Umbau und Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses Baesweiler fertiggestellt

Das Feuerwehrgerätehaus wird von Pfarrer Dr. Rokitta eingesegnet.


Im Vorfeld der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Baesweiler hat Bürgermeister Pierre Froesch den Kameradinnen und Kameraden offiziell das erweiterte und modernisierte Feuerwehrgerätehaus Baesweiler übergeben. Nach der Einsegnung des Feuerwehrgerätehauses durch Pfarrer Dr. Dennis Rokitta überreichte Bürgermeister Pierre Froesch den Schlüssel symbolisch an den Leiter der Freiwilligen Feuerwehr, Dieter Kettenhofen.

Geschichte des Feuerwehrgerätehauses

Bis Ende der 80-Jahre befand sich das Feuerwehrgerätehaus am Standort der heutigen Malteser-Rettungswache, also unmittelbar angrenzend zum aktuellen Feuerwehrgerätehaus. Da damals der vorhandene Platz nicht mehr ausreichte, wurde die seinerzeit angrenzende alte Turnhalle der Goetheschule im Jahr 1989 zum Feuerwehrgerätehaus umgebaut. Parallel wurde als Ersatz der alten Turnhalle die heutige Mehrzweckhalle an der Grabenstraße errichtet. Nachdem die Feuerwehr im Jahr 1990 in das damals neue Gebäude „umgezogen“ war, wurde am alten Standort die Rettungswache für den damaligen Kreis Aachen eingerichtet, die heute vom Malteser Hilfsdienst betrieben wird.

Schon in der Vergangenheit wurde das Feuerwehrgerätehaus erweitert und umgebaut, um den sich fortlaufend verändernden technischen und räumlichen Anforderungen Rechnung zu tragen.

Anforderungen sind gestiegen

Um die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger sowie natürlich der Feuerwehrkameradinnen und -kameraden fortlaufend zu gewährleisten, ist es wichtig, die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr immer wieder neu zu evaluieren. Neben der umfangreichen fachlichen Aus- und Fortbildung, werden beispielsweise Gebäude, Fahrzeuge, Geräte, Dienstkleidung, persönliche Ausstattung und vieles mehr regelmäßig auf Funktionalität, Qualität und Quantität geprüft und gegebenenfalls optimiert.

Dem Feuerwehrgerätehaus in der Grabenstraße wird dabei eine zentrale und sehr wichtige Bedeutung für die gesamte Freiwillige Feuerwehr Baesweiler zuteil. So haben beispielsweise wichtige Gerätschaften für die Gesamtwehr, wie die Drehleiter und der Funkkommandowagen, dort ihren „Stellplatz".

Die Anforderungen an die Feuerwehr, beispielsweise an die Technik und Ausstattung, haben sich in dieser Zeit stark weiterentwickelt. Zum Beispiel nehmen neue Fahrzeuge auf Grund der technisch optimierten Ausstattung heute deutlich mehr Platz ein als damals.

Deshalb wurde im Zuge der Baumaßnahmen unmittelbar an das Bestandsgebäude auf dem hinteren Bereich des Geländes (Fläche zwischen der Grabenstraße und der Otto-Hahn-Straße) eine neue Fahrzeughalle mit drei zukunftsfähigen Stellplätzen für moderne Einsatzfahrzeuge errichtet. Hierdurch werden unter anderem die „Laufwege“ der Feuerwehrangehörigen verkürzt, was in der Folge zu kürzeren Ausrückzeiten führt.

Auch wurde eine Doppelgarage errichtet, in welcher zum einen der Mannschaftswagen des Löschzuges abgestellt wird, zum anderen das Notstromaggregat für das Feuerwehrgerätehaus und die angrenzende Rettungswache der StädteRegion Aachen sicher untergebracht ist.

Das Notstromaggregat sorgt dafür, dass im Katastrophenfall die elektrische Versorgung des Feuerwehrgerätehauses und der angrenzenden Rettungswache der StädteRegion Aachen sichergestellt ist. Dies ist unter anderem deshalb wichtig, da die Feuerwehrstandorte im Katastrophenfall als „Leuchtturm“ für die Bevölkerung dienen, also erste Anlaufstelle im Notfall sind.

Die Atemschutzwerkstatt, die beispielsweise ebenfalls für die Gesamtwehr von großer Bedeutung ist, wurde zudem umfangreich erweitert und auf technisch neusten Stand gebracht. Dabei wurde ein großes Augenmerk auf die so genannte Schwarz-Weiß-Trennung gelegt, also die Trennung von Einsatz- und Sozialbereich, damit beispielsweise kontaminierte Einsatzkleidung nicht in Kontakt mit den privaten Gegenständen der Einsatzkräfte kommt.

Das gesamte Heiz- und Belüftungssystem wurde zudem überarbeitet. In den Fahrzeughallen (neu und alt) wurden Fahrzeugabsauganlagen installiert. Durch gezielte Maßnahmen, wie beispielsweise den Einbau von zwei Be- und Entlüftungsanlagen, ist das Feuerwehrgerätehaus energetisch optimiert worden, um den Energieverbrauch und den damit einhergehenden CO2-Ausstoß nachhaltig zu senken. Auf diese Weise werden die Unterhaltungskosten für die Stadt Baesweiler nachhaltig reduziert.

Auch der Klimaschutz spielte bei der Baumaßnahme eine große Rolle. Im gesamten Objekt wurde LED-Beleuchtung installiert, die nicht nur klimafreundlicher ist, sondern langfristig ebenfalls zu geringeren Stromkosten führt. Das Dach der neuen Fahrzeughalle ist mit Blick auf die Artenvielfalt als Gründach ausgeführt worden.

Das Dach des Anbaus, in dem sich unter anderem die zuvor erwähnte neue Atemschutzwerkstatt befindet, wird für Übungen mit tragbaren Leitern genutzt. Dafür wurden spezielle „Anleiterflächen“ im Attika-Bereich geschaffen, also in einem erhöhten Bereich der Außenwand, die über das eigentliche Dach hinausgeht.

Zur Einberufung des „Stabs für außergewöhnliche Ereignisse“ (SAE) wurde zudem im ersten Obergeschoss des Bestandsbaus ein eigener Raum geschaffen. Im Rahmen von Großschadensereignissen wird dieser Raum zu einer „Kommandozentrale“ der gesamten Freiwilligen Feuerwehr Baesweiler und so die unmittelbare Schnittstelle zwischen Leitstelle der StädteRegion Aachen und der Verwaltung. Ebenso wurden der Funkraum und der Raum für die Leitung der Feuerwehr erneuert.

Steigende Mitgliederzahl

Eine weitere wichtige Neuerung im Bestandsbau wurde unter anderem deshalb notwendig, weil die Mitgliederzahl des Löschzugs Baesweiler ansteigt (derzeit: 64 Mitglieder, zuzüglich des so genannten Löschzuges „Bauhof") und erfreulicherweise auch immer mehr Frauen aktiv im Löschzug und der Gesamtwehr tätig sind (im Löschzug Baesweiler derzeit 7 Frauen). So wurden unter anderem die separaten Umkleidemöglichkeiten erweitert. Des Weiteren wurden neue Einsatzspinde mit integrierter Schwarz-Weiß-Trennung installiert.

Ferner wurde der Seminar- und Besprechungsraum modernisiert. Umfangreichere Lehrgänge können auf Grund des nunmehr erweiterten Platzangebotes ebenfalls problemlos im Feuerwehrgerätehaus Baesweiler durchgeführt werden. Auch wurde der Aufenthaltsbereich der Feuerwehrangehörigen (Florianstube) erweitert, so dass dieser künftig in größeren, fortdauernden Einsatzlagen auch für die gesamte Wehr genutzt werden kann.

Diese Erneuerungen und Erweiterungen erhöhen nicht nur die Aufnahmekapazität, sondern tragen auch zu einer verbesserten Aufenthaltsqualität bei der Ausbildung und im Einsatzfall bei, und sind insoweit auch im Hinblick auf die Nachwuchsförderung sehr wichtig.

Die Baukosten für das Gesamtprojekt belaufen sich auf ca. 3.300.000 Euro.

Das Feuerwehrgerätehaus Baesweiler ist fertiggestellt.

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