Verkaufsoffener Sonntag – Klimaschutz war mit dabei!

Welches Obst und Gemüse hat in Deutschland gerade Saison? Wie lagere ich meine Lebensmittel richtig? Und was darf eigentlich in die grüne Tonne? Diesen Fragen widmete sich der gemeinsame Stand der Baesweiler Klimaschutzbeauftragten und der Verbraucherzentrale NRW am verkaufsoffenen Sonntag (30. September) in der Kückstraße. Wie bereits im Sommer auf dem Baesweiler Wochenmarkt wurden interessierte Besucher/innen an diesem Stand auch über die Zusammenhänge informiert, die zwischen dem Lebensmittelkonsum und dem Klimawandel bestehen.

Zwei Gewinnspiele lockten dabei die Besucher/innen an den Stand. So wurde zum einen genauer unter die Lupe genommen, welche saisonale Obst- und Gemüsesorten in Deutschland derzeit in/auf den Super- und Wochenmärkten angeboten werden. Passend dazu wurden Saisonkalender und eine Übersicht aller Baesweiler Bauernhöfe ausgegeben, die geerntete Lebensmittel zum Verkauf anbieten. Durch den Kauf von Lebensmitteln aus der näheren Umgebung können lange Transportwege und dadurch der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase vermieden werden.

Zum anderen ging der Stand auf die Aufbewahrung von Lebensmitteln ein, welche im und außerhalb des Kühlschranks aufbewahrt werden. Zudem wurde über die richtige Einsortierung der Lebensmittel im Kühlschrank informiert. Wer Lebensmittel richtig lagert, verlängert deren Haltbarkeit und beugt Lebensmittelverschwendung vor. Nach der Initiative des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft „Zu gut für die Tonne“ landet aktuell jedes achte Lebensmittel, das wir kaufen, in der Tonne. Elf Millionen Tonnen Lebensmittel entsorgen Industrie, Handel, Großverbraucher und Privathaushalte in Deutschland jedes Jahr als Abfall.

Doch auch bei durchweg richtiger Lagerung lassen sich nicht alle Lebensmittelabfälle vermeiden. Durch deren Entsorgung in die grüne Tonne sind diese jedoch nicht ganz verloren und können weiter verwertet werden.

Das zweite Gewinnspiel am Klimaschutzstand widmete sich der Biotonne und welche Abfälle in diese entsorgt werden dürfen. Dort erfuhren die Besucher/innen, wie die Bioabfälle aus Baesweiler, den 24 weiteren Städten und Gemeinden der StädteRegion Aachen und des Kreises Düren sowie der Stadt Aachen verwertet werden. So landen seit 2012 jährlich etwa 30.000 Tonnen Bioabfälle in der Kompostierungs- und Vergärungsanlage der AWA Entsorgung GmbH in Würselen. Aus den Abfällen wird dort zum einen Biogas gewonnen, welches in einem Blockheizkraftwerk verbrannt wird und elektrische sowie thermische Energie erzeugt. Zum anderen werden aus den Resten jährlich fast 10.000 Tonnen Fertigkompost hergestellt, der als Dünger in der Landwirtschaft genutzt wird. Ausführlichere Informationen zur Kompostierungs- und Vergärungsanlage finden Sie unter www.awa-gmbh.de/die-anlagen/biovergaerung-wuerselen/. Sie sind sich unsicher, welche Abfälle in die grüne Tonne entsorgt werden dürfen? Die AWA-Abfallberatung hilft Ihnen hierbei weiter und berät Sie zu allem rund um das Thema Abfall (Tel.: 02403 8766353).

Wer also darauf achtet, Lebensmittel aus der Region und zur jeweiligen Saison einzukaufen, diese richtig zu lagern und die Bioabfallreste zur Weiterverwertung auch noch in die Biotonne entsorgt, leistet einen wichtigen Beitrag zum Schutz unseres Klimas.

Aktion Biotonne Deutschland in Baesweiler

Im Rahmen der Kampagne „Aktion Biotonne Deutschland“ war die AWA Entsorgung GmbH am 14. September gemeinsam mit der Stadt Baesweiler an einem Infostand auf dem Wochenmarkt vertreten. Dort konnten Besucher/innen ihre Bioabfälle von zu Hause gegen Kompost eintauschen. Wer am Gewinnspiel teilgenommen hatte und das Quiz erfolgreich lösen konnte, gewann sogar einen bunten Bioabfallbehälter mit Biotüte und Kressesamen.

Die deutschlandweite Kampagne, die vom Bundesumweltministerium, Landesumweltministerium, NABU, dem Einzelhandel (u.a. tegut, REWE, toom, real und Edeka), Abfallverbänden sowie Landkreisen und Kommunen unterstützt wurde, machte vom 8. - 29. September bundesweit auf die Biotonne aufmerksam und klärte über die Vorteile und Handhabung der getrennten Sammlung von organischen Küchenabfällen auf.  

Verwelkte Rosen, Kartoffelschalen und mehr als 100 weitere kompostierbare Abfälle bilden die größte Abfallfraktion in unseren Küchen. Während Deutschland bei Glas und Papier vorbildlich trennt, gibt es beim Bioabfall gewaltigen Nachholbedarf. Die Hälfte unseres Bioabfalls – rund 4,5 Millionen Tonnen – landet jährlich immer noch in der Resttonne anstatt der Biotonne. Die Kampagne greift diese Problematik auf und wirbt für mehr kompostierbare Küchenabfälle und weniger Plastik in der Biotonne. Bundesweit nehmen mittlerweile bereits 261 Kompostierungs- und 72 Vergärungsanlagen Bioabfälle auf, um diese weiterzuverwerten. Aus Bioabfällen entsteht Biogas, welches zur Erzeugung von Strom und Wärme genutzt wird, sowie Kompost für die Landwirtschaft. Die Kampagne wirbt nicht nur für mehr, sondern auch für sauberen Bioabfall. Werden Bioabfälle durch Plastik, Glasscherben, Dosen und andere Fremdstoffe verunreinigt, müssen diese aufwendig und kostenintensiv aussortiert werden. Gelingt das Aussieben nicht, ist der Kompost ruiniert. Wer möchte schon Plastikstückchen und Glasscherben in der Garten- oder Blumenerde wiederfinden?

Mehr zur Kampagne finden Sie unter www.aktion-biotonne-deutschland.de. Dort erfahren Sie im Biotonnen-Check auch noch einmal übersichtlich dargestellt, welche Abfälle in die Biotonne entsorgt werden dürfen.

Tipps zum Energiesparen

Es gibt viele Potenzial im Alltage, die genutzt werden können, um Energie sowie Geld zu sparen und gleichzeitig das Klima zu schonen.

Ein rücksichtsvoller Umgang mit Ressourcen und der Natur führt letztendlich zu einem Rückgang der klimaschädlichen Emissionen und zu finanziellen Entlastungen im privaten als auch öffentlichen Sektor. Klimaschutz bedeutet weder Geld auszugeben, noch sich einzuschränken. Oft reicht ein Umdenken aus, um sich und dem Klima etwas Gutes zu tun.

Der Grundgedanke ist dabei für alle Ansätze ähnlich: Verbrauchen wir weniger Energie, müssen wir weniger zahlen und der CO2-Ausstoß wird verringert. Bedeutet: Pro eingesparte 100 kWh haben Sie rund 20 € mehr in ihrer Geldbörse und ihren CO2-Ausstoß um 60 kg gesenkt.

Unsere Klimaschutztipps können Ihnen helfen, Ihren Beitrag für den Klimaschutz zu leisten. 

Stoßen statt Kippen
Lüften Sie richtig? – Drehen Sie zum Lüften Ihren Heizkörper runter und öffnen Sie mehrmals am Tag ihr Fenster für wenige Minuten vollständig zum Stoßlüften. Stellen Sie ihr Fenster nur auf „kipp“, wenn keine Heizung in Betrieb ist. Das spart bis zu 125 € pro Jahr. 

Lassen Sie mal die Luft raus
Einfach und schnell können Heizungen entlüftet werden. Ist die unnötige Luft erst einmal raus, arbeitet ihr Heizkörper wieder viel effizienter und reduziert so ihren Energieverbrauch um bis zu 15%. 

Vorhang zu – Sparen an
Schließen Sie nachts Ihre Vorhänge, Rollos und Jalousien. Das hält die Wärme im Winter im Raum und bringt Ihnen bis zu 40 €, weil der Raum nicht so stark über Nacht bei abgedrehter Heizung auskühlt. 

Deckeln Sie Ihren Energieverbrauch
Für jeden Top den passenden Deckel? Das spart Energie und knapp 50 € im Jahr beim täglichen Erhitzen von 1,5 Liter Wasser. Möchten Sie nur Ihr Teewasser erwärmen, nutzen Sie einen Wasserkocher. Das geht nicht nur schneller, sondern ist auch gut fürs Klima. 

Goodbye – Stand-by
Alter Klassiker und falsche Information. Auch wenn Sie ihr Gerät auf Stand-By schalten, verbraucht es noch Strom. Es empfiehlt sich eine Steckdose mit Kippschalter zu nutzen, welche nach Bedarf ausgeschaltet wird. Bei einem durchschnittlich ausgestatteten Haushalt kann sich die Stromrechnung um 90 € pro Jahr reduzieren. 

Frisch und CO2-frei
Schalten Sie runter – auch bei 30 Grad wird ihre Wäsche sauber. Wenn Sie zusätzlich auf Vorwäsche und Trockner verzichten, können Sie bei 160 Waschgängen ihre Kosten um 140€ senken. 

Die aufgeführten Tipps sind einfach umzusetzen und bedürfen meist nur einer Änderung der Gewohnheiten. Dennoch können Sie viel Geld sparen, das Sie sicherlich für den nächsten Ausflug gut gebrauchen können.