Die NordHerzRoute lässt kleine Herzen höherschlagen!

STADTRADELN ist mit gutem Beispiel vorangefahren! Wieder Spaß an der Bewegung haben und dabei sich selbst und dem Klima Gutes tun: Die Aktion STADTRADELN hat ihre Rekorde aus den Vorjahren wieder gebrochen und ein Signal gesetzt: „Radfahren bringt uns weiter!“

Inzwischen ist der Aktionszeitraum inklusive des Nachtragezeitraums abgeschlossen und das Ergebnis für die Städteregion steht fest. Von den 533.411 geradelten Kilometern der StädteRegion Aachen entfallen ein Drittel, nämlich 169.980 km auf den Nordkreis. Eine Strecke mit der man über vier Mal den Äquator umrunden könnte. 926 aktiv Radelnde in 76 Teams sparten ganze 25 Tonnen CO²-Emissionen ein. Alle Teams und geradelten Kilometer sind auf der Website www.stadtradeln.de/staedteregion-aachen einsehbar.

Erstmalig in diesem Jahr haben die vier Kommunen Alsdorf, Baesweiler, Herzogenrath und Würselen eine besondere Rad-Tour zusammengestellt: die NordHerzRoute. Ins Leben gerufen wurde die HerzRouten-Aktion von der Stiftung KinderHerz (www.stiftung-kinderherz.de), die sich für kleine Herzpatienten in ganz Deutschland engagiert.

Mit einer Fahrt auf der NordHerzRoute kann man nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz und für die eigene Gesundheit leisten, sondern auch verschiedene Förderprojekte zugunsten herzkranker Kinder unterstützen. So zum Beispiel ein Projekt an der Uniklinik RWTH Aachen. Hier wird an einem körpereigenen, mitwachsenden biomedizinischen Implantat geforscht, um Kindern Operationen zur Neu-Positionierung des Herzschrittmachers zu ersparen. Dieses und weitere Projekte sowie Informationen zur Stiftung KinderHerz finden Sie unter: https://www.stiftung-kinderherz.de/was-wir-tun/wir-finanzieren/biopacer-aachen

Die vier Nordkreiskommunen beteiligen sich mit einer eigenen Spendenaktion. Zur Eröffnung gaben die Bürgermeister der Nordkreis-Kommunen jeweils mit einer Spende den Startschuss. Es gibt also keinen Grund, das Fahrrad nach diesem erfolgreichen STADTRADELN wieder in die Garage oder den Keller zu verfrachten. Erkunden Sie doch einmal die NordHerzRoute und geben auch Ihrem Herzen einen Stoß. Unter dem Link https://bit.ly/3wOQ5AZ oder per Überweisung können Sie spenden und herzkranken Kindern helfen.

Unabhängig von einer Spende können Sie ein Foto von der NordHerzRoute in den sozialen Medien mit dem #nordherzroute hochladen oder per E-Mail oder Post an die Klimaschutzmanager*in Ihrer Stadt senden. Unter allen Schnappschüssen werden tolle Sachpreise verlost. Alle Infos finden Sie auch auf den Webseiten der vier Kommunen.

Aufgrund von starken Regenfällen in den letzten Wochen ist ein Teil der NordHerzRoute im Bereich des Wurmtals in Herzogenrath derzeit nicht befahrbar. Es wird empfohlen, die Route auf Höhe der Kirchrather Straße in Richtung Merkstein zu verlassen und dann der K11 entlang der Grube Adolf zu folgen.

Ihre Klimaschutzmanagerin steht für Fragen gerne zur Verfügung.

Spendenkonto der Stiftung KinderHerz:

Deutsche Bank AG

IBAN: DE 41 1007 0024 0053 1616 00

Verwendungszweck: NordHerzRoute

 

Umwelt schützen und gewinnen – Westenergie Klimaschutzpreis 2021

Das Potenzial an Ideen und Initiativen, welches in zahlreichen lokalen Projekten zum Klima- und Umweltschutz zum Ausdruck gebracht wird, soll auch in diesem Jahr wieder gewürdigt werden. Daher lädt die Westenergie (innogy SE) gemeinsam mit der Stadt Baesweiler im Jahr 2021 erneut alle Baesweiler Bürgerinnen und Bürger, Initiativen, Vereine, Unternehmen, Schulen und Kitas dazu ein, sich für den diesjährigen Klimaschutzpreis zu bewerben. Dieser ist für Baesweiler mit einer Gesamtsumme von 2.500 Euro dotiert (1. Platz 1.250 €, 2. Platz 750 €, 3. Platz 500 €, alle weiteren Plätze erhalten einen Sachpreis).

In den letzten Jahren wurden, wie auch häufig berichtet, tolle Projekte von Kindergärten, Familienzentren und Schulen vorgestellt. Im letzten Jahr haben drei Kindergärten die ersten drei Plätze mit folgenden Themen belegt:

  1. Weniger Plastik ist „Meer“; katholische Kita St. Martinus
  2. In unserem Garten ist was los - kleine Helfer, Sammler und andere Nützlinge; Familienzentrum St. Andreas
  3. Wurmkomposter; Familienzentrum St. Petrus

Ein wichtiges Ziel des Wettbewerbs ist es, die eigene Stadt für einen verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit der Umwelt zu sensibilisieren, zur Umsetzung von Klima- und Umweltschutzaktivitäten zu motivieren sowie das meist ehrenamtliche Engagement vor Ort zu honorieren. Mit dem Preis werden bundesweit jährlich vielfältige Klima- und Umweltschutzprojekte ausgezeichnet. Ob nun Aktionen zu nachhaltiger Mobilität, Ernährung, Konsum, Abfallvermeidung, Begrünung, zum Energiesparen oder allgemein zu nachhaltiger Ressourcennutzung – Ihren Projektideen sind keine Grenzen gesetzt.

Bewerbungen für Projekte müssen bis zum 31.10.2021 schriftlich bei unserer Klimaschutzmanagerin Frau Vonhögen (Mariastraße 2, 52499 Baesweiler) eingereicht werden. Hierfür wird eine kurze Projektbeschreibung benötigt, in der die Aktion und Motivation dargestellt werden. Auch Fotos und anderes, projektrelevantes Material können der schriftlichen Bewerbung beigefügt werden. Nähere Informationen und bei Bedarf auch ein anonymisiertes Musterbeispiel aus vorangegangen Jahren werden bei Interesse bereitgestellt.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne telefonisch oder per E-Mail an Frau Vonhögen (Tel.: 02401 – 800 375, karina.vonhoegen@stadt.baesweiler.de).

Wir freuen uns schon sehr auf eine rege Teilnahme und sind gespannt auf Ihre Bewerbungen!

 

Baesweiler steigt auf´s Rad!

Velocity_Station der Stawag

Die erste Station des Aachener E-Bike-Sharing-Systems „Velocity“ in der Stadt Baesweiler ist einsatzbereit. Bürgerinnen und Bürger können sich nun am Volkspark in der Peterstraße direkt neben der Mitfahrerbank ein E-Bike ausleihen. Zurückgegeben werden kann das Bike an jeder beliebigen Station von Velocity. Mit voll aufgeladenem Akku schaffen die Räder eine Strecke von rund 70 Kilometern.

Die Kommunen der Städteregion Aachen haben sich im Rahmen des Förderprojekts „Kommunaler Klimaschutz“ zusammengeschlossen, um einen weiteren Schritt in Richtung multimodaler Mobilität zu gehen. Zusammen mit Velocity Region Aachen wurde das von der Stadt Aachen initiierte Projekt angestoßen, das die einzelnen Kommunen untereinander und mit der Stadt Aachen auf nachhaltige Weise vernetzen soll.

Zurzeit gibt es in der Region Aachen bereits 68 Stationen, Ende dieses Jahrs werden es über 100 sein. Eine zweite Velocity-Station auf dem Baesweiler Stadtgebiet wird in den nächsten Wochen am Internationalen Technologie- und Service-Center (its) fertiggestellt. Zeitgleich werden zwei Stationen in der Nachbarkommune Alsdorf errichtet. Ob zum Cinetower für einen Kinobesuch oder zum Bahnhof Annapark, um die Euregiobahn nach Aachen zu erreichen, mit dem E-Bike-Sharing von Velocity ist das in Zukunft rund um die Uhr möglich. Sogar eine Fahrt bis in die Niederlande ist machbar. In Kerkrade steht den Kundinnen und Kunden ebenfalls eine Velocity-Station zur Verfügung, weitere Stationen hinter der Grenze folgen noch in diesem Jahr.

Seit Öffnung der Station Ende Februar haben sich bereits zahlreiche Baesweilerinnen und Baesweiler registriert. Zum Ausleihen eines E-Bikes wird die Velocity-App benötigt, die auf jedem Smartphone heruntergeladen werden kann. Nach einem einmaligen Registrierungsvorgang können die E-Bikes über die App direkt an der Station ausgeliehen werden. Je angefangene 30 Minuten kostet die Nutzung im Basistarif 1,50 €. Wer öfter fährt, kann mit dem Velo30-Tarif sparen. Für 28 € pro 30 Tage sind die ersten 30 Minuten jeder Buchung kostenfrei. Mehr Infos gibt es unter www.velocity-aachen.de. Über die App gibt es außerdem die Möglichkeit, ein E-Bike bis zu 15 Minuten vor Fahrtantritt zu reservieren.

Schließfächer am Kirchplatz

Am Kirchplatz in Baesweiler, seitlich in Richtung zur Straße „Im Sack“, bietet eine Schließfachanlage den Besucherinnen und Besuchern der Innenstadt die Möglichkeit, Taschen, Rucksäcke, Helme und Einkäufe zwischenzulagern. Damit möglichst viele von den Schließfächern profitieren können, darf die maximale Nutzungsdauer von 24 Stunden nicht überschritten werden. Bei aufgefallener, längerer Nutzung wird das entsprechende Schließfach von außen mit einem runden Aufkleber markiert und nach weiteren 24 Stunden geöffnet. Der Inhalt wird sodann im Fundbüro der Stadt Baesweiler im Rathaus an der Mariastraße 2 gelagert und kann dort nach Terminabsprache abgeholt werden. Sollten Sie den Schlüssel zu einem Schließfach verlieren, melden Sie sich bitte umgehend unter 02401/800-0.

 

StädteRegion bezuschusst Dach- und Fassadenbegrünung

Seit Juli 2020 fördert die StädteRegion Aachen die Begrünung von Dächern und Fassaden. Pro Dach oder Fassadenfläche ist ein Zuschuss von 50 Prozent (maximal 3000 €) möglich.

Wir alle können bereits die klimatischen Veränderungen spüren, die sich in den letzten Sommern, zum Beispiel durch Hitze und Dürre, bemerkbar gemacht haben. Doch wie schaffen wir es, uns auf eine nachhaltige Art und Weise an die Veränderungen anzupassen, die der Klimawandel mit sich bringt?

Gebäudebegrünungen werden immer beliebter und das aus gutem Grund. Neben den positiven Effekten im Bereich des Klimaschutzes, kann sich die Begrünung auch positiv auf den Geldbeutel auswirken.

Bei Gründächern unterscheidet man zwischen einer Intensiv- und einer Extensivbegrünung. Die Extensivbegrünung ist naturnah angelegt und pflegeleicht. Der Pflanzenbewuchs und das Gewicht des Gesamtaufbaus sind eher niedrig. Anders verhält es sich bei der Intensivbegrünung. Man kann sie mit einer bodengebundenen Grünfläche vergleichen; der Aufwand zur Anlage und Pflege ist allerdings höher als bei der extensiven Variante. Grundsätzlich ist ein Gründach folgendermaßen aufgebaut: Auf eine geeignete Dachunterkonstruktion wird ein Wurzelschutz und eine zusätzliche Schutzlage aufgebracht, danach folgt eine Substratschicht und darauf die Vegetationsschicht. Bei einer Intensivbegrünung wird außerdem eine Drainage eingebaut. Bei regelmäßiger Pflege und Wartung hält ein Gründach mehrere Jahrzehnte.

Bei Fassadenbegrünungen unterscheidet man zwischen einer boden- und einer wandgebundenen Begrünung. Bei der bodengebundenen Begrünung werden Kletterpflanzen eingesetzt, die eine direkte Verbindung zum Boden haben und so die nötigen Nährstoffe und Wasser erhalten. Dabei können Pflanzen gewählt werden, die ohne Kletterhilfe direkt an der Fassade wachsen, oder solche, deren Wuchs durch Rankhilfen geleitet werden. Hierbei ist natürlich zu beachten, ob die Fassade für eine direkte Begrünung geeignet ist. Die wandgebundene Begrünung dagegen zeichnet sich dadurch aus, dass kein Bodenanschluss benötigt wird und die Auswahl an möglichen Pflanzen sehr groß ist. Die Versorgung muss allerdings durch eine automatisierte Anlage gesichert werden. Die Investitions- und Wartungskosten sind dementsprechend höher als bei einer bodengebundenen Begrünung.

Die Liste der Vorteile von Dach- oder Fassadenbegrünungen ist lang. Im Sommer schützt die Begrünung durch Verschattung und Verdunstung vor Überhitzung, während sie im Winter zusätzliche Dämmwirkung hat. Zu einer Einsparung beim Energieverbrauch kommt die Tatsache, dass das eigentliche Dach oder die Fassade vor UV-Strahlung, Hagel und anderen Umwelteinflüssen geschützt und somit langlebiger wird. Nicht zu unterschätzen ist auch die Steigerung der Umgebungsqualität. Neben der Verbesserung des Mikroklimas, der Stärkung der Artenvielfalt und einer Lärmreduktion wird auch die visuelle Qualität eines Gebäudes oder eines Stadtteils vergrößert. Beim Gründach wird zudem Regenwasser zurückgehalten, wodurch die Kanalbelastung reduziert wird.

Für den Klimaschutz und unsere Lebensqualität bieten Gebäudebegrünungen einen echten Mehrgewinn. Wenn Sie Informationsmaterial benötigen, melden Sie sich gerne bei der Klimaschutzmanagerin der Stadt Baesweiler, 02401/800-375, karina.vonhoegen@stadt.baesweiler.de. Alles Wichtige zur Förderung von Dach- und Fassadenbegrünungen finden Sie außerdem auf der Homepage der StädteRegion Aachen, www.staedteregion-aachen.de.

Tipp: Die StädteRegion bezuschusst neben Gebäudebegrünungen zurzeit auch Photovoltaikanlagen und/oder Batteriespeichersysteme. Infos unter: 0241/5198-3660 (StädteRegion Aachen), 02404/9032730 (Verbraucherzentrale e.V.) oder ebenfalls auf der Homepage der StädteRegion.

 

Lastenfahrrad für den Baubetriebshof

Mitarbeiter des Baubetriebshofes

Seit kurzem hat der Baubetriebshof ein neues Hilfsmittel für seine Arbeit in der Stadt Baesweiler. Bisher musste die Reinigung im Stadtgebiet mit einer Schubkarre erledigt werden, jetzt erleichtert ein elektrisches Lastenfahrrad diese Tätigkeit. Dreimal pro Woche fährt der zuständige Mitarbeiter mit dem Rad und sorgt für Sauberkeit in der Innenstadt und in den städtischen Parkanlagen. Er ist begeistert von seinem neuen Helfer. Die extra vom Baubetriebshof angefertigte Transportbox auf dem Lastenrad bietet mehr Platz für Material und eingesammelten Müll als die vorher genutzte Schubkarre.

Das E-Lastenfahrrad wurde anteilig im Rahmen des Landesprogramms „progres.nrw“ gefördert und hat ein zulässiges Gesamtgewicht von 300 Kilogramm. Der eingebaute Elektromotor unterstützt den Fahrer bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h und der Akku sorgt für eine Reichweite von circa 60 Kilometern.

 

Invasive Pflanzen

Riesenbärenklau

Was sind invasive Pflanzen (Neophyten)?

Neophyten sind Pflanzen, welche nicht von Natur aus bei uns heimisch sind. Sie werden durch den Menschen bewusst oder unbewusst an neue Standorte gebracht und breiten sich bei geeigneten Umweltbedingungen aus. 38 der über 400 vorkommenden Neophyten werden in Deutschland als „invasiv“ bezeichnet, da sie unsere heimischen Pflanzenarten verdrängen. Diese Verdrängung wirkt sich negativ auf die genetische Vielfalt der Pflanzenwelt aus. Einige invasive Pflanzen sind in der Lage, den Nährstoffgehalt im Boden zu verändern, wodurch selteneren Arten der Lebensraum entzogen wird. Außerdem können bestimmte Pflanzenarten gesundheitliche Probleme bei Mensch und Tier auslösen.

Der Riesenbärenklau

Ein bekanntes Beispiel für einen Neophyten ist der Riesenbärenklau, auch Herkulesstaude genannt. Als Gartenpflanze kam sie Anfang des 20. Jahrhunderts zu uns. Es handelt sich um eine zweijähre Staude, die eine Höhe von bis zu vier Metern erreichen kann. Man findet sie heute an Gewässerufern und Wegesrändern. Ihre großen, weißen Doldenblüten fallen sofort ins Auge, weshalb sie damals als Gartenpflanze so beliebt war.

Ein großes Problem stellt allerdings der Pflanzensaft des Riesenbärenklaus dar. Er enthält phototoxische Substanzen, die starke Verbrennungen auf der Haut auslösen können. Bei Kontakt mit der Flüssigkeit sollte die betroffene Stelle vor Sonnenlicht geschützt werden und gründlich mit Wasser und Seife abgewaschen werden.

Was kann ich gegen invasive Neophyten tun?

Um zu verhindern, dass sich weiterhin invasive Arten bei uns ausbreiten, müssen wir der Verbreitung entgegenwirken. Sollten Sie Neophyten in Ihrem Garten finden, schneiden Sie die Blütenstände vor Samenbildung ab oder graben Sie die Pflanze samt Wurzel aus. Des Weiteren sollten Gartenabfälle nicht in der Landschaft entsorgt werden, da invasive Neophyten dort neue Pflanzenbestände bilden können. Fördern Sie einheimische Arten in Ihrem Garten! Eine heimische Alternative zum Riesenbärenklau ist beispielsweise der Wald-Engelwurz.

Brauchen Sie mehr Informationen? Dann kontaktieren Sie gerne die Klimaschutzmanagerin der Stadt Baesweiler, Karina Vonhögen, unter 02401/800-375 oder karina.vonhoegen@stadt.baesweiler.de.

 

 

Wildblumen sprießen aus dem Boden

Die Anzahl der Wildblumenwiesen in Baesweiler nimmt stetig zu, und das aus gutem Grund. Sie bieten einen wichtigen Lebensraum für viele Insekten und leisten somit einen Beitrag zum Klimaschutz. Immer mehr Bürgerinnen und Bürger erfreuen sich an der Blütenpracht, die von Frühjahr bis Herbst im Stadtgebiet zu erblicken ist.

Warum brauchen wir Wildblumen?
Dass Bienen wichtig für unsere Umwelt sind und besonders geschützt werden sollten, ist mittlerweile allseits bekannt. Doch das gilt auch für viele andere Insekten. Artenvielfalt ist ein unverzichtbares Merkmal eines gut funktionierenden Ökosystems. Und diese intakten Ökosysteme brauchen wir für einen wirksamen Klimaschutz. Wildblumenwiesen bieten einen idealen Lebensraum für unsere heimischen Insekten.

Welche Wildblumen findet man in Baesweiler?
Der Begriff Wildblume entstammt der Umgangssprache und bezeichnet solche Pflanzen, die nicht durch den Menschen kultiviert wurden und somit geeignete Nahrungsquellen für die oft spezialisierten Insekten sind. Klatschmohn, Sonnenblume, Löwenzahn, Gänseblümchen und Kornblume sind beliebte Vertreter. Andere Arten sind zum Beispiel die Scharfgarbe, der Wiesensalbei, das gemeine Leimkraut, der Hornklee oder der Spitzwegerich. Die Liste der Wildblumen ist lang. Je größer die Vielfalt an Pflanzen, desto mehr Arten von Insekten werden angelockt. Es gibt Wildblumenmischungen für sonnige, aber auch schattigere Standorte.

Wer tummelt sich hier?
Schauen wir mal genau in eine Wildblumenwiese hinein, sehen wir die unterschiedlichsten Insekten. Im Hochsommer finden wir die Ackerhummel mit ihrem gelblich, rotbraunen Pelz, die größte heimische Heuschrecke, das sogenannte grüne Heupferd, die Tagfalter Schwalbenschwanz und Kleiner Fuchs, die Hainschwebfliege, den Marienkäfer und viele mehr.

Warum brauchen wir die Insekten?
Aufgrund der Intensivierung der Landwirtschaft und der zunehmenden Versiegelung von Flächen durch uns Menschen, nimmt die Anzahl der bedrohten Tier- und Pflanzenarten von Jahr zu Jahr zu. Uns ist allerdings oft nicht bewusst, wie wichtig biologische Vielfalt und auch Insekten für unser Leben sind. Insekten sind die wichtigsten Bestäuber für Pflanzen. Unsere Nahrungsmittelgewinnung hängt von ihnen ab. Sie regulieren auf natürliche Weise Schädlinge und dienen als Nahrung für andere Insekten, Amphibien und Vögel.

Wann wird gemäht?
Eine Wildblumenwiese wird maximal zweimal im Jahr gemäht. Je nach Art des Saatguts und des Standorts wird entweder die erste Mahd zwischen Mai und Juli und die zweite zwischen August und September durchgeführt oder es erfolgt nur eine Mahd im Sommer.

Sie möchten auch gerne eine Wildblumenwiese anlegen?
Auf der Internetseite vom NABU (www.nabu.de) finden Sie hilfreiche Tipps!

Ein wichtiger Tipp vorab: Nutzen Sie regionales Saatgut heimischer Pflanzen. Hierdurch können Sie sichergehen, dass Vögel und Insekten ausreichend Nahrung erhalten. Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, nehmen Sie gerne Kontakt mit der Klimaschutzmanagerin der Stadt Baesweiler, Karina Vonhögen, 02401/800-375, auf.

 

 

 

 

Mit Würmern die Umwelt schützen

Der stetige Anstieg der Abfall- und insbesondere der Plastikmüllmassen ist momentan in aller Munde. Weniger Plastiktüten kaufen, Abfälle besser trennen – ein verantwortungsvoller Konsum sowie das richtige Entsorgen angefallener Abfälle sind zentrale Aspekte für den Schutz unserer Umwelt.
Dass Umweltschutz Spaß machen und darüber hinaus auch noch Kosten sparen kann, zeigt Maria Heinrich anschaulich an ihrem Stand auf dem „Etwas anderen Weihnachtsmarkt“ am 22. November in der Realschule in Setterich, Straußende 24.
Was hat Umweltschutz nun mit Würmern zu tun? Maria Heinrich weiß es genau: „Ich habe eine Methode entdeckt, die mir das Gefühl gibt, Gott nahe zu sein. Klingt es zu pathetisch? Ich schaffe den Boden! Mache den Boden gesund und fruchtbar! Dabei entsorge ich eigentlich bloß meine Garten- und Küchenabfälle. Ich mache es zwar selbst, aber tausende von leisen Tierchen unterstützen mich fleißig dabei. Dafür pflege ich sie und sorge für ihre optimalen Lebensbedingungen. Meine kleinen Schützlinge arbeiten 24 Stunden am Tag, damit ich auf dem ausgelaugten Boden eine ertragreiche Oase schaffen kann. Wurmkompostierung heißt diese Methode.“
„,In meinem Komposthaufen sind schon Würmer drin‘, höre ich manchmal von meinen Kundinnen und Kunden, und das ist natürlich eine gute Nachricht“, sagt sie. Trotzdem ist Wurmkompostierung eine spezielle Methode, die sich vom klassischen Kompostieren stark unterscheidet. Allein schon die Populationsdichte der Regenwürmer ist viel höher als es in jedem Kompostbehälter oder -haufen sein kann, von mehreren Tausenden ist die Rede. Die Umsetzungsgeschwindigkeit bei einer gut organisierten Wurmkompostierung beträgt nur drei bis fünf Monate. Dazu noch ist der geerntete Wurmhumus nährstoffreicher und stärker besetzt mit verschiedensten Bodenmikroorganismen und Pilzen als der „normale“ Kompost. Das bestätigen Laborergebnisse und Feldstudien. Dies bedeutet größere Ernte, größere Blütenpracht und gesünderes Bodenleben ohne chemische Mittel, ohne bedenklichen Torf, ohne Erdmischungen unklarer Herkunft und ohne zusätzliche Kosten.
Wer kann einen Wurmkomposter betreiben?
Diese Kunst ist leicht zu erlernen. Jeder, der Aquarienfische halten kann, schafft auch Wurmkompostierung. Richtiges Equipment (adäquater Behälter), richtige Würmer (Achtung, Kompost- und Mistwürmer werden nicht von jedem Wurmzüchter angeboten), gewisse Grundkenntnisse und Ambition oder zumindest Interesse, sich selbst um den eigenen organischen Abfall zu kümmern, bringen garantierten Erfolg bei der Sache.
Und mit der Zeit wird jemand von den Lesern seine alten Küchenhandtücher in Dünger verwandeln, der andere wird Krümel aus Brottüten in seine „Würmerei“ bringen, der dritte wird den Kaffeesatz in seiner Büroküche „für den Eigenbedarf“ sammeln.
Sie möchten mehr zur Wurmkompostierung erfahren? Kommen Sie zum „Etwas anderen Weihnachtsmarkt“ am 22. November, 15 bis 18 Uhr in die Realschule. Frau Heinrich steht Ihnen dort für Ihre Fragen zur Verfügung.