Bürgermeister Pierre Froesch

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

nach wie vor bestimmt die Corona-Pandemie unseren Alltag. Mittlerweile seit mehr als einem Jahr.

Ich weiß, was das für Sie alle bedeutet. Viele sind am Ende ihrer Kräfte, haben Existenzängste, jonglieren zwischen Homeoffice, Homeschooling oder Wechsel-Präsenzunterricht, Haushalt und Kinderbetreuung, um allem so gut wie möglich gerecht zu werden.

Vielleicht erinnern Sie sich noch an das Video „Immer wieder geht die Sonne auf“ zu der Aktion der Feuerwehren, Polizei, Stadt und StädteRegion Aachen aus März 2020. Ich kann mich noch sehr gut an diese Zeit erinnern. Ich war zu diesem Zeitpunkt noch Leiter unseres Ordnungsamtes.

Seitdem ist viel passiert. Im Laufe dieses einen Jahres sind auf Bundes- und Landesebene viele Entscheidungen getroffen wurden. Zurückblickend waren ohne Zweifel auch falsche Entscheidungen dabei. In diesen Zeiten ist es besonders schwer, Verantwortung zu übernehmen.

Auch bei den aktuellen Entscheidungen kann man natürlich wieder unterschiedlicher Meinung sein, was richtig und was falsch ist. Kindertagesstätten öffnen, Schulen öffnen, Einzelhandel öffnen, Gaststätten… usw., usw., usw.

Nach wie vor handeln Bund und Land nach dem Rat von Experten. Wir alle sollten auch weiterhin darauf vertrauen, dass die Anordnungen die richtigen sind, um Erfolge zu erzielen.

Nur müssen die, die von Einschränkungen oder Schließungen besonders betroffen sind, auch tatsächlich die versprochenen staatlichen Hilfen schnell erhalten, damit es für sie weitergeht.

„Denn Dunkelheit für immer gibt es nicht…“ heißt es im eingangs genannten Lied.

Im Vergleich zum März 2020 gibt es heute allerdings einen ganz wichtigen Unterschied. Es wurden Impfstoffe entwickelt. Es gibt das Licht am Ende des Tunnels, auch wenn die Impfungen nicht besonders gut angelaufen sind. Immer mehr Impfstoff wird auf den Markt kommen und verimpft werden können. Die Impfungen im Impfzentrum der StädteRegion sind gut organisiert. Das wurde mir auch mehrfach von Geimpften berichtet.

Zudem hat das Gesundheitsamt der StädteRegion Aachen in enger Abstimmung mit den Städten und Gemeinden die Einrichtung von Corona-Schnelltestzentren zur kostenfreien Bürgertestung beauftragt, welche vor kurzem den Betrieb aufgenommen haben. Weitere Stellen an denen man sich testen lassen kann, sind in Planung.

Tests und Impfungen sind wichtige Schritte, um Lockerungen bei den Coronaschutzvorschriften vornehmen zu können. So können mittlerweile im öffentlichen Raum wieder Treffen mit maximal 5 Personen aus zwei Hausständen stattfinden. Im Einzelhandel dürfen zusätzlich zu den bisherigen Geschäften für den täglichen Bedarf Blumengeschäfte und Gartenmärkte, Buchhandlungen und Schreibwarengeschäfte wieder öffnen. Alle anderen Einzelhandelsgeschäfte und auch Baumärkte dürfen mit Terminbuchung und Begrenzung der Personenzahl ihren Kunden wieder den Zugang ermöglichen.

Sport in Gruppen von maximal fünf Personen aus 2 Hausständen sowie von höchstens 20 Kindern ist unter freiem Himmel wieder gestattet und der Besuch von Zoos, Tierparks, Museen, Kunstausstellungen, Galerien, Schlössern, Burgen, Gedenkstätten und ähnlichen Einrichtungen ist mit vorheriger Terminbuchung und begrenzter Personenzahl ebenfalls wieder möglich (Stand 15.03.2021).

Ich hoffe, dass bei stabilen Inzidenzwerten in unserer Region alsbald auch wieder die Außengastronomie öffnen darf und bei positiver Entwicklung der Zahlen auch weitere Öffnungen möglich sind.

Wir haben gemeinsam so viel geschafft. Auf der Zielgeraden sollten wir nochmal – auf Abstand – ein Stück enger zusammenrücken. Durchhalten. Das Ziel kann nur erreicht werden, wenn wir alle an einem Strang ziehen.

Herzlichen Dank an alle, die auch weiterhin gegen das Coronavirus kämpfen, an das medizinische Personal, an alle, die unsere Grundversorgung sicherstellen…

Daher mein dringender Appell: Reduzieren Sie die persönlichen Kontakte im privaten, beruflichen und sozialen Umfeld auf das absolut Notwendigste. Soweit persönliche Kontakte stattfinden, soll in jedem Fall die AHA-Regel (Abstand halten, Hygiene beachten, Alltagsmaske tragen) beachtet und für eine ausreichende Belüftung der Räumlichkeiten gesorgt werden.

Wenngleich die Corona-Pandemie weiterhin unseren Alltag bestimmt, kommen wir bei zahlreichen Projekten zur Weiterentwicklung unserer Stadt voran.

Ende Februar haben die Arbeiten für unseren neuen Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) begonnen. Hierüber habe ich bereits mehrfach berichtet. Nach der Einführung von Ergänzungsfahrten in die Dörfer an den Wochenenden und der Einführung des City-Tickets (Baesweiler ist übrigens die erste Stadt in der StädteRegion, die dies zu einem Euro anbietet) ist der ZOB ein weiterer wichtiger Schritt zur Stärkung des ÖPNV. Darüber hinaus wird in diesem Bereich die Aufenthaltsqualität deutlich erhöht, Außengastronomie eingerichtet und der Radverkehr gestärkt. Durch eine detaillierte Ausführungsplanung wollen wir die Einschränkungen für alle Betroffenen auf das mögliche Minimum reduzieren.

Wie wichtig das Thema Digitalisierung ist, hat uns auch die Corona-Pandemie gezeigt, gerade an unseren Schulen.

Wir haben in den vergangenen Monaten dort viel getan. Hierzu wurde im Stadtinfo bereits mehrfach berichtet.

Aber ich wäre gerne weiter. Die Förderung der Breitbandanschlüsse unserer Schulen war und ist ein sehr kompliziertes und vor allem langwieriges Verfahren. Hierbei geht es um ein Volumen von knapp einer halben Million Euro. Auf dieses Geld sind wir angewiesen.

Nachdem wir nun alle Förderzusagen haben, soll der Auftrag zur Breitbandanbindung aller Schulen noch im März erteilt werden. Ich bin zuversichtlich, dass ein Großteil der hierfür erforderlichen Arbeiten in diesem Jahr abgeschlossen werden kann. Das wird ein richtig wichtiger Schritt.

Ich will den Rahmen eines Grußwortes nicht sprengen. Weitere Infos finden Sie in dieser oder einer der nächsten Stadtinfo-Ausgaben.

Lassen Sie uns zusammenhalten und bleiben Sie bitte gesund.

Herzliche Grüße

Ihr

(Pierre Froesch)

 

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