Förderung des Radverkehrs

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

für viele ist es der tägliche Begleiter, andere schenken ihm vor allem am Wochenende und den Feiertagen Beachtung und wieder andere haben es schon seit längerem nicht mehr aus dem Keller geholt – das Fahrrad. Mittlerweile ist es nicht nur in allen möglichen Farben und Formen, sondern auch noch mit elektrischem Antrieb als Pedelec, S-Pedelec und E-Bike erhältlich. 

Die positiven Effekte des Radfahrens für uns Menschen und unsere Umwelt sind allbekannt: körperliche Bewegung und der Aufenthalt an der frischen Luft sorgen für eine Stärkung unserer Abwehrkräfte und des Herz-Kreislaufsystems, entspannen unseren Körper und sorgen für sportliche Betätigung. Auch unsere Umwelt und das Klima freuen sich, wenn wir das Auto häufiger in der Garage stehen lassen und auf das emissionsfreie Fahrrad umsteigen. Und ganz nebenbei können teure Benzinkosten gespart und die Parkplatzsuche vermieden werden. 

In einigen deutschen Städten wie Münster, Karlsruhe und Freiburg im Breisgau prägen Fahrräder seit längerem das Stadtbild.

Um auch Baesweiler für den Radverkehr attraktiver zu gestalten und Sie zu einem häufigeren Umstieg vom Auto auf das Fahrrad zu ermuntern, wurde im Jahr 2000 ein erstes Radverkehrskonzept erstellt und schrittweise umgesetzt. Neue Erkenntnisse, Rechtsgrundlagen und technische Rahmenbedingungen sowie die Einbeziehung des Klimaschutzaspektes machten eine Fortschreibung des alten Radverkehrskonzeptes notwendig. Der Stadtrat hat deshalb im letzten Jahr beschlossen, mit Fördermitteln ein neues Klimaschutzteilkonzept zum Thema Radfahren mit besonderem Fokus auf den Alltagsverkehr erstellen zu lassen. In Folge wurde das Stadt- und Verkehrsplanungsbüro Kaulen aus Aachen mit der Erstellung dieses neuen Radverkehrskonzeptes beauftragt. Finanzielle Unterstützung erfuhr die Stadt durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie der Nationalen Klimaschutzinitiative. 

Dabei war es mir besonders wichtig, dass Sie als Baesweiler Bürgerinnen und Bürger das Konzept mit Ihren Erfahrungen, Bedürfnissen, Wünschen und Ideen aktiv mitgestalten können. Im Rahmen von Bürgerwerkstätten, Facharbeitskreisen, Interviews mit ortsansässigen Expertinnen und Experten sowie in Diskussionen in politischen Gremien war es allen interessierten Bürger/innen möglich, sich an der Erstellung des Konzeptes zu beteiligen. 

Am 21. Januar konnte ich dann gemeinsam mit dem Planungsbüro das neue Radverkehrskonzept „Klimafreundlicher Radverkehr in Baesweiler“ im Sitzungssaal des Baesweiler Rathauses vorstellen. Das Ziel ist dabei mit Hilfe des Radverkehrskonzeptes besonders die alltäglichen Wege innerhalb Baesweilers zu verbessern und für alle Nutzergruppen sicherer und attraktiver zu gestalten. Hierfür wurden vom dem Büro verschiedenste Maßnahmen im Bereich Infrastruktur, hilfreiche Serviceangebote und Informationen für Radfahrer/innen sowie Kommunikationsstrategien und öffentlichkeitswirksame Kampagnen erarbeitet. Die Förderung der Nutzung verschiedenster Verkehrsmittel für eine Reiseroute ist in der aktuellen Debatte im Bereich Mobilität und so auch im neuen Baesweiler Radverkehrskonzept von besonderer Bedeutung. Daher wurden auch für Baesweiler mögliche zukünftige Standorte für sogenannte „Mobilstationen“ ermittelt, an welchen der Umstieg vom Auto auf öffentliche Verkehrsmittel wie dem Busverkehr und auch auf das Fahrrad an zentralen Orten gebündelt werden sollen. Weitere aufgezeigte Handlungsfelder sind das betriebliche, wohnungsbezogene und schulische Mobilitätsmanagement sowie die umweltverträgliche Freizeitmobilität.

Sind Sie neugierig geworden? Das neue Radverkehrskonzept finden Sie hier.

In den kommenden Monaten und Jahren wird es nun darum gehen, die im Konzept aufgeführten Maßnahmen anzugehen und diese schrittweise umzusetzen. Während einige Maßnahmen nach einer raschen Umsetzung verlangen, bedarf es bei anderen einer längeren Planungsphase. Mit dem selbst gesteckten Ziel vor Augen, den Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehrsaufkommen bis zum Jahr 2025 zu verdoppeln, wird die Stadt Baesweiler in den nächsten Jahren mit Hilfe verschiedenster Maßnahmen den Radverkehr fördern und die Radverkehrssituation für Sie verbessern. 

Der häufigere Umstieg vom Auto auf klimafreundlichere Verkehrsmittel sowie die Steigerung des E-Auto-Anteils haben das Potenzial, die klimaschädlichen Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2050 um über 42 Prozent im Vergleich zum Ausstoß im Jahr 2018 zu reduzieren. 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, 

ich freue mich, wenn Sie von der verbesserten Radverkehrsinfrastruktur Gebrauch machen und möchte Sie als Pkw- oder Radfahrer abschließend um gegenseitige Rücksicht im Straßenverkehr bitten. 

Abschließend wünsche ich Ihnen und Ihren Familien an dieser Stelle viel Spaß im Karneval und ausgelassene, jecke Tage.

Ihr
Dr. Willi Linkens
Bürgermeister

Zurück

German English