CO2-Preis - kurz erklärt

Eine neue, zentrale Klimaschutzmaßnahme der Bundesregierung ist die CO2-Bepreisung für die Bereiche Wärme und Verkehr, die am 1. Januar 2021 eingeführt wurde. Es handelt sich hierbei nicht, wie fälschlicherweise oft behauptet, um eine Steuer. Unternehmen, die Heizöl, Erdgas, Benzin und Diesel gewerblich in den Markt bringen, sind verpflichtet, für den entstehenden Treibhausgas-Ausstoß, Emissionsrechte zu erwerben, so dass ihnen Mehrkosten entstehen. Der Preis für eine Tonne CO2 beläuft sich dieses Jahr auf 25 €, bis 2025 wird er auf 55 € steigen. 2026 sollen erstmals Emissionszertifikate versteigert werden. Die Anzahl der zu erwerbenden Zertifikate wird zur Erreichung der Klimaziele begrenzt.

Die entstehenden Mehrkosten geben die Unternehmen an die Endverbraucherinnen und Endverbraucher weiter. Ein Beispiel: Ein Liter Benzin verursacht circa 0,00238 Tonnen CO2-Emissionen. Multipliziert man diesen Wert mit dem derzeitigen CO2-Preis von 25 € pro Tonne, kommt man auf 5,95 Cent pro Liter Benzin, die Autofahrerinnen und Autofahrer durch die CO2-Bepreisung nun mehr bezahlen müssen. Bei Diesel und Heizöl belaufen sich die Mehrkosten zurzeit auf ca. 6,6 Cent pro Liter.

Wie können aus dem rund 750 g schweren Liter Benzin 2,38 kg CO2 werden? Das liegt daran, dass Benzin aus einem Gemisch von verschiedenen Kohlenwasserstoffen besteht. Bei der Verbrennung verbinden sich die Kohlenstoffatome (C) aus dem Benzin, die vorher an leichte Wasserstoffatome (H) gebunden waren, mit zwei schweren Sauerstoffatomen (O2) aus der Luft.