Tipps zum Energiesparen: Sonderberatungsaktion in Baesweiler

Bis zum 31. Oktober 2019 bieten die Energieberater der Verbraucherzentrale NRW in Kooperation mit altbau plus und der Unterstützung der Stadt Baesweiler sowie der StädteRegion Aachen eine Sonderenergieberatungsaktion in der Stadt Baesweiler an. Den Hausbesitzern der Stadt Baesweiler wird eine Energieberatung zum Sonderpreis von 30 Euro anstatt der bereits geförderten 60 Euro angeboten. Die Aktion ist begrenzt auf 50 Teilnehmer.

Ziel dieser Aktion ist es, möglichst viele Bürgerinnen und Bürger über die Möglichkeiten der Energieeinsparung und damit auch die Verringerung der Heizkosten zu informieren und den Weg Baesweilers in eine schadstofffreie Zukunft weiterzugehen.

Die maximale Wohnungsanzahl je Gebäude liegt bei vier, und die Häuser sollten vor dem Jahr 2005 gebaut worden sein.

Bei den maximal 90 Minuten dauernden Beratungen im Wohnhaus werden Empfehlungen und Tipps zu allen Themen des Energiesparens und der Energiekostenreduzierung bei der Gebäudemodernisierung gegeben. Die Beratungen in vielen bereits durchgeführten Aktionen in den Orten der StädteRegion haben bisher in jedem Haus Energieeinsparpotentiale ergeben. Darüber hinaus werden Hinweise zu den Förderprogrammen - z.B. der KFW oder des Landes NRW - gegeben. Ebenso besteht die Gelegenheit, eventuell vorhandene Probleme mit Feuchtigkeit oder Schimmelbefall anzusprechen. Weiterhin kann die Einbeziehung barrierefreier Umbauten in die Sanierungen besprochen werden.

Aus aktuellem Anlass werden auch Informationen zur Klimafolgenreduzierung, wie Hitzeschutz im Dach, Sturmschadenvermeidung etc., angeboten.

Für Mieter im gesamten Stadtgebiet Baesweilers wird ergänzend zu diesem Angebot der Basis-Check kostenlos angeboten, welcher Informationen zum Heizenergieverbrauch und zum Strom- sowie Kostensparen gibt.

Ebenso gibt es bis Mitte September zum Sonderpreis von 30 Euro ein Beratungsangebot zum Thema Photovoltaik.

Darüber hinaus sollen alle Hauseigentümer in Baesweiler noch einmal auf das attraktive Förderprogramm im Bereich der städtebaulich umgestalteten Programmgebiete hingewiesen werden, das schon seit einiger Zeit in Anspruch genommen werden kann. Für Gebäude im Geltungsbereich des Städtebauprogrammes „Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept Baesweiler“ (ISEK) können für die Straßen Reyplatz, Kückstraße, Breite Straße, Easingtonstraße, Löffelstraße, Maarstraße, Kichstraße und Im Sack Fördermittel aus dem Hof- und Fassadenprogramm beantragt werden.

Mit Hilfe des Förderprogrammes von Land und Bund soll das Erscheinungsbild des Innenstadtbereiches Baesweiler aufgewertet werden. Hierdurch können die Anziehungskraft der Stadt entfaltet, ein wichtiger Wirtschaftsfaktor geschaffen sowie heimatstiftende Elemente gefördert werden. Gleichzeitig leistet die Sanierung von Fassaden einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Haus- und Grundstückseigentümer im jeweiligen Geltungsbereich sind angesprochen, Fördermittel für ihre Fassaden- und Hofflächen zu beantragen, die dem öffentlichen Raum zugewandt sind. Hilfestellung und Beratung beim Antrag sowie weiteres Infomaterial sind bei der Klimaschutzmanagerin der Stadt Baesweiler, Annika Waßmuth, erhältlich.

Die Anmeldung für die Beratungstermine erfolgt über folgende Ansprechpartner:

altbau plus Münchener Platz, 52064 Aachen, Mo/Mi/Fr 10 – 13 Uhr sowie Di/Do 14 – 17 Uhr, 0241/4138880, info@altbauplus.de, www.altbauplus.de

Energieberatung der Verbraucherzentrale NRW: Gerhard Weiß, Luisenstr. 35, 52477 Alsdorf, 02404/9032730, alsdorf.energie@verbraucherzentrale.nrw.de

Stadt Baesweiler: Annika Waßmuth, Zimmer 309, 02401/800 375, annika.wassmuth@stadt.baesweiler.de

 

Europäische Mobilitätswoche 2019 – Baesweiler ist mit dabei!

Die Europäische Mobilitätswoche – kurz EMW – ist eine Kampagne der Europäischen Kommission, die jedes Jahr vom 16. bis 22. September stattfindet. Seit 2002 bietet sie Kommunen aus ganz Europa die Möglichkeit, ihren Bürgerinnen und Bürgern – zeitgleich und eingebettet in eine europaweite gemeinsame Aktion – zu zeigen, dass nachhaltige Mobilität möglich ist, Spaß macht und im Alltag praktisch gelebt werden kann. Mit der EMW möchte die Europäische Kommission Städte und Gemeinden dazu ermutigen, das Thema „Nachhaltige Mobilität“ stärker ins Bewusstsein der Menschen zu rufen und Maßnahmen zu etablieren, die den Verkehr vor Ort dauerhaft klima- und umweltverträglicher machen.

Da dieser Themenbereich für die Stadtverwaltung Baesweiler aber auch für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt von besonderer Bedeutung ist, wird die Stadt Baesweiler sich in diesem Jahr zum ersten Mal auch an der EMW beteiligen. Hierfür sind mehrere Aktionen geplant:

Das ganze Programm als pdf zum Download

Malwettbewerb „Zukunftsmobilität“:
Um Kindern und Jugendlichen das Thema „Nachhaltige Mobilität“ näher zu bringen und schon bei den jungen Mitbürger/innen Denk- und Diskussionsprozesse über aktuelle Herausforderungen wie den Klimawandel, Luftverschmutzung, Lärmbelästigung, Staus, Unfälle u.a. anzustoßen, wird von der Stadt Baesweiler ein Malwettbewerb ausgerichtet. Ganz nach dem Motto „Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte“ wollen wir Kinder und Jugendliche dazu einladen, ihre Zukunftsvorstellung einer nachhaltigen Mobilität in Baesweiler auf Papier zu bringen. Wie sollen die Menschen in der Stadt Baesweiler in der Zukunft leben? Wie und womit sollen sie sich fortbewegen? Und welche Vorstellungen haben die jüngeren Generationen über eine nachhaltige, klima- und umweltfreundliche Nutzung des öffentlichen Raumes?

Kinder und Jugendliche von Klasse 3-4 und 5-6 sind herzlich eingeladen am Malwettbewerb teilzunehmen und ihre Werke bis zum 15. September 2019 im Baesweiler Rathaus einzureichen.

Die Gewinner/innen der ersten drei Plätze der beiden Altersgruppen können sich über kleine (Waren-)Gutscheine freuen.

Um auch den restlichen Baesweiler/innen einen Einblick über die Vorstellung der Baesweiler Jugend zur zukünftigen Mobilität in Baesweiler zu geben, werden zudem alle eingegangenen Werke im Zeitraum der EMW im Baesweiler Rathaus ausgestellt.

Lesung „Vier fürs Klima“:
Wollen wir den Temperaturanstieg beschränken, müssen wir unseren CO2-Verbrauch reduzieren. Wie lebt es sich damit? Ist der eingelagerte Bioapfel klimafreundlicher als der aus Chile? Schwein oder Rind? Bahn oder Fernbus?

Die Frage nach dem richtigen, fröhlichen aber umweltbewussten Leben in Zeiten des Klimawandels beschäftigt viele. Wie kann man in der heutigen Zeit fortschrittlich leben und gleichzeitig seinen eigenen „ökologischen Fußabdruck“ auf unserem Planeten reduzieren? Dieser Frage ist die vierköpfige Familie Pinzler-Wessel in einem einjährigen Selbstversuch intensiv nachgegangen und hat ihre anregenden und mutmachenden Erlebnisse in einem spannenden und lebensnahen Buch „Vier fürs Klima“ für Jung und Alt festgehalten. Das Werk wurde 2018 zudem mit dem UmweltMedienpreis der Deutschen Umwelthilfe in der Kategorie „Print“ ausgezeichnet.

Baesweiler wird in diesem Jahr vom 16. bis 22. September 2019 zum ersten Mal an der Europäischen Mobilitätswoche (EMW) teilnehmen. Zur Eröffnung der EMW wird der „Vier fürs Klima“-Autor Günther Wessel – in Vertretung für seine Familie – in Baesweiler eine Lesung dieses Buches halten. Zu dieser sind alle Bürgerinnen und Bürger ganz herzlich eingeladen.

Wann: Montag den 16.09.2019, 18:00 Uhr
Wo: Burg Baesweiler (Burgstraße 16)

Der Eintritt ist für alle frei. Um eine bessere Planung zu ermöglich, wird bei der Klimaschutzmanagerin Frau Waßmuth um eine Anmeldung im Voraus gebeten (02401- 800 175; annika.wassmuth@stadt.baesweiler.de).

Büchertisch in der Stadtbücherei Baesweiler:
Sie interessieren sich für nachhaltige Mobilität und andere Themenbereiche des Klima- und Umweltschutzes? Dann schauen Sie doch einfach einmal in der Stadtbücherei Baesweiler vorbei. In der Europäischen Mobilitätswoche wird es dort zudem einen Büchertisch mit spannender Literatur rund um das Thema „Mobilität“ geben.

Ampelquiz:
Fußgänger aufgepasst! Ab dem 16. September 2019 wird Ihnen – pünktlich zum Start der Europäischen Mobilitätswoche – an einigen Fußgängerampeln in der Stadt Baesweiler das Warten an der Ampel versüßt.
Was sind die wichtigsten Unterschiede zwischen einem Pedelec, S-Pedelec und einem E-Bike? Wie viele Autobesitzer/innen gibt es in Baesweiler? In welchem Jahr und in welcher Stadt wird in Deutschland die erste Ampel errichtet? Und was ist eigentlich das Besondere an der Tipperary-Hill-Ampel in Syracuse, New York? Rätseln Sie mit und lassen Sie sich auf der anderen Straßenseite überraschen.

 

 

 

Patenschaften für Blühwiesen

Die Umwelt und die damit verbundene Kulturlandschaft sind für die Baesweiler Bürgerinnen und Bürger besonders wichtig. Dies wird beispielsweise durch das große Engagement für den Schutz der Insekten deutlich. So hat die Stadt Baesweiler in diesem Jahr mehrere für Insekten lebenswichtige Wildblumenwiesen auf städtischen Flächen angelegt und engagiert sich zusätzlich am Runden Tisch Artenvielfalt in Setterich.

Weiterhin setzen die Teilnehmenden des Runden Tisches verschiedene Insektenschutz-Aktionen in Kitas um und motivieren die Baesweiler Bürgerinnen und Bürger, sich ebenfalls für das Thema Bienen- und Insektenschutz zu engagieren. Ein Beispiel für ein solch privates Engagement stellt das Projekt des Hofladen Mertens in Puffendorf dar.

Sie möchten für Bienen, Hummeln und Co. ebenfalls gerne zusätzliche Lebensräume und Nahrungsquellen schaffen und selbst Blühflächen anlegen, haben jedoch keine freien Flächen hierfür zur Verfügung? Der Hofladen Mertens in Puffendorf hat sich dieser Problematik nun angenommen und bietet erstmalig für die Dauer eines Jahres Blühpatenschaften an. Auf bisher noch landwirtschaftlich genutzten Flächen kann in Form einer Patenschaft ein neues Biotop für Bestäuber entstehen. Pflanzen wie die Sonnenblume, Phacelia (Bienenfreund), Kornblume und Mohn werden zusammen in einer Mischung ausgesät. Auf den unter Patenschaft stehenden Flächen werden dann weder Pflanzenschutz noch Dünger in mineralischer und in organischer Form ausgebracht. Mit Hilfe des Projektes soll die Kulturlandschaft zum Blühen gebracht und das Nahrungsangebot für bestäubende Insekten vergrößert werden.

Um den Patinnen und Paten die Möglichkeit zu bieten, das Wachstum vor Ort mitzuverfolgen, werden die unter Patenschaft stehenden Flächen in GoogleMaps verortet und das Projekt medial auf Facebook und Instagram begleitet. Die einjährigen Patenschaften können für eine Fläche von 50 Quadratmeter (30 Euro) und 100 Quadratmeter (50 Euro) übernommen werden.

Sie haben Interesse an dem Projekt und möchten gerne mehr erfahren? Informationen gibt es beim Hofladen Mertens in Puffendorf per E-Mail an bluehflaechenpatenschaft@outlook.de, unter 02401/51378 oder direkt vor Ort, Jan-van-Werth-Straße 1. Zusätzlich können Sie das Projekt in den kommenden Monaten auf Facebook begleiten.

 

 

Wildblumenwiesen in Baesweiler

Weltweit hat der vor allem durch den Menschen verursachte dramatische Rückgang von Bienen und anderen Insekten große Aufmerksamkeit erregt. Aufgrund ihrer Funktion als Bestäuber wird Insekten, nicht nur aus Artenschutzgründen, sondern auch hinsichtlich der zukünftigen Nahrungsmittelproduktion eine bedeutende Rolle zugeschrieben.

Die Bedeutung von Bienen und anderen Bestäuberinsekten wird am Beispiel China besonders anschaulich. Wegen des starken Einsatzes von Pestiziden und das dadurch hervorgerufene Bienensterben muss dort die Bestäubung von Obstbäumen mittlerweile von Menschen unterstützt werden. In aufwendiger Handarbeit werden täglich Pollen gesammelt, welche dann mit einem Federwedel oder Pinsel auf jede einzelne Blüte aufgetragen werden müssen.

Die Stadt Baesweiler sowie Vereine, private und öffentliche Einrichtungen, Einwohnerinnen und Einwohner haben die Bedeutung des Insektenschutzes ebenfalls erkannt. Um sich über die Thematik auszutauschen und gemeinsame Projekte ins Leben zu rufen, entstand 2018 in Setterich der Runde Tisch „Artenvielfalt“. Diese Initiative setzt sich aus einer Vielzahl von Akteuren, wie dem Stadtteilbüro Setterich, dem Gartenbauverein Baesweiler, dem NABU und BUND, dem BiNE e.V., der Stadt Baesweiler, Kindergärten, Familienzentren, Schulen, einem Imker u.a. zusammen.

Im Rahmen des Runden Tisches wurde nun ein Projekt entwickelt, welches Privathaushalte dazu motivieren soll, ihre Gärten oder zumindest ein Teilstück durch das Anlegen einer Wildblumenwiese bienen- und insektenfreundlicher zu gestalten.

Um den Insektenschutz in Baesweiler zu unterstützen, Einwohnerinnen und Einwohner für das Thema zu sensibilisieren und privaten Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzern die Schönheit einer artenreichen Wildblumenwiese zu veranschaulichen, wird auch die Stadt Baesweiler in diesem Jahr auf mehreren öffentlichen Flächen Wildblumenwiesen überwiegend in Form von „blühenden Baumscheiben“ anlegen.

Da eine solche Wiese im Vergleich zu herkömmlichem Rasen weniger Bewässerung und sonstiger Pflege bedarf, kann sich der Bauhof über diese positiven Nebeneffekte freuen.

Wildblumenwiesen dürfen nur selten gemäht werden, um die Nahrung und den Lebensraum für Insekten zu sichern. Bitte haben Sie dafür Verständnis, wenn Sie einer solch ungemähten demnächst blühenden Fläche im Stadtraum begegnen. Die Stadt wird die so angelegten Blüh- und Insektenflächen jeweils örtlich kennzeichnen.

Wenn auch Sie eine Wildblumenwiese anlegen möchten, gibt beispielsweise der NABU auf seiner Internetseite wertvolle Tipps zum Anlegen und zur Pflege. Ein wichtiger soll abschließend schon einmal erwähnt werden: Nutzen Sie regionales Saatgut heimischer Pflanzen. Hierdurch können Sie sichergehen, dass Vögel und Insekten ausreichend Nahrung erhalten.