Gymnasium Baesweiler erhält Plakette „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“
Beim diesjährigen Schulfest des Gymnasiums Baesweiler unter dem Motto „Around the World“ wurde die Plakette „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ unter der Schirmherrschaft von Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier verliehen. Mit der Aufnahme in das bundesweite Netzwerk bekennt sich die Schule zu einer dauerhaften und aktiven Auseinandersetzung mit den Themen Vielfalt, Demokratie und Menschenrechte.
Die Plakette ist dabei keine Auszeichnung für bereits Erreichtes, sondern eine Selbstverpflichtung. Sie steht für die Bereitschaft der gesamten Schulgemeinschaft, sich konsequent gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Rassismus einzusetzen und Verantwortung für ein respektvolles Miteinander innerhalb der Schule und darüber hinaus zu übernehmen.
Dabei beschränkt sich das Engagement nicht allein auf den Kampf gegen Rassismus. Auch Diskriminierung aufgrund von Religion, sozialer Herkunft, Geschlecht, körperlichen Merkmalen, politischer Weltanschauung oder sexueller Orientierung wird thematisiert. Gleichzeitig setzt sich das Netzwerk entschieden gegen alle totalitären und demokratiefeindlichen Ideologien ein.
„Die Plakette ist eine bedeutende Auszeichnung, die das Engagement gegen Rassismus würdigt. Die Auseinandersetzung der Schülerinnen und Schülermit diesem anspruchsvollen Thema ist ein wichtiger Schritt hin zu einer offenen und von gegenseitigem Respekt geprägten Gesellschaft. Denn noch immer ist Toleranz leider keine Selbstverständlichkeit. Gerade deshalb ist es 2026 so wichtig, Orte wie das Gymnasium Baesweiler zu haben, von denen dieses deutliche Signal ausgeht“, sagt Dr. Tim Grüttemeier.
Bürgermeister Pierre Froesch gratuliert stellvertretend für die gesamte Schulgemeinschaft Schulleiter Markus Fabricius zu diesem wichtigen Schritt: „Die Auszeichnung als ‚Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage‘ ist vor allem ein Versprechen für die Zukunft. Sie zeigt, dass Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und alle Mitarbeitenden gemeinsam Verantwortung übernehmen und sich aktiv für Respekt, Toleranz und Demokratie einsetzen. Gerade in einer vielfältigen Gesellschaft sind Zusammenhalt und gegenseitige Wertschätzung unverzichtbar. Das Motto des Schulfestes ‚Around the World‘ macht deutlich, dass Vielfalt verbindet und unsere Gemeinschaft bereichert. Ich freue mich sehr über dieses starke Zeichen der Schule.“
Das Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ wurde 1995 vom Verein Aktion Courage e. V. gegründet. Heute gehören ihm rund 5.000 Schulen mit mehr als 2,5 Millionen Schülerinnen und Schülern an und es ist damit das größte Schulnetzwerk Deutschlands für demokratische Schulkultur und Menschenrechte. Mitglied können Schulen werden, wenn sich mindestens 70 Prozent aller Schulmitglieder – Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie weiteres Personal – verpflichten, aktiv gegen Diskriminierung einzutreten, bei Konflikten einzugreifen und regelmäßig Projekte zu den Themen Menschenrechte, Vielfalt und Demokratie durchzuführen. Welche Schwerpunkte dabei gesetzt werden, entscheidet jede Courage-Schule eigenverantwortlich.
Kinder und Jugendliche engagieren sich im Netzwerk, weil sie nicht akzeptieren möchten, dass Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft oder ihrer Religion beleidigt, ausgegrenzt oder bedroht werden.