die Stadt Baesweiler mit Unterstützung des Bundesumweltministeriums einen bedeutenden Beitrag zu einer nachhaltigen Transformation im Rahmen des Strukturwandels und positioniert sich als Vorreiterin für innovative sowie ökologische Stadtentwicklung.
Siegerinnen und Sieger des STADTRADELNS 2025 stehen fest
Baesweiler hat vom 1. bis 21. Juni zum achten Mal an der Aktion STADTRADELN teilgenommen und nun die Siegerinnen und Sieger des Wettbewerbs, der vom Klima-Bündnis ins Leben gerufen wurde, gekürt. 219 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben in diesem Jahr 37.039 Kilometer mit dem Rad „gesammelt“.
Das Ziel der Aktion ist die Förderung des Radverkehrs und gleichzeitig die Vermeidung von CO2-Emissionen. Dabei ist es egal, wie und zu welchem Zweck die Kilometer auf dem Rad gefahren werden, ob zum Beispiel zur Arbeit oder in der Freizeit, ob mit elektrischer Unterstützung oder ohne. Darüber hinaus wird durch die Aktion die Lust aufs Radfahren gesteigert und durch den Wettbewerbs-Gedanken auch dazu animiert, noch mal öfter aufs Rad zu steigen und so der Fitness und Gesundheit etwas Gutes zu tun.
„Dass wir auch im Zuge des Klimawandels auch langfristig den Radverkehr und ÖPNV stärken müssen, ist kein Geheimnis. Umso mehr freue ich mich, dass Sie so engagiert mitgemacht haben und auch außerhalb des Wettbewerbs viel und gerne auf dem Rad unterwegs sind“, unterstrich Bürgermeister Pierre Froesch, der die Preisverleihung in diesem Jahr im Rahmen eines Events anlässlich des Jubiläums „50 Jahre Stadtrechte Baesweiler“, dem BIGnick, vornahm.
19 Teams haben diesmal teilgenommen. Die Siegerinnen und Sieger waren in Einzel- und Gruppen-Siege geteilt.
Als „radelaktivstes Team“ gewann mit 7.085,8 Kilometern die Frauengemeinschaft Oidtweiler-Bettendorf: 432 Fahrten wurden bei 39 aktiven Radlerinnen und Radlern insgesamt aufgezeichnet.
Neben dem Team mit den meisten Gesamt-Kilometern gab es auch eine Gruppe, die das stärkste Pro-Kopf-Ergebnis erzielt hat: Das Team „Best Buddies“ ist 885,5 Kilometer geradelt. Durchschnittlich 442,8 Kilometer/pro Kopf sind die beiden Mitglieder der Gruppe in dem Aktionszeitraum gefahren.
In diesem Jahr lag der Fokus u.a. zudem darauf, die „nachkommende“ Generation für das Fahrradfahren zu begeistern. Deshalb wurde die Kategorie „radelaktivste Kinder-/Jugendeinrichtung“ eingeführt. Hier wurde zur Motivation der Kinder die Pro Kopf-Leistung gewertet, um insbesondere kleinere Teams oder Jugendgruppen zu motivieren. Gewonnen hat das DRK Familienzentrum Pusteblume mit 3.954,5 Kilometern und somit 188,3 Kilometern pro Kopf.
Die drei Einzelsieger aus 2024 haben auch in diesem Jahr wieder die oberen drei Plätze belegt: Melanie Brockes siegte erneut in der Kategorie „Einzel“. 1.050 Kilometer hatte sie bei 56 Fahrten auf dem Tacho. Sie konnten ihre Fahrleistung nochmal um 50 Kilometer im Gegensatz zum Vorjahr steigern.
Bernd und Sylvia Seib „tauschten“ in diesem Jahr die Plätze: Sylvia Seib landete mit 913,1 Kilometern auf dem 2. Platz (im Vorjahr 981,6 Kilometer) und Bernd Seib erzielte den 3. Platz mit 911,5 Kilometern (im Vorjahr 982,1 Kilometer).
Merken Sie sich gerne schon einmal den Zeitraum für das nächste STADTRADELN vor: Vom 1. bis 21. Juni 2026 wird wieder im Rahmen der Aktion in die Pedale getreten. Hinweise zur Anmeldung werden frühzeitig auf der Homepage, im Stadtinfo, in den Sozialen Medien (Facebook, Instagram, WhatsApp) sowie über die Presse bekanntgegeben.
Klimaschutzmanager stellt sich vor
Liebe Bürgerinnen und Bürger,
seit dem 15.10.2024 bin ich, Justin Baues, als Klimaschutzmanager für die Stadt Baesweiler tätig. Da ich sowohl neu in der Stadt als auch im Rathaus bin, möchte ich mich gerne bei Ihnen vorstellen.
Ich komme aus dem nicht allzu fernen Mönchengladbach. Nach meinem Abitur bin ich nach Köln gezogen, mit dem Ziel, auf Lehramt die Fächer Geographie und Geschichte an der Universität zu Köln zu studieren. Während dieser Zeit ging ich bereits werksstudentischen Tätigkeiten für die Stadt Köln nach. Eine meiner prägendsten Erfahrungen im Bereich des Klimaschutzes durfte ich während des Masterstudiums auf einer Forschungsexkursion ins ferne Indonesien machen. Hier versuchten wir, vor Ort Maßnahmen für den Klimaschutz voranzutreiben sowie uns die direkten Folgen des Klimawandels und der damit einhergehenden Klimafolgenanpassung in den Millionenstädten Jakarta und Semarang, welche mit einem enormen Meeresspiegelanstieg zu kämpfen haben, anzuschauen.
Während meines Studiums habe ich mich mit den Konzepten der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), des Globalen Lernens (GL) sowie des Transformativen Lernens (TL) auseinandergesetzt. Hierdurch konnte ich Schülerinnen und Schülern ein Verständnis in Bezug auf nachhaltige Entwicklung und Herausforderungen, globale Zusammenhänge in Fragen des Klimaschutzes vermitteln sowie letztendlich zu einem Handeln und Denken für eine nachhaltige Zukunft befähigen.
Ich möchte als Klimaschutzmanager in den nächsten Monaten und Jahren dazu beitragen, dass die Stadt Baesweiler ihre Lebensqualität weiter steigert und gleichzeitig Baesweiler resilient gegen klimatische Veränderungen aufzustellen. Hierfür ist es wichtig, dass wir gemeinsam ein verstärktes Bewusstsein für unseren Einfluss auf das Klima sowie die Umwelt entwickeln.
Erstellung der „Kommunalen Wärmeplanung“ beauftragt
Damit die Wärmeversorgung langfristig bezahlbar und vor allem verlässlich verfügbar bleibt, aber auch im Hinblick auf den Klimaschutz, ist eine Wärmewende unumgänglich. Zur Planung und Steuerung der Wärmewende auf kommunaler Ebene benötigt man als Grundlage eine „Kommunale Wärmeplanung“, die von allen Kommunen in den nächsten Jahren verpflichtend zu erstellen ist und in einem sogenannten „Wärmeplan“, in der Regel das eigene kommunale Gebiet betreffend, mündet. Grundlage zur Erarbeitung ist das Gesetz für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze (Wärmeplanungsgesetz – WPG).
Die Erstellung eines Wärmeplans als kommunale Pflichtaufgabe wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert. Mit der Erstellung einer umfassenden kommunalen Wärmeplanung für Baesweiler wurde kürzlich die wärmelokal GmbH beauftragt.
Viele Menschen sind von den steigenden Energiepreisen betroffen und auch aufgrund neuer gesetzlicher Regelungen und technischer Weiterentwicklungen, verunsichert. Die Wärmeplanung hilft zum Beispiel bei der Umsetzung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG), das die klimaneutrale Wärmeversorgung ab 2045 vorgibt.
Ziel der mit Fördermitteln des Bundes finanzierten kommunalen Wärmeplanung ist es, herauszufinden, wie die zukünftige Wärmeversorgung in unserer Stadt möglichst klimaneutral, aber vor allem bezahlbar und zuverlässig gestaltet werden kann. Konkret beantwortet die Wärmeplanung die Frage, welche Wärmeversorgungsoption in einem bestimmten Gebiet oder Teilgebiet besonders geeignet ist. Das können dezentrale Wärmeerzeuger in Quartieren, individuelle Heizungen in Gebäuden oder aber Nah- und Fernwärmenetze sein.
Dazu werden – in Kooperation mit möglichen Versorgungsunternehmen – technologieoffen alle zukunftsfähigen Wärmequellen in den Blick genommen, die in Baesweiler bereits zur Verfügung stehen oder in den nächsten Jahren erschlossen werden könnten: (z.B. Wasser, Holz, Erdwärme, Solarthermie oder industrielle Abwärme). Auch das Potential von Sanierungsmaßnahmen und die Zukunft der Leitungsnetze werden einbezogen.
Die Kommunale Wärmeplanung erfolgt in mehreren Schritten. Zuerst wird eine Bestandsaufnahme gemacht: Die Wärmeverbräuche aller Gebäude und die eingesetzten Energieträger (z.B. Gas, Öl, Strom) werden ermittelt. Auch Informationen zu den Gebäudetypen und Baualtersklassen werden gesammelt.
Im zweiten Schritt wird geprüft, welche erneuerbaren Wärmequellen verfügbar sind oder wirtschaftlich nutzbar gemacht werden können. Das Potential von Sanierungsmaßnahmen wird abgeschätzt. Anhand der gesammelten Daten und ermittelten Potenziale werden verschiedene Zukunftsszenarien erstellt, wie sich die Wärmeversorgung in den nächsten Jahren entwickeln könnte. Mit welchen Maßnahmen das angestrebte Zielszenario erreicht werden kann, wird abschließend im kommunalen Wärmeplan dargestellt. Der Wärmeplan soll alle fünf Jahre überprüft und fortgeschrieben werden.
„Der Abschlussbericht zur kommunalen Wärmeplanung wird Sie in der nächsten Zeit noch zu nichts verpflichten. Erst ab 2045 ist der Einsatz fossiler Energieträger in neueren Heizungsanlagen nicht mehr erlaubt.“, betont Bürgermeister Pierre Froesch. „Bei Fragen oder Unsicherheiten zu dem Thema, steht Ihnen unser Klimaschutzmager gerne zur Seite.“ Der Klimaschutzmanager Justin Baues ist erreichbar per E-Mail an klimaschutz@stadt.baesweiler.de sowie unter 02401/800-375.
Die Bürgerinnen und Bürger entscheiden im Rahmen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) selbst, ob und wann sie ihre Heizung erneuern.
Weitere Informationen über das Gebäudeenergiegesetz (GEG) finden Sie hier.
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen. Weitere Informationen zur Nationalen Klimaschutzinitiative finden Sie unter https://www.klimaschutz.de/de/foerderung/foerderprogramme/kommunalrichtlinie-bis-november-2024.
(Projektzeitraum: 01.05.2024 bis 30.04.2025; Förderkennzeichen: 67K26957)
Live-Multivision zum Thema „Wiese“
Die Stadt Baesweiler hat im Rahmen des Projektes „Baesweiler blüht auf!“ einen Multivisionsvortrag zum Thema „Wunder Welt Wiese“ organisiert. Der studierte Forstingenieur und Fotograf Roland Günter berichtete den Gästen am Beispiel einer nur einen Quadratmeter großen Wiesenfläche sehr anschaulich und amüsant von seinen teils wochenlangen Beobachtungen des Zusammenspiels von Pflanzen und Tieren. Mittels toller, sehr detailreicher Fotos bei einer musikunterlegten Live-Multivision in der Beggendorfer Grundschule brachte er den zahlreichen sehr interessierten Besucherinnen und Besuchern die Verhaltensweisen von Tieren und den Lebensraum Wiese einfühlsam, aber auch nachdrücklich näher.
Auf unterhaltsame Art erfuhren die Besuchenden mehr über die komplexen Beziehungen und Abhängigkeiten zwischen Tieren und „ihren“ Pflanzen. Ebenso gab der begeisterte Naturbeobachter Informationen zu möglichen und notwendigen Erhaltungsmaßnahmen im Rahmen des Naturschutzes für ökologisch wertvolle Wiesen. Anschaulich gelang es ihm, den gefesselten Zuschauern das komplexe System „Natur“ nahe zu bringen und Verantwortungsgefühl für den Erhalt der Biodiversität zu wecken.
Im Anschluss an den Vortrag konnten die Gäste noch mit dem Experten diskutieren und Fragen stellen.
Der Vortrag wurde durch das Klimaschutzmanagement der Stadt Baesweiler organisiert und im Rahmen des Förderprogramms „Kommunale Modellvorhaben zur Umsetzung der ökologischen Nachhaltigkeitsziele in Strukturwandelregionen“ (KoMoNa) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz gefördert.


Stadt Baesweiler und Westenergie verleihen Klimaschutzpreis
Auszeichnung für besonderes Engagement im Umwelt- und Naturschutz
Der Westenergie Klimaschutzpreis steht ganz im Zeichen des Natur- und Umweltschutzes. Der Preis, den das Energieunternehmen gemeinsam mit den jeweiligen Kommunen verleiht, geht an örtliche Vereine oder Organisationen, die sich beim Thema Klimaschutz besonders verdient gemacht haben. Jüngst ehrten Bürgermeister Pierre Froesch und Westenergie-Kommunalmanagerin Sarah Thießen die Preisträger*innen für ihren besonderen Einsatz. Hier in Baesweiler ist es schon eine gute Tradition, dass sich vor allem die Kitas und Grundschulen immer wieder gerne daran beteiligen und das Thema Klimaschutz sowie die Teilnahme am Wettbewerb fest in ihren Jahresplänen verankert haben.
„Der Schutz unserer Umwelt und der Natur ist in unserer Stadt ein wichtiges Thema. Ich freue mich vor allem, dass sogar die jungen Menschen in Baesweiler schon ein so großes Umweltbewusstsein haben und durch ihre Projekte dazu beisteuern, die Vielfältigkeit der Natur zu erhalten und unsere Stadt nachhaltig zu gestalten. Ich danke allen, die sich beworben haben und die sich durch ihr Engagement für unsere Umwelt einsetzen“, sagte Bürgermeister Pierre Froesch.
Den 1. Platz des Westenergie-Klimaschutzpreises 2023 und ein damit verbundenes Preisgeld in Höhe von 1.250 Euro erhält die Integrative Kindertagesstätte Löwenburg für ihr Projekt „Unterwegs zu einem gesünderen Klima“. Die Kinder entwickelten gemeinsam mit ihren Erzieherinnen ein Gesellschaftsspiel, dessen Ziel es ist, klimafreundliche Fortbewegungsmethoden zu vermitteln und den Kindern auf kindgerechte Weise zu zeigen, wie sie einen eigenen Beitrag zum Umweltschutz leisten können.
Gleich zweimal jubeln konnte die Gemeinschaftsgrundschule Grengracht. Der zweite Platz ging an die Schülerinnen und Schüler des Standortes Beggendorf. Sie dürfen sich für ihr „Wiesenprojekt“ über ein Preisgeld in Höhe von 750 Euro freuen. Mehrere Wochen haben sich die Kinder mit dem Thema Wiese beschäftigt: Dabei standen die Vielfältigkeit der Tier- und Pflanzenarten sowie der Wert der Biodiversität im Mittelpunkt. Im kommenden Frühjahr planen sie den Bau eines Insektenhotels.
Den dritten Platz, der mit 500 Euro Preisgeld dotiert ist, belegten die Schülerinnen und Schüler des Schülerparlamentes der Gemeinschaftsgrundschule Grengracht mit ihrem Projekt „WIR zusammen für ein sauberes Schulgelände“. Das Schülerparlament hat sich dabei intensiv mit dem Thema Müll auseinandergesetzt und Strategien entwickelt, um den Mitschülerinnen und Mitschülern in Baesweiler einen sauberen Schulhof zu bieten.
„Die Preisträgerinnen und Preisträger leisten durch ihre Projekte Großartiges für den Natur- und Umweltschutz in Baesweiler“, sagte Sarah Thießen und ergänzte: „Ihre Ideen tragen in besonderem Maße dazu bei, die Natur und die Artenvielfalt in der Region zu erhalten und zu fördern. Ein solcher Einsatz hat eine Belohnung verdient und motiviert hoffentlich dazu, weiterhin behutsam und rücksichtsvoll mit der Umwelt umzugehen. Besonders freuen wir uns, in Baesweiler wieder Einrichtungen für Kinder und Jugendliche prämieren zu können.“
Die Gewinner*innen des Klimaschutzpreises werden anhand der Kriterien Wirksamkeit für den Umweltschutz, Innovationsgrad, Kreativität, Vorbildwirkung, Nachhaltigkeit und persönlicher Einsatz bestimmt. Gewürdigt werden Initiativen, die sich in besonderem Maße für den Klima- und Umweltschutz einsetzen. Westenergie und die jeweilige Partnerkommune schreiben den Westenergie Klimaschutzpreis jährlich aus und stellen auch gemeinsam die Jury.
Die Westenergie AG und ihre Partnerkommunen bringen bereits seit 1995 im Versorgungsgebiet von Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz mit dem Klimaschutzpreis gute Ideen und vorbildliche Aktionen in die Öffentlichkeit. Mehr als 7.500 Initiativen, Projekte und Gruppen haben inzwischen die Auszeichnung erhalten. Die Höhe des Gesamtpreisgeldes berechnet sich nach Größe der jeweiligen Kommune.
Weitere Infos zum Westenergie Klimaschutzpreis: www.westenergie.de/klimaschutzpreis
Siegerinnen und Sieger des STADTRADELNS prämiert
Auch in diesem Jahr haben wieder zahlreiche Radfahrerinnen und Radfahrer am STADTRADELN in Baesweiler teilgenommen und sind mit großer Motivation vom 1. bis 21. Juni 34.623 Kilometer geradelt. Zum sechsten Mal hat die Stadt Baesweiler bei der deutschlandweiten Aktion des Klima-Bündnisses mitgemacht.
Ziel des STADTRADELNS ist die Förderung des Radverkehrs und somit die Vermeidung von CO2-Emissionen. Dabei ist es egal, wie und zu welchem Zweck die Kilometer auf dem Rad gefahren werden, ob zum Beispiel zur Arbeit oder in der Freizeit, ob mit oder ohne elektrischer Unterstützung. Es geht um jedes Kilogramm CO2, das vermieden werden kann. STADTRADELN soll die Lust aufs Radfahren steigern, denn das ist gut fürs Klima und auch für die Gesundheit.
Diejenigen unter den 156 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die die meisten Kilometer zurückgelegt haben – ob einzeln oder als Team – prämierte Bürgermeister Pierre Froesch nun in der Burg Baesweiler.
Insgesamt haben 16 Teams teilgenommen. Das Team „Die Tretmühlen“ ist 7.287 Kilometer geradelt und hat somit die meisten Kilometer während der drei Wochen gesammelt. Neben dem Team mit den meisten Kilometern, gibt es auch eine Gruppe, die das stärkste Pro-Kopf-Ergebnis erzielt hat: Das „Offene Team - Baesweiler“ ist 5.827 Kilometer geradelt. Durchschnittlich 323,7 Kilometer sind die 18 Mitglieder der Gruppe in dem Aktionszeitraum gefahren.
Die beiden Einzelsieger sind Günter Wetzelaer mit 1.220 Kilometern und Florian Schnorre mit 1.091 Kilometern.
Energiesparen leichtgemacht!
Die Energiepreise steigen und damit die Sorgen. Das Heizen verbraucht im Haushalt die meiste Energie. Rund 70 % des Gesamtenergiebedarfs entfallen auf die Raumwärme, noch einmal 15 % auf die Erzeugung von Warmwasser. Was kann man also tun, um den eigenen Verbrauch zu senken und damit Kosten zu sparen ohne große Investitionen vorzunehmen?
1. Das richtige Heizen
Ein Grad weniger Wärme spart ganze sechs Prozent an Energie ein. In Wohnbereichen sollte die Temperatur nicht über 20 °C liegen, im Schlafzimmer reichen 16 °C. Dies kann man kostengünstig mit digitalen Thermometern überwachen. Eine andere Option sind elektronische Thermostate: Mit diesen können Sie neben der Temperatur auch die Heizzeiten optimal einstellen. Denken Sie darüber hinaus auch an das Entlüften der Heizung. Luft im Heizungssystem reduziert die Leistungsfähigkeit und erhöht die Verbrauchskosten. Zudem sollten Heizkörper für ein effizientes Arbeiten weder von Möbeln noch von Vorhängen verdeckt werden.
2. Das richtige Lüften
Stoßlüften statt Dauerlüften. Einfach die Fenster von gegenüberliegenden Zimmern weit öffnen und so für 5-10 Minuten für Durchzug sorgen. Übrigens: Zimmertüren außerhalb der Lüftungszeiten geschlossen halten. Das kann bis zu 5 % an Heizkosten sparen.
3. Fenster abdichten
Ein weiterer Tipp, vor allem für ältere Fenster, ist das Anbringen von Dichtungsbändern. Diese gibt es in verschiedensten Ausführungen im Baumarkt. Lassen Sie sich am besten beraten.
4. Kühlschranktemperatur checken
Wissen Sie, wie kalt Ihr Kühlschrank ist? Am besten einmal das Thermometer reinlegen und checken. Denn oft ist der Kühlschrank kälter als nötig. 7 °C reichen aus, um Lebensmittel verlässlich zu kühlen. Und im Gefrierfach? Hier sind -18 °C vollkommen ausreichend.
5. Wärme besser nutzen
Beim Kochen den Deckel auf den Topf setzen, den Herd früher ausschalten und die Restwärme nutzen, im Backofen auf das Vorheizen verzichten und die Umluft-Funktion einstellen.
Fazit: Schon kleine Änderungen im Haushalt können den Energieverbrauch senken und damit Kosten einsparen.
Schließfächer am Kirchplatz
Am Kirchplatz in Baesweiler, seitlich in Richtung zur Straße „Im Sack“, bietet eine Schließfachanlage den Besucherinnen und Besuchern der Innenstadt die Möglichkeit, Taschen, Rucksäcke, Helme und Einkäufe zwischenzulagern. Damit möglichst viele von den Schließfächern profitieren können, darf die maximale Nutzungsdauer von 24 Stunden nicht überschritten werden. Bei aufgefallener, längerer Nutzung wird das entsprechende Schließfach von außen mit einem runden Aufkleber markiert und nach weiteren 24 Stunden geöffnet. Der Inhalt wird sodann im Fundbüro der Stadt Baesweiler im Rathaus an der Mariastraße 2 gelagert und kann dort nach Terminabsprache abgeholt werden. Sollten Sie den Schlüssel zu einem Schließfach verlieren, melden Sie sich bitte umgehend unter 02401/800-0.