Adventskranz? Aber natürlich, ohne Plastik!

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt … mit dem Adventskranz beginnt die Weihnachtszeit. Im Jahr 2020 werden voraussichtlich viele Menschen nur mit wenigen Verwandten und Freunden feiern. Umso wichtiger, die Vorweihnachtszeit trotz allem und auch im kleinen Kreis schön und festlich zu begehen. Vielleicht reicht dieses Jahr sogar die Zeit, um selbst einen Kranz zu binden?

Die Abfallberatung der AWA GmbH empfiehlt ganz im Sinne der Kampagne „#wirfuerbio – Kein Plastik in die Biotonne“ Adventskränze komplett aus Naturmaterialien. Denn wenn der Rohling des Kranzes und die verwendeten Dekoartikel bereits Plastik enthalten und die Zweige und Dekoration mit Metalldraht oder Heißklebepistole am Kranz befestigt werden, müssen diese Gebinde am Ende der Weihnachtszeit mühsam getrennt und sorgfältig sortiert werden. Materialien aus Kunststoff oder Metall dürfen auf keinen Fall in die Biotonne. Wird solch ein Kranz als Ganzes in die Biotonne gegeben, gelangen mit dem Biomüll Drahtstücke und jede winzige Dekoration aus Kunststoff (sei es bloß eine Perle oder ein Schleifchen) auf unsere Kompostierungsanlage. Größere Stücke können nach der Kompostierung mit viel Aufwand noch ausgesiebt werden, während kleinere Fetzen von Kunststoff-Schleifen oder -Bändchen im fertigen Kompostprodukt zurückbleiben. Mit dem Kompost werden die Plastikteile anschließend auf Garten- oder Ackerböden ausgebracht und belasten die Umwelt auf lange Zeit.

Wer dagegen auf Plastik und Folien, auf Draht und Glitzer- oder Schneespray verzichtet und ausschließlich Natur-Materialien verwendet, kann den Kranz nach dem Fest problemlos über die Biotonne entsorgen oder sogar auf dem Komposthaufen im eigenen Garten verrotten lassen! So werden weder Kompost noch Umwelt belastet.

Hier ein kurze Anleitung, die nach Belieben variiert werden kann, Hauptsache schön natürlich!

Der Rohling (Kranzunterlage)

Als Grundmaterial für den Rohling können frische biegsame Zweige (zum Beispiel Haselnuss, Weide, Wilder Wein oder Hartriegel mit roter Rinde) verwendet werden. Die Äste werden zu einem Kreis gebogen und mit Jutegarn zusammengebunden.


Kranz binden

Traditionell werden immergrüne Zweige von Fichte, Tanne oder Kiefer zum Binden von Adventskränzen verwendet. Ein besonderer Tipp von den Floristen: Die Zweige schräg anschneiden und anschließend für 24 Stunden ins Wasser stellen. Danach auf die gleiche Länge zuschneiden und die Enden in flüssiges Bienenwachs tauchen. Dadurch bleiben die Zweige viel länger frisch! Thuja, Stechpalme, Cotoneaster (Zwerg- oder Kriechmispel) und Efeu sind ebenfalls gut als grüne Basis geeignet und finden sich eventuell auch im eigenen Garten. Alle Zweige werden auf die gleiche Länge gekürzt und mit Jutegarn zu kleinen Sträußen zusammengebunden. Die Sträuße werden um den Rohling und dachziegelartig übereinandergelegt und darauf festgebunden.

Dekorieren

Moos, Rinde, trockene Zweige und Fruchtstände, Äpfel, Nüsse, Beeren und Hagebutten, Gräser sowie Zapfen aller Art können beim Schmuck des Kranzes zum Einsatz kommen. Sterne, Herzen oder andere weihnachtliche Dekor-Elemente werden mithilfe von Plätzchenausstechern auf Bienenwachs, Orangenschalen und Birkenrinde aufgezeichnet und mit dem Cutter-Messer ausgeschnitten. Die Deko dabei entweder lose zwischen die Zweige stecken oder lochen, auffädeln und festbinden. Für den festlichen Glanz sorgen Kerzen, am besten aus Bienenwachs, die entweder in Gläsern in die Mitte des Kranzes gestellt oder auf Kerzenhaltern mit Dorn auf dem Kranz festgesteckt werden.

Weitere Tipps und Anregungen gibt die Abfallberatung der AWA Entsorgung GmbH unter der Telefonnummer 02403/8766-353.