Bürgermeister Pierre Froesch

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

der Kalender ist derzeit gefüllt mit Veranstaltungsterminen - endlich. Frühschoppen, Kirmesbälle, Konzerte, Turniere und vieles mehr: Die Vereine können ihre Veranstaltungen und Aktivitäten wieder wie gewohnt planen und durchführen, nachdem diese wegen der Corona-Pandemie zwei Jahre lang ausfallen mussten. Stattfinden kann all das jedoch nur dank des ehrenamtlichen Engagements zahlreicher Verantwortlicher in den vielen Vereinen unserer Stadt.

Dieser bedeutsame Einsatz macht unsere Stadt aus. Für die Vielzahl unserer Ehrenamtlichen sind wir über die Stadtgrenzen hinaus bekannt, sei es im sportlichen Bereich, bei der Feuerwehr, in Hilfsorganisationen, im Karneval, bei den Schützen und Junggesellen, in den Musik- und Geschichtsvereinen oder in der Kirche – um nur einige Beispiele zu nennen.

Die Ehrenamtlichen stärken die Gemeinschaft in Baesweiler. Sie leisten mit ihrer Arbeit einen Beitrag für unsere Stadt, dessen Wichtigkeit kaum in Worte zu fassen ist. Nur dank ihnen existieren die Organisationen überhaupt. Menschen jeden Alters und jeder sozialen Herkunft können dort Freundschaften schließen, werden in den Vereinen und Institutionen geprägt. Sie erfahren, was Zusammenhalt bedeutet und was es heißt, füreinander einzustehen. Mit der Arbeit, die die Ehrenamtlichen unentgeltlich und in ihrer Freizeit verrichten, schenken sie den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt ganz unterschiedliche Dinge: unbeschwerte Stunden voller Spaß, wertvolle Erinnerungen, Sicherheit.

Jeder und jedem Ehrenamtlichen gebührt dafür mein Dank.

Erst kürzlich haben zwei unserer Mitbürger für ihren außergewöhnlichen und langjährigen Einsatz im Dienst der Allgemeinheit sogar besondere Auszeichnungen unseres Bundespräsidenten erhalten: Manfred Timmermanns aus Setterich wurde mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Alfred Mandelartz aus Oidtweiler wurde das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik verliehen. Ich gratuliere den beiden auch an dieser Stelle ganz herzlich zu dieser Ehrung. Menschen wie Manfred Timmermanns und Alfred Mandelartz sind wichtige Vorbilder unserer Gesellschaft.

Ehrenamtliche Arbeit hat viele Facetten. Und Menschen, die sich engagieren, werden in jedem Verein, bei jeder Organisation gesucht. Ob politisch, kulturell, sportlich, ökologisch oder sozial. Die Bandbreite an Bereichen, in denen man mitwirken kann, ist groß. Da ist sicherlich für jede und jeden etwas dabei.

Doch dass ehrenamtliche Beteiligung nicht nur in Vereinen oder Organisationen Platz hat, sondern dass sich jede einzelne Bürgerin, jeder einzelne Bürger engagieren kann - soweit möglich auch sollte - das wurde uns vor Kurzem wieder vor Augen geführt.

Als uns Ende Februar die Nachricht erreichte, dass russische Truppen die Menschen in der Ukraine angreifen, hofften wir alle auf eine schnelle Klärung der Situation. Dass dies nicht eintrifft, wurde uns in den vergangenen Wochen schmerzlich vor Augen geführt. Der Krieg dauert an. Viele Menschen aus der Ukraine haben im Laufe der Wochen und Monate Zuflucht in Baesweiler gesucht. Eine große Anzahl dieser Ukrainerinnen und Ukrainer kommt bei Privatpersonen oder in angemieteten Wohnungen unter, für andere konnten wir dank der evangelischen Kirchengemeinde Setterich-Siersdorf eine Sammelunterkunft in der entwidmeten evangelischen Kirche in Setterich einrichten.

Den Flüchtlingen wurde von Anfang an immense Solidarität zuteil. Neben Sach- und Geldspenden haben zahlreiche Bürgerinnen und Bürger den Geflohenen auch ihre Zeit gewidmet. Sie haben beim Übersetzen geholfen, Spenden gesammelt und verteilt, die Flüchtlinge dabei unterstützt, Wohnraum zu finden und einzurichten, oder seelischen Beistand geleistet.

Ich danke allen, die sich für Menschen in Not einsetzen und bitte darum, nicht nachzulassen und es auch weiterhin zu tun. Für Hilfsangebote, die Menschen aus der Ukraine betreffen, hat die Stadt Baesweiler eine E-Mail-Adresse eingerichtet: ukrainehilfe@stadt.baesweiler.de. Sollten auch Sie helfen wollen, melden Sie sich gerne.

Ein Programm, das ebenfalls nur dank der Unterstützung engagierter Mitbürgerinnen und Mitbürger auf die Beine gestellt werden kann, ist der städtische Aktivurlaub. Vom 27. Juni bis 8. Juli findet in der Stadt Baesweiler ein abwechslungsreiches Gesundheitsprogramm mit vielen kostenlosen Aktivitäten statt. An verschiedenen Orten können zahlreiche Sportarten ausprobiert werden. Darüber hinaus werden unter anderem Kochkurse, Informationsveranstaltungen, Wanderungen und Fahrradtouren angeboten. Auch für Kinder und Jugendliche hat der Aktivurlaub einiges zu bieten, beispielsweise Schnupperstunden im Tae-kwon-do, Judo, in Rhythmischer Sportgymnastik und im Volleyball. Das gesamte Programm finden Sie hier.

Ich wünsche Ihnen schon jetzt erholsame und sonnige Sommerferien.

Bleiben Sie gesund.

Ihr

Pierre Froesch

 

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